Sommerreifen-Test 2022: DIESE Reifen überzeugen den ADAC

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Wer hat den Sommerreifen-Test 2022 gewonnen? Der ADAC kürt die Besten der Besten. Foto: imago images/Panthermedia

Langsam, aber sicher wird es Zeit, sich dem Reifenwechsel zu widmen. Der ADAC Sommerreifen-Test 2022 zeigt, welche Marken und Modelle am Markt aktuell überzeugen. Wir verraten ferner, wo du die besten Sommerreifen zum kleinsten Preis bestellen kannst und ab wann du spätestens neue Pneus an deinem Auto haben solltest.

DAS sind die besten 185/65 R15 Sommerreifen für Kleinwagen

Es ist keine Überraschung: Vielen Produktrezensionen im Internet ist nicht zu trauen. Der ADAC Sommerreifen-Test hingegen ist eine Institution: Seit fast 50 Jahren nehmen die unabhängigen Tester der gelben Engel Autoreifen unter die Lupe.

In der Kategorie 185/65 R15, also passend für den VW Polo, Audi A1 oder Opel Corsa, kann sich dieses Jahr der Goodyear EfficientGrip Performance 2 durchsetzen und mit der Note 2,0 den Testsieg erringen. Auf Platz 2 landet der Bridgestone Turanza T005 mit der Note 2,1 und die Bronze-Medaille verleiht der ADAC den Michelin Primacy 4. Wir haben recherchiert, wo es die getesteten Reifen am günstigsten gibt:

DIESE Sommerreifen sind die besten für die Kompaktklasse

Die Reifengröße 215/60 R16 eignet sich für kompakte Autos und SUVs gleichermaßen. Was die Hersteller in dieser Reifendimension bieten können, hat sich der ADAC ebenfalls näher angeschaut. Nach umfangreichen Tests, unter anderem auf trockener und nasser Fahrbahn, kam der Automobil-Club zu folgendem Ergebnis: Die Continental PremiumContact 6 holen den Sieg. Dich auf den Versen sind die Michelin Privacy 4 und auf dem 3. Platz landen die Bridgestone Turanza T005.

Die Frage aller Fragen: Ab wann Sommerreifen?

Von Winterreifen auf Sommerreifen wechseln und umgekehrt: Dazu liefert eine Faustregel Orientierung, die sich einfach zu merken ist. Sie nennt sich O-bis-O-Regel. Gemeint ist damit, dass du dein Auto von Ostern bis Oktober mit Sommerreifen bestücken solltest. Allerdings fällt Ostern jedes Jahr anders und letztlich sind die klimatischen Bedingungen entscheidend. Die O-bis-O-Regel ist daher mit Vorsicht zu genießen.

Die 7-Grad-Regel ist ein weiterer Richtwert. Fällt das Thermometer nur noch selten unter 7 °C, ist der Zeitpunkt gekommen, Sommerreifen aufzuziehen. Neuere Sommerreifen sorgen zwar auch unter 7 °C noch für annehmbare Fahreigenschaften, doch andererseits geht Sicherheit vor.

Sommerreifen: Die Vorteile gegenüber Winterreifen

  • mit Sommerreifen sparst du bei wärmerem Wetter Kraftstoff
  • bei frühlingshaften und sommerlichen Temperaturen bieten Sommerreifen besseren Grip als Winterreifen
  • Das Profil von Sommerreifen nutzt sich in den warmen Monaten weniger ab als das von Winterreifen
  • der Bremsweg ist mit Sommerreifen kürzer bei entsprechender Wetterlage

Woran erkennt man Sommerreifen?

Du besitzt mehrere Sätze an Reifen und hast in einer Garage den Überblick verloren? Sommerreifen von Winterreifen und Ganzjahresreifen zu unterscheiden, ist nicht schwer. Den maßgeblichen Unterschied erkennst du am Profil.

Sommerreifen haben ein grobes Profil, das von Längsrillen dominiert wird. Winterreifen hingegen haben ein feines Profil, das durch Lamellen ergänzt wird. Lamellen sind kleine zickzackförmige Einschnitte, die über das gesamte Profil verteilt sind.

Des Weiteren sind Winterreifen häufig mit „M+S“ (Matsch + Schnee) und einem Alpine-Symbol, das eine Schneeflocke vor einem Gebirge zeigt, gekennzeichnet. Jedoch sind auch Sommerreifen mit dem „M+S“-Schriftzug am Markt noch erhältlich und sorgen für Verwirrung. Deswegen empfehlen wir dir, Reifen anhand des Profils zu identifizieren.

Sommerreifen kaufen: Wie lange fahren bis zur Neuanschaffung?

Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung gibt vor, dass die Profiltiefe mindestens 1,6 Millimeter betragen muss. Der ADAC aber empfiehlt, Sommerreifen ab einer Profiltiefe von 3 Millimetern oder weniger durch neue Pneus auszutauschen.

Ganz abgesehen davon, dass abgefahrene Sommerreifen ein Risiko für dich und andere Verkehrsteilnehmer darstellen, ist das Bußgeld in Höhe von 60 Euro die Nachlässigkeit nicht wert. Und einen Punkt in Flensburg gibt es noch obendrauf, solltest du deine Sommerreifen nicht rechtzeitig wechseln.

Sommerreifen wechseln: Diese Werkzeuge brauchst du

Du hast dich für einen Satz Sommerreifen entschieden? Dann steht dem Reifenwechsel nichts mehr im Wege. Bevor du den Blaumann überstreifst und frohen Mutes ans Werk gehst, checke lieber noch einmal, ob du das benötigte Equipment hast. Unverzichtbar sind ein Wagenheber und ein Radkreuz.

Die Radschrauben säuberst du mit der Drahtbürste. Und die ausgewechselten Winterreifen markierst du mit einer Fettkreide mit „VR“ für vorne rechts, „HR“ für hinten rechts und so weiter. Im Herbst weißt du dann direkt, wo welcher Pneu hingehört.

Sind Ganzjahresreifen eine gute Alternative?

Im August letzten Jahres unterzog der ADAC Ganzjahresreifen beziehungsweise Allwetterreifen (Dimension 235/55 R17) einem aufschlussreichen Test. Die auch als Universalreifen bezeichneten Pneus wurden im Sommer und Winter getestet. Das Urteil ernüchtert. Die Continental AllSeasonContact Reifen erhielten als Gewinner lediglich die Note 3,6.

2018 hatten die Ganzjahresreifen der Größe 175/65 R14 zwar besser abgeschnitten. Doch überzeugend sieht anders aus. Der Nexen N Blue 4 Season schloss mit einer Wertung von 2,7 am besten ab.

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