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Wetter in NRW: Experte blickt auf Prognose – und fällt vom Glauben ab! „Völlig losgelöst“

Das Wetter in NRW spielt verrückt! So einen Herbst hat auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung noch nicht gesehen.

© IMAGO/Rolf Poss

Wetter: So entsteht eine Wettervorhersage

Die ersten Adventstage sind nicht mehr weit entfernt – doch so wirklich winterlich zeigte sich das Wetter in NRW bisher noch nicht.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung hat dafür zwar eine Erklärung – doch als er auf die Prognose für das Wetter in NRW blickt, ist auch bei ihm das Staunen groß.

Wetter in NRW: Es wird ungemütlich

„Vor zwei, drei Wochen begann bei uns diese Westwetterlage“, sagt der Experte von „wetter.net“ am Donnerstag (9. November). Das heißt: Konstante Luftströmungen fegen von West nach Ost über uns hinweg. Jung weiter: „Damals sagten wir schon, so eine Westwetterlage kann sehr stabil sein – und genauso kam es jetzt auch und so wird es jetzt erstmal bleiben.“

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Denn: Die Luft, die da von Westen heranrauscht, ist nicht wirklich winterlich kalt – sondern eher herbstlich mild. Und diese Bedingungen bleiben uns laut Dominik Jung für die nächsten zehn bis 14 Tage erhalten. „Sehr nass, sehr windig, teilweise stürmisch“ – so ungemütlich geht es in den kommenden zwei Wochen weiter. Über der Nordsee braut sich sogar ein neues Sturmtief zusammen, dessen Ausläufer von Nordwesten bis Südosten mit 70 bis 80 Stundenkilometern übers Land brausen.

Doch das sind nicht die Daten, die den Meteorologen von den Socken hauen. Ihn erstaunen viel mehr die aktuellen Temperaturen!

Wärmster Herbst seit 1881

Zwar gibt es am Wochenende (11./12. November) ein Mini-Winter-Comeback in Teilen Deutschlands (>> hier mehr dazu) – „Das ist auch bitter nötig“, so Jung – aber der Kälteschock ist nur von kurzer Dauer.

Denn im Anschluss schaut der Wetter-Experte auf die mittleren Herbsttemperaturen seit 1881. Die Skala geht von 6 bis 13 Grad Celsius – und der aktuelle Herbst 2023 ist bisher im Schnitt so warm, dass er gar nicht mal mehr auf die Skala passt!


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„Über 13, 8 Grad! Völlig losgelöst vom Rest seit 1881“, betont Dominik Jung. „Das ist bisher der wärmste Herbst seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.“ Die nächsten 14 Tage sollen auch eher mild als kalt bleiben. Da wird man beim Glühwein-Trinken auf dem Weihnachtsmarkt wohl noch nicht allzu sehr zittern.