WDR: Vater rastet nach neuer Folge „Sendung mit der Maus“ aus – „Falsches Thema für Kinder“

Maischberger, Lanz und Co.: Das sind die deutschen Talkmaster

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Der WDR hat mit der „Sendung mit der Maus“ schon einigen Generationen von Kindern die Welt erklärt.

Doch was nun am 27. März 2022 im WDR zu sehen war, hat eine hitzige Diskussion im Netz ausgelöst. War diese Folge wirklich kindgerecht?

WDR: „Sendung mit der Maus“ erklärt den Kindern die Sexualität

Kinder über die Sexualität aufzuklären und wie Babys entstehen, ist wohl eine der schwierigsten und für viele Eltern auch unangenehmsten Aufgaben. Wann ist der richtige Zeitpunkt und wie erkläre ich dieses Thema, so dass es mein Kind nicht völlig überfordert und verstört?

Wie gut, dass es da die „Sendung mit der Maus“ gibt, haben sich einige Eltern vielleicht schon gedacht. Die Geschichte mit den Bienen und Blümchen sollte fürs Erste reichen. Doch da gibt es ja nicht nur Mama und Papa, die sich lieben. Plötzlich küssen sich zwei Männer auf der Straße oder ein Mann will auf einmal eine Frau sein. Wie sollen Kinder damit umgehen?

WDR: „Sendung mit der Maus“ zeigt erstmal Transsexuelle

Weil das Thema in der heutigen Gesellschaft immer größer wird, widmete die „Sendung mit der Maus“ sich in der neuen Folge am 27. März dem Thema Transsexualität. In der Reportage besucht die Moderatorin Siham El-Maimouni eine Frau namens Katja. Katja ist als Junge geboren worden und hieß früher Erik. Doch schon früh merkte sie, dass sie im falschen Körper gefangen war.

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Lange Zeit konnte sie auch mit ihren Eltern nicht offen über ihre Gefühle und Gedanken reden. Heute steht sie zu sich und spricht sich für einen offenen Umgang mit Transsexualität aus. In der Folge erzählt sie von ihrer ganzen Geschichte.

WDR: Trans-Folge löst hitzige Diskussion aus

„Meine 13-jährige Tochter ist trans und sagte nach der Sendung, die sie mit ihrem 6-jährigen Bruder gesehen hat: „So eine Sendung hätte ich früher auch gebraucht, dann hätte ich nicht gedacht, dass ich damit ganz alleine bin.“ Sie hat sich mit 7 Jahren geoutet. Dafür sind solche Sendungen wichtig“, lobt eine Mutter bei Twitter.

„Sehr wichtiges Thema für die Maus! Es gibt einige Kinder die fühlen, da stimmt was nicht, sie sind anders und sie trauen sich nicht, darüber zu reden. Wenn jetzt nur ein Kind erkennt, es ist ganz richtig, wie es sich fühlt, wie wunderbar wäre es!“, meint auch eine andere Frau.

Doch es gibt auch andere Reaktionen. „Jetzt habe ich hier einen 7-Jährigen, der viele Fragezeichen im Kopf hat und nicht versteht was „trans" ist. Klar, er ist ja nicht mal aufgeklärt. Falsches Thema für eine Kindersendung liebe Maus“, meint dagegen ein Vater. Für ihn seien die Kinder zu jung für solche Themen. Wenn er als Erzieher mit den Kindern über Transsexuelle reden würde, bekäme er Probleme.

WDR: „Die Maus“ reagiert sofort

Das „Maus-Team“ reagierte umgehend auf die Kritik: „Hallo! Wir finden schon, dass es ein richtiges Thema für unsere Sendung ist. Es handelt sich um ein gesellschaftlich relevantes Thema, genau so, wie die vielen anderen Themen, die wir in der Sendung behandeln“, so das klare Statement.

Die aktuelle Folge und weitere Episoden gibt es in der ARD-Mediathek zu finden.

Auch „Maus“-Redakteur Jochen Lachmuth hat sich mittlerweile in einem Artikel auf „Deutschlandfunk Kultur“zu der Sache geäußert. Er erklärt: „Das ist Lebensrealität“. (cg)

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