Acht Jugendliche missbrauchen 13-Jährige in Velbert: Staatsanwaltschaft veröffentlicht schreckliche Details

In einem nahgelegenen Waldstück in der Nähe des Parkbads fielen die Jugendlichen über das Mädchen (13) her.
In einem nahgelegenen Waldstück in der Nähe des Parkbads fielen die Jugendlichen über das Mädchen (13) her.
Foto: www.blossey.eu
  • Acht Jungendliche missbrauchten eine Schülerin (13) bereits im April in Velbert
  • In dem Waldstück filmten sie ihre Tat mit dem Handy
  • Doch warum wurde die Öffentlichkeit nicht früher informiert?

Velbert. Bereits am 21. April haben acht Jugendliche eine Schülerin (13) in Velbert missbraucht. Das Mädchen war auf dem Heimweg vom Parkbad. In einem Waldstück fielen die Jugendlichen über sie her.

Auf Nachfrage von DER WESTEN hat die Staatsanwaltschaft nun neue Details veröffentlicht.

Jugendliche fallen auf Heimweg über 13-Jährige her

An dem Samstag im April war die 13-Jährige mit Freundinnen in dem Schwimmbad. Schon dort wird sie von einigen Jugendlichen aus einer Personengruppe heraus verbal belästigt. Gegen 18 Uhr begibt sie sich auf den Heimweg.

An einem Waldstück wird sie dann von acht Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren angegriffen. Sie missbrauchen ihr minderjähriges Opfer mehrfach. Staatsanwalt Baumert: „Ein Teil der Täter zerrte sie durch den Wald, um möglicherweise weitere Straftaten zu verüben.“ Ihre Tat filmen die Täter mit einem Handy.

Zum gleichen Zeitpunkt geht eine Frau durch den Wald und beobachtet den schlimmen Vorfall. Sie kennt die Angehörigen der 13-Jährigen, weiß, dass sie vermisst wird. Die Passantin schreitet ein und bewahrt das Mädchen vor weiteren Übergriffen, rettet ihr womöglich das Leben.

Direkt danach informiert sie die Polizei, die eine Großfahndung ausruft.

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Zwei Tatverdächtige auf der Flucht

Mit Erfolg: Sechs der acht vermutlichen Täter können festgenommen werden. Anhand des Handyvideos werden einzelne Fotos erstellt. Mehrere der Jugendlichen sind deutlich zu erkennen, wie sie sich an dem Mädchen vergehen. „Vor Gericht sollte es für die Jugendlichen daher schwer werden, die Tat zu leugnen“, so Staatsanwalt Baumert.

Zwei der möglichen Täter sind noch auf der Flucht. Laut Staatsanwaltschaft könnten sie sich ins Ausland abgesetzt haben. Vermutlich nach Bulgarien, denn alle Tatverdächtigen kommen aus dem osteuropäischen Land. „Die Fahndung läuft allerdings europaweit. Wir kennen die Namen der Flüchtigen“, betont Baumert.

Warum wurde die Öffentlichkeit nicht informiert?

Erst Anfragen verschiedener Medienvertreter brachten die Staatsanwaltschaft in Erklärungsnot. „Aus Gründen des Opferschutzes sind wir bisher nicht an die Presse getreten. Das Mädchen ist schwer traumatisiert“, heißt es vonseiten der Staatsanwaltschaft.

Besteht die Gefahr, dass die beiden Flüchtigen noch mal straffällig werden? „Da ein Großteil der Gruppe in Haft ist, gehen wir nicht davon aus, dass sie noch mal losziehen, um Straftaten zu begehen. Das hielten wir für nicht sehr wahrscheinlich“, erklärt der Staatsanwalt. Darüber hinaus unterstehen die persönlichen Angaben der Beschuldigten, ebenso wie die des Opfer, unter Datenschutz.

Eine ausgeschriebene Fahndung wäre somit nicht rechtmäßig gewesen.

 

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