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Rewe in NRW feiert Neueröffnung – an diesen Anblick müssen sich Kunden wohl erst mal gewöhnen

Ein Rewe in NRW geht völlig neue Wege. Für Kunden, die in Zukunft dort einkaufen werden, wird es wohl erst mal gewöhnungsbedürftig sein.

© IMAGO/Sabine Gudath

Rewe: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Rewe Group mit Sitz in Köln ist eine der größten Handelskonzerne Deutschlands. Zu ihr zählen nicht nur die Supermarktkette Rewe. Dazu gehört auch Penny, Toom, Billa in Österreich, DER Touristik Deutschland und Lekkerland.

Ein Rewe-Markt in NRW feiert am 22. Februar eine ganz besondere Neueröffnung. Dann wird es einen von vier bundesweiten Rewe-Standorten mit einer brandneuen Technologie geben. Diese könnte das Einkaufserlebnis revolutionieren. An den Anblick werden sich Kunden in Zukunft aber wohl erstmal gewöhnen müssen.

Rewe in NRW mit dieser neuen Technologie

Nach Informationen der „Rheinischen Post“ eröffnet der Rewe in NRW mit der neuen Technologie in Düsseldorf in eine Filiale am Wehrhahn. Von außen soll die Filiale gewöhnlich aussehen, aber im Inneren hängen an der Decke überall Kameras. Warum? Weil es zum Konzept des neuartigen „Pick&Go“-Supermarkts  gehört. Dabei kannst du einfach in den Supermarkt gehen, Lebensmittel nehmen und wieder gehen.

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So funktioniert das Ganze. Kunden werden von 768 Kamera-Augen beim gesamten Einkauf beobachtet und in den Regalen sind Gewichtssensoren montiert. Einfach die Ware nehmen und nach Hause gehen – die Rechnung gibt es hier nicht an der Kasse, sondern per App auf dein Smartphone.

Rewe in NRW: Die Zahl der Mitarbeiter bleibt gleich

Der „Pick&Go“-Rewe in Düsseldorf ist bundesweit der erst vierte Standort. Die neue Technologie, die von der Firma Trigo Vision aus Israel stammt, wurde bisher von Rewe nur in München, Köln und Berlin eingeführt. Die Filiale am Wehrhahn wurde dafür jahrelang umgebaut. Die Verkaufsfläche hat sich dadurch um ca. ein Drittel auf eine Größe von 700 qm vergrößert. Mit 30 ist die Anzahl der Mitarbeiter aber gleich geblieben.

Es ist nach wie vor aber auch möglich, seine Einkäufe ganz normal zu erledigen. Es gibt weiter die handelsüblichen Kassen und Selbstscan-Terminals. Wer aber die neue Technologie nutzen möchte, der muss sich eine spezielle Rewe-App auf seinem Handy installieren. Um sich zu Autorisieren muss man dann jeweils am Ein- und Ausgang einen QR-Code scannen.

Rewe in NRW zum Thema Datenschutz

Das Autorisieren ist notwendig, weil der Dienst erst ab 18 Jahren nutzbar ist. Außerdem kann das System so die technologieaffinen Kunden von den traditionellen Kunden trennen. Der Einkauf wird dann automatisch per App bezahlt, entweder digital per Kreditkarte oder über Bezahldienste wie Paypal, Apple Pay oder Google Pay.

„Die Kameras filmen keine Gesichter und speichern keine persönlichen Merkmale“, sagt Rewe-Sprecher Raimund Esser über das Thema Datenschutz. Es soll nur eine „schematische Darstellung des Knochenbaus, in Ausnahmefällen auch die Farbe der Kleidung“ per Video angefertigt werden. „Ein Profiling findet nicht statt.“


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Offiziell soll die neue „Pick&Go“-Technologie nach Ostern eröffnen. Ab dem 22. März öffnet zwar bereits der reguläre Filial-Betrieb, aber der kassenlose Einkauf per App darf erst mal nur von Mitarbeitern sowie deren Familien und Freunden genutzt werden – als Testphase.