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NRW: Kindergärten schlagen Alarm – dieser Trend macht große Sorgen

Große Sorgen bei Kindergärten in Nordrhein-Westfalen (NRW). Die Kitas schlagen Alarm, weil dieser Trend zu einem Problem wird.

u00a9 IMAGO / Jens Schicke

Landtag NRW: Hier werden die Entscheidungen getroffen

In Düsseldorf liegt das politische Machtzentrum von Nordrhein-Westfalen. Doch seit wann ist das so und wie viele Politiker sitzen eigentlich im Landtag.

Dieser Trend in Nordrhein-Westfalen (NRW) macht große Sorgen! Der Grund dafür sind die Kindertagesstätten.

Diese schlagen jetzt nämlich Alarm. Jeder zehnte der rund 10.700 Kitas in NRW musste im vergangenen Monat wegen Personalmangels ihre Angebote teils drastisch einschränken, wie Familienministerin Josefine Paul (Grüne) im Düsseldorfer Landtag erklärte.

NRW: Kitas schlagen Alarm

So seien fast 1.100 Kindergärten in NRW von Stundenreduzierungen, Gruppenschließungen oder Komplettschließungen betroffen gewesen, erklärte der familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dennis Maelzer, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf.

So reihe sich diese Ausfallserie Monat für Monat aneinander. Und das schon seit langem. „Besserung ist nicht in Sicht.“ Familienministerin Josefine Paul (Grüne) habe „bisher nur halbherzige Maßnahmen ergriffen“. „Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, Krankheitswellen und ein andauernder Fachkräftemangel bringen die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in NRW in eine besonders herausfordernde Lage“.

Mit einem „Sofortprogramm Kita“ ergreife die Landesregierung zusammen mit den Trägern aber bereits erste notwendige Maßnahmen.

Kitas mussten ganz schließen

In dem aktuellen Bericht der NRW-Regierung zufolge gab es im Februar insgesamt 1.659 Meldungen der beiden Landesjugendämter zu Personalunterdeckungen. Davon seien einige der fast 1.100 betroffenen Kitas demnach mehrfach zu Angebotseinschränkungen gezwungen gewesen.

Einige Einrichtungen mussten sogar komplett zu machen (58 Fälle). 837 Mal mussten Gruppen ganz oder teilweise geschlossen werden und in 764 Fällen wurden Betreuungszeiten reduziert.


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„Für die Kinder und ihre Eltern verheißt das nichts Gutes“, stellte Maelzer fest. „Sie stehen immer wieder vor verschlossenen Türen und müssen die Kita ins Büro oder nach Hause verlegen.“ Das sei keine Lösung. „Für alle Beteiligten bedeutet das nur Stress und die Landesregierung schaut weiter zu“, kritisierte der Oppositionspolitiker.