Nach Gewalt-Eskalation vor Essener Shisha-Bar: Ex-Bundespolizist Nick Hein attackiert Polizeiführung – und bietet irre Wette an

Ex-Bundespolizist Nick Hein ist heute Profi-Kampfsportler.
Ex-Bundespolizist Nick Hein ist heute Profi-Kampfsportler.
Foto: imago/Fotoarena

Bielefeld. Elf Jahre arbeitete Nick Hein als Bundespolizist, heute ist er Profi-Kampfsportler – und prominenter Kritiker der deutschen Polizei.

Nun hat sich der MMA-Fighter zur ausgeuferten Polizeikontrolle der Essener Shisha-Bar „Buddy Bar“ geäußert (hier die Details). Dabei übt er erneut harsche Kritik an der mangelnden Ausbildung der Polizisten.

Nick Hein: Polizisten stehen „mit dem Rücken zur Wand“

Der Ex-Polizist ist sich sicher: Die Polizeiausbildung sei „nicht annähernd der Realität auf der Straße gewachsen“. Gewalttäter würden sich in echten Kampfsportarten weiterbilden, dadurch würden die Beamten „mit dem Rücken zur Wand stehen“.

Besonders wütend macht Hein in diesem Zusammenhang das Disziplinarverfahren gegen einen Bielefelder Polizisten. Dem drohen dienstrechtliche Konsequenzen, weil er sich in seiner Freizeit von seinem eigenen Geld in einem Seminar eines freiberuflichen Einsatztrainers weiterbilden wollte.

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Der Polizist hatte erklärt, dass er sich durch die Polizeiausbildung nicht für die Realität auf der Straße gegen kampferprobte oder bewaffnete Täter gewappnet fühle.

Die Bielefelder Polizeipräsidentin Katharina Giere und Polizeisprecher Achim Ridder rechtfertigten das Disziplinarverfahren, da „polizeiliches Einsatztraining ausschließlich im Dienst durchgeführt werden darf und dessen Inhalte nicht an Außenstehende weitervermittelt werden dürfen.“

Nick Hein selbst bietet solche Fortbildungen ebenfalls an und poltert über das Verfahren gegen den Beamten: „Genau hier zeigt sich die eitrige Entzündung vieler Missstände bei der Polizei.“ Hein weiter: „Die Begründung der Bielefelder Polizei lässt einen nur verständnislos den Kopf schütteln.“

Nick Hein bietet Polizei Bielefeld verrückte Wette an

Deshalb bietet er nun eine verrückte Wette an: Er spendet 5000 Euro, wenn Polizeipräsidentin Giere und Polizeisprecher Ridder es schaffen, ihn festzunehmen. „Um zu demonstrieren, wie weltfremd und uninteressiert die Bielefelder Polizeiführung an ihren Beamten offensichtlich ist, die täglich ihren Kopf für uns hinhalten.“

„Und ich will jetzt ja nicht hören, ‚das ist ja Quatsch, du bist ja ausgebildeter Kampfsportler‘. Denn genau das war die Sorge des jungen Polizisten und vieler seiner Kollegen in ganz Deutschland“, erklärt Hein.

Ob die Polizei Bielefeld bereits auf das Wettangebot eingegangen ist, ist nicht bekannt.

 
 

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