Schreckliches Tiersterben: Nach den Fischen verenden jetzt die Vögel in NRW

Eine tote Ente schwimmt im Wasser.
Eine tote Ente schwimmt im Wasser.
Foto: imago

Münster. Es war ein schrecklicher Anblick: Tausende tote Fische schwammen vor einigen Tagen an der Oberfläche des Münsteraner Aasees. Die dauerhafte Hitze hatte dafür gesorgt, dass nicht mehr genug Sauerstoff im Wasser war. Schätzungsweise verendeten 300.000 Tiere.

Jetzt geht das Tiersterben weiter. Wie der WDR berichtet, haben Tierschützer und Helfer rund 40 tote Vögel rund um den See und im Wasser gefunden.

Warum die Tiere starben, ist noch unklar. Untersuchungen beim Veterinär-Untersuchungsamt in Münster laufen. Frühestens in der kommenden Woche sind Ergebnisse zu erwarten. Laut WDR haben Tierschützer jedoch eine Vermutung: Blaualgen könnten die Tiere vergiftet haben.

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Tote Tiere auch in Bochum

Der Aasee ist nicht der einzige NRW-See, der unter Hitze zu leiden hatte. Auch im Bochumer Westpark starben in dem dortigen Gewässer Fische. Sie hatten für einen bestialischen Gestank in der Grünanlage gesorgt, wie Zeugen berichteten.

Besonderes Schauspiel auch in Köln

In Köln bot sich ein ganz besonderes Schauspiel: Im Fühlinger See schwammen Tausende kleine Quallen der Art „Craspedacusta sowerbii“.

Sie ist die einzige ihrer Art, die auf dem europäischen Festland lebt. Alle anderen Quallenarten kommen in Meeresgewässern vor.

Wie der Express berichtet, sind die Quallen ein seltenes Phänomen. In Nordrhein Westfalen seien sie in diesem Jahr bislang nur in dem Kölner See gesichtet worden.

Hitze optimal für die Quallen

Die derzeitige Hitze ist optimal für die Quallen. Sie können sich jahrelang bei kälteren Temperaturen am See-Boden aufhalten. Erwärmt sich das Wasser auf über 25 Grad, beginnen sie mit ihrer Fortpflanzung.

Wie der Sprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, Wilhelm Deitermann gegenüber dem Express erklärt, handele es sich derzeit nur um ein „kurzfristig auftretendes Fortpflanzungsstadium.“ (göt)

 
 

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