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Neonazi (32) in Mönchengladbach mit Stichverletzungen tot aufgefunden – es war Suizid

Neonazi (32) in Mönchengladbach mit Stichverletzungen tot aufgefunden – es war Suizid

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Die Leiche wurde von einem Fußgänger an der Abteistraße gefunden. Foto: dpa

Mönchengladbach. 

Der Tote, den ein Fußgänger am frühen Mittwochabend in Mönchengladbach mit zahlreichen Stichverletzungen an einem Treppenaufgang an der Abteistraße gefunden hat, gehörte der rechten Szene an. Das bestätigt eine Sprecherin der Polizei Mönchengladbach auf Nachfrage von DER WESTEN.

Der bekannte 32-jährige Neonazi und Hooligan Marcel K. aus Bremen war eines der bekannten Gesichter der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa). Er meldete auch eine Hogesa-Demo in Dortmund im Oktober 2016 an.

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Neonazi Marcel K. tot in Mönchengladbach gefunden: Rechte Szene plant Trauermarsch

Laut Polizei ist für den heutigen Donnerstag um 18 Uhr ein Trauermarsch am Fundort der Leiche (Abteiberg) in Mönchengladbach geplant. Wie viele Teilnehmer erwartet werden, ist derzeit noch offen. Angemeldet hat die Versammlung laut Polizei eine Privatperson.

Der Tod eines Menschen wird derweil bereits politisch instrumentalisiert: In sozialen Netzwerken wie Facebook kündigen rechte Szenemitglieder Selbstjustiz an: Sie wollen den „Mörder“ jagen. Andere verspotten indes in Foren linksextremer Gruppen den Tod von Marcel Kuschela.

Es war Selbstmord

Wie die Polizei nun bestätigt, nahm sich Marcel Kuschela selbst mit einem Messer das Leben. Das gehe aus der Obduktion des 32-jährigen hervor. Für den Freitag hat die Polizei eine Pressekonferenz angekündigt. (lin/pen/göt)

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>>Anmerkung der Redaktion

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Das Thema wird öffentlich diskutiert, deshalb haben wir uns in diesem besonderen Fall für die Berichterstattung entschieden.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.