Essen

Hitzewelle 2018 im Live-Blog: +++ Neuer Hitzerekord erwartet +++ Gartenlauben im Ruhrgebiet fangen Feuer

Foto: Feuerwehr Bochum

Essen. Hitze und kein Ende. Seit Wochen wird Deutschland von einer beinahe beispiellosen Hitzewelle heimgesucht. Auch nachts sinken die Temperaturen kaum noch unter 25 Grad, Duisburg hat mit 38 Grad sogar einen Hitzerekord aufgestellt. Ein Ende der Hitzewelle ist aktuell nicht in Sicht. Nach einer leichten Abkühlung am Mittwoch steigen die Temperaturen am Donnerstag schnell wieder auf über 30 Grad an.

Eine Karte die auf Daten des „Helmholtz-Zentrum für Naturforschung“ basiert, zeigt das ganze Ausmaß der Hitzewelle. Darin ist zu sehen, dass kaum eine Region Deutschlands nicht unter einer schweren Dürre leidet. Nordrhein-Westfalen gehört zu den am heftigsten betroffenen Gebieten.

Hitzewelle in Deutschland im Live-Blog

15.46 Uhr: Drückende Hitze und hohe Waldbrandgefahr: Der Sommer 2018 hat Deutschland fest im Griff. Ein Vergleich mit den Vorjahren zeigt, wie stark die letzten Monate vom Mittel abweichen und dass es immer wärmer wird.

>> Hier die vier Grafiken anschauen.

15.13 Uhr: Wieder einmal hat es gebrannt im Ruhrgebiet. Diesmal hat es zwei Gartenlauben in Bochum-Weimar erwischt. Gegen 14.30 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Zu Schaden kam niemand. „Das Gehölz ist ausgetrocknet und brennt wie Zunder“, erklärt Feuerwehrsprecher Frank Hilbig. Durch die anhaltende Dürre fangen zahlreiche Lauben, Felder und Wälder momentan schnell Feuer.

13.58 Uhr: Nun schaltet sich auch die Agrarministerin ein. Julia Klöckner (CDU) warnte im „Heute Journal” (ZDF) vor den schlimmen Folgen der Hitze für die Bauen. Für viele Landwirte gehe es um die „blanke Existenz”. „Von der Ernte lebt eine ganze Familie”, so Klöckner. „Wenn das ein nationales Ausmaß hat”, könne der Bund mit Finanzspritzen aushelfen.

12.30 Uhr: Der Juli war nicht nur gefühlt einer der heißesten und trockensten Monate seit langem: Vier Grad mehr als normal haben die Thermometer des Deutschen Wetterdienstes in NRW gezeigt. So sei in NRW im Mittel nur 30 Prozent des Regens gefallen, der in einem durchschnittlichen Juli vom Himmel falle, sagte DWD-Meteorologin Ines Wiegand am Dienstag. Landesweit lagen die Temperaturen durchschnittlich bei knapp unter 21 Grad - vier Grad mehr als im langjährigen Mittel.

10.30 Uhr: Noch habe die Temperatur ihren Grenzwert von 28 Grad in den Flüssen durch Einleitung von Kühlwasser der Kraftwerke nicht überschritten, teilten die Behörden in NRW mit. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) befürchtet Schäden für Fische und Pflanzen in den Flüssen durch die hohen Temperaturen. Sollte sich die Temperatur erhöhen, müsse die Leistung der Kraftwerke gedrosselt werden.

10.20 Uhr: Der bisher höchste Hitzewert mit 38 Grad wurde in der vergangenen Woche im Duisburg-Baerl gemessen. Doch der heißeste Tag seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1881 wurde in Kitzingen in Bayern gemessen. 40,3 Grad wurden am 5. Juli 2015 und auch am 7. August 2015 dort gemessen.

8.48 Uhr: Am Mittwoch gibt es wohl die heftige Retourkutsche für die große Hitze. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern in NRW. Starke Schauer, Sturmböen und Gewitter sollen über Nordrhein-Westfalen hinwegfegen (hier gibt's alle Einzelheiten).

7.28 Uhr: Wegen einer kaputten Klimaanlage sind mehrere Jugendliche in einem Reisebus auf der Autobahn 1 kollabiert. Die Reisegruppe mit 95 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren war in der Nähe von Wildeshausen (Kreis Oldenburg) unterwegs, als die Klimaanlage des Fahrzeuges ausfiel, wie die Polizei berichtete. Der Bus musste daraufhin auf einem Rastplatz anhalten. Nach Angaben der Polizei hatten etwa 20 Insassen aufgrund der Hitze mit Kreislaufproblemen zu kämpfen.

7.01 Uhr: Die Bochumer Polizei musste am Montag mehrere Teiche mit frischem Wasser versorgen, um ein weiteres Fischsterben zu verhindern. Durch die Einsätze soll das Wasser mit Sauerstoff angereichert werden. Insgesamt füllte die Feuerwehr 350.000 Liter Wasser in verschiedene Teiche.

5.58 Uhr: Am Dienstag legt die Hitzewelle in Deutschland noch einmal zu. Mit bis zu 39 Grad soll der Dienstag der bundesweit heißeste Tag des Jahres werden – in Nordrhein-Westfalen bleibt es mit „nur“ 34 Grad aber wohl etwas kühler. Nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden in Mitteldeutschland die hohen Temperaturen erwartet. Der bisher höchste Wert in diesem Jahr wurde in Duisburg mit 38,0 Grad am 26. Juli gemessen. Das Tief „Juli“ bringt subtropische Luft nach Mitteleuropa und sorgt für die Hitze.

In NRW sind am Dienstag Höchsttemperaturen zwischen 30 und 34 Grad sowie viel Sonne zu erwarten. In den Regionen Köln und Duisburg wird es nach der Vorhersage des DWD dabei am wärmsten. (fel/dpa)

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