Großbrand in Erkrath (NRW): Hat ein 17-Jähriger den Kindergarten angezündet?

In Erkrath brannte ein Kita-Gebäude beinahe vollständig aus.
In Erkrath brannte ein Kita-Gebäude beinahe vollständig aus.
Foto: Polizei Mettmann

Erkrath. Ein Großbrand war Ende Juli an einem Kindergarten in Erkrath (NRW) ausgebrochen. Das Gebäude stand lichterloh in Flammen.

Knapp eine Woche nach dem Großbrand in Erkrath stand die Brandursache fest: Es war womöglich eine Brandstiftung. Jetzt nennt die Polizei in NRW weitere Details: Ein 17-Jähriger hat laut Polizei die Tat gestanden.

Erkrath: Teenager gesteht Brandstiftung

Der Teenager sei bereits in der Vergangenheit wegen Brandstiftungen an Autos aufgefallen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal am Montag. Zudem gebe es Ermittlungen gegen einen Mitbeschuldigten. Weitere Details dazu teilte die Staatsanwaltschaft aber nicht mit.

Der 17-Jährige sei in der vergangenen Woche gefasst und vernommen worden. Gegen ihn hatte bereits ein Haftbefehl wegen eines anderen Tatverdachts bestanden, der jedoch unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden war. Nun sei er aber in Haft, so der Sprecher. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Erkrath: Feuer im Kindergarten ausgebrochen

Bereits auf dem Weg zur Brandstelle in der Kempenerstraße in Erkrath hatten die Feuerwehrkräfte eine starke Rauchentwicklung über dem Stadtteil Kempen wahrgenommen, so die Feuerwehr.

Aus diesem Grund erhöhte der Einsatzleiter noch vor dem Eintreffen an der Gefahrenzone die Alarmstufe und forderte weitere Einsatzkräfte aus Hilden und Mettmann an.

Kita-Brand in Erkrath: Ein Feuerwehrmann verletzt

Wie ein Sprecher der Polizei in Erkrath auf Nachfrage von DER WESTEN mitteilte, wurde ein Feuerwehrmann bei dem Brand leicht verletzt. Er erlitt wegen den heißen Temperaturen einen Schwächeanfall und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Verletzte gab es laut Feuerwehr nicht.

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Feuer in Kindergarten in Erkrath: Gesamter Dachstuhl brannte

Das Feuer weitete sich bereits aus, als die Brandbekämpfer gegen 18.40 Uhr eintrafen. Aus den Fenstern sollen Flammen gestiegen sein, der Dachstuhl des 900 Quadratmeter großen Gebäudes stand ebenfalls in Flammen.

Der Einsatzleiter warnte umgehend die Bevölkerung in drei betroffenen Warnbezirken mit Lautsprecherfahrzeugen, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Auch ein Polizeihubschrauber und eine Drohne waren am Abend im Einsatz. Insgesamt waren 170 Einsatzkräfte vor Ort.

Feuer in Kindergarten: Bürgermeister vor Ort

Sowohl der Bürgermeister als auch die stellvertretene Bürgermeisterin der Stadt machten sich auf den Weg zum Gebäude, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Die Löschung des Feuers dauerte noch bis in die Nacht zu Sonntag um 03.00 Uhr an.

Erst am Montagmorgen war die Brandruine ausreichend abgekühlt, sodass nach der Brandursache ermittelt werden konnte. Das Kriminalkommissariat 11 in Mettmann hat die Ermittlungen aufgenommen.

Brandursache womöglich Brandstiftung

Nachdem die Brandruine durchsucht wurde, fanden die Ermittler die ersten Hinweise. Diese deuteten darauf hin, dass kurz vor dem Brand versucht wurde, in die Kita einzubrechen.

Weitere Hinweise deuten darauf hin, dass es beim Feuer sich um eine vorsätzliche Brandlegung handelte. Die Polizei hat zwei Tatverdächtige im Visier. Die Ermittlungen dazu dauern noch an. (js/jhe/ses mit dpa)

 
 

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