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Flughafen Düsseldorf: Mann platzt wegen Klima-Klebern der Kragen – „Erzeugt Aggression“

Die Proteste der „Letzten Generation“ spalten die Reisenden am Flughafen Düsseldorf. Manchem Reisenden platzt der Kragen.

© David Young/dpa & Alexander Keßel

Letzte Generation Protest Flughafen Duesseldorf

Aktivisten klebten sich am Donnerstag (13. Juli) auf dem Rollfeld des Düsseldorfer Airports fest.

Riesen-Aufregung am Donnerstagmorgen (13. Juli) am Flughafen Düsseldorf. Statt Sommerferien-Vorfreude herrschte am Vormittag bei vielen Urlaubern an diesem Tag Frust und Unsicherheit.

Denn Aktivisten der „Letzten Generation“ verschafften sich in den frühen Morgenstunden Zugang und klebten sich auf dem Rollfeld des Flughafens Düsseldorf fest (mehr hier). Zahlreiche Flüge fielen aus. Reisende strandeten am Terminal. Einige Urlauber ließen ihrem Ärger darüber im Gespräch mit DER WESTEN freien Lauf.

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Flughafen Düsseldorf: „Trifft die Falschen“

„Es trifft die Falschen“, findet Thorsten. Der Weseler wollte eigentlich am Donnerstag für ein Red-Hot-Chilli-Peppers-Konzert von Düsseldorf nach Wien fliegen. Doch der Flug wurde gestrichen. Dass die „Letzte Generation“ sich ein Rollfeld aussucht, dass den Reiseverkehr von Otto Normalverbrauchern beeinflusst, könne er nicht nachvollziehen. „Das erzeugt bei mir mehr Aggression als Verständnis.“ Seiner Ansicht nach sollten sich die Klima-Aktivisten lieber vor Privatjets kleben, statt den wohlverdienten Urlaub von hunderten Menschen zu gefährden.

Ähnlich sieht es eine Reisegruppe, die nach München wollte. Ein älterer Herr in bayrischer Tracht winkt wutschnaubend ab, möchte nicht einen Gedanken an die Klima-Kleber verschwenden. Ein anderer Mann, der nicht namentlich genannt werden möchte, kann die Aktion in dieser Form nicht nachvollziehen: „Ich fürchte, dass die gute Idee dadurch kaputtgemacht wird.“ Matthias aus Iserlohn, dessen Flug nach Teneriffa sich am Morgen verspätet, gibt zu: „Verständnis für die Proteste habe ich schon. Wenn man selber betroffen ist, sieht man es doch etwas anders.“

Sicherheitsrisiko am Flughafen Düsseldorf?

Viele machen sich auch Gedanken darüber, wie es den Aktivisten gelingen konnte, auf das Gelände des Flughafens einzudringen. „Das ist eine Katastrophe“, sagt Kiki (32) aus Düsseldorf. Genau wie viele andere fragt sie sich, wer noch einfach in den Hochsicherheitsbereich eindringen kann, wenn es die Klima-Kleber schon schaffen.


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Die „Letzte Generation“ fordert seit langem ein Tempolimit auf Autobahnen und ein Verbot von Inlandsflügen. Aus Sicht der Klima-Aktivisten ist der Protest gegen die klimaschädlichste Art des Reisens notwendig: „Wir protestieren gegen die Planlosigkeit und den Gesetzesbruch der Regierung in der Klimakrise“, heißt es zur Begründung bei Twitter.