Düsseldorf

Axt-Täter aus Düsseldorf ist Asylbewerber aus dem Kosovo ++ 13-jähriges Mädchen unter den Verletzten

Polizisten sichern den Düsseldorfer Hauptbahnhof.
Polizisten sichern den Düsseldorfer Hauptbahnhof.
Foto: dpa
  • Bei einem Amoklauf am Düsseldorfer Hauptbahnhof wurden neun Menschen mit einer Axt verletzt
  • Die Polizei gab Details der Bluttat in einer Pressekonferenz bekannt
  • Erschreckend: Der Bruder des wohl schizophrenen Tatverdächtigen hat von der Axt gewusst

Düsseldorf. Bei einem Axt-Amoklauf am Düsseldorfer Hauptbahnhof wurden am Donnerstagabend neun Menschen verletzt. Drei der Opfer erlitten lebensgefährliche Kopfwunden.

Bei der Pressekonferenz am Freitagmittag gab die Polizei bekannt, dass auch zwei italienische Touristinnen und ein 13-jähriges Mädchen unter den Opfern waren.

Der mutmaßliche Täter ist ein 36-jähriger Asylbewerber, der 2009 aus dem Kosovo nach Deutschland kam. Nach seiner Bluttat wurde er von Streifenpolizisten der Bundespolizei und von Reisenden verfolgt.

Die Verfolgungsjagd endete mit einem Sprung von einer Brücke

Bei dem Sprung aus mehreren Metern Höhe habe sich der Mann mehrere Knochen gebrochen. Die Einsatzkräfte konnten den schwer verletzten Mann schließlich überwältigen. Unter strenger Bewachung wurde auch der mutmaßliche Täter ins Krankenhaus eingeliefert.

Danach ermittelte die Polizei den Bruder des 36 jährigen Wuppertalers ermitteln. Dieser habe den mutmaßlichen Amokläufer vermisst gemeldet, weil er am Donnerstagabend nicht zu Hause gewesen sei, berichtet die Polizei.

Der Bruder wusste von der Axt

Dem Bruder sei auch bekannt gewesen, dass der Bruder sich eine Axt besorgt hatte, weil er sich verfolgt gefühlt habe. Zwischen dem Kauf der Axt und der Tat lag ein längerer Zeitraum.

In seiner Wohnung sei ein Attest gefunden worden, das ihm eine „paranoide Schizophrenie“ bescheinige, so die Beamten.

Darüber hinaus haben die Ermittler haben keine Hinweise auf religiöse oder terroristische Motive der Axt-Attacke am Düsseldorfer Bahnhof gefunden.

Bis zu 500 Polizeibeamte seien im Einsatz gewesen.

(dpa/ak)

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