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Wagenknecht: Bündnis mit der AfD? So reagiert sie auf den rechten Flirt

Sahra Wagenknecht gründet eine neue Partei – traut sie sich auch, sich mit der AfD einzulassen? In einer Doku nimmt sie Stellung dazu.

Wagenknecht und die AfD: Ein Bündnis der Zukunft?
© IMAGO / Steinach, IMAGO / Bernd Elmenthaler

Sahra Wagenknecht: Drei irre private Fakten über sie

Sahra Wagenknecht ist immer wieder in den Schlagzeilen. In diesem Video stellen wir dir drei private Fakten über sie vor.

Links und rechts gemeinsam gegen das sogenannte „Establishment“ und die „Altparteien“? Sahra Wagenknecht gründet ihre eigene Partei – aber wie hält sie es mit der AfD? In Teilen vertritt die linkskonservative Politikerin ähnlich populistische Forderungen wie die selbsternannte Alternative für Deutschland.

Ein erster Flirt aus den Reihen der AfD ist schon öffentlich geworden. In einer ARD-Doku nimmt die Politikerin nun Stellung zu einem möglichen Bündnis mit Rechtsaußen.

Wagenknecht bekommt AfD-Angebot: „Kluge Frau“

„Der Bruch. Sahra Wagenknecht und Die Linke“ heißt die Doku, die das Erste nun am Montagabend ausstrahlen wird. Teilweise wurden die Inhalte der Doku schon von den neuesten Nachrichten eingeholt. Die Ereignisse überschlugen sich regelrecht. Am Montag verkündete Wagenknecht mit neun Getreuen den Austritt bei den Linken und die geplante Gründung einer neuen Partei (mehr dazu auf der Themenseite Wagenknecht-Partei).

In der Dokumentation geht es auch um ein unmoralisches Angebot von AfD-Frontman Björn Höcke. Der hatte Wagenknecht schon im Februar eine enge Zusammenarbeit vorgeschlagen. Kurz vor der von ihr und Alice Schwarzer organisierten Demo gegen Waffenlieferungen an die Ukraine wollte er sie zur AfD locken. Wagenknecht habe „was die Friedenspolitik angeht, die richtige Position gefunden“. Sie sei eine „kluge Frau“, umschmeichelte Höcke die Politikerin – und schlug ihr offen vor: „Kommen Sie zu uns!“

+++ Auch interessant: Wagenknecht-Partei: Was bedeutet eigentlich BSW? Und kann man schon beitreten? +++

Klare Abfuhr für Höcke und die AfD

Wagenknecht reagierte nicht öffentlich auf diesen Flirt. In der ARD-Doku zeigt sie nun aber Höcke und der AfD die kalte Schulter. „Warum tun wir dem Mann den Gefallen, ihn für so wichtig zu halten?“, wundert sich Wagenknecht. „Ich halte den Mann für einen Rechtsextremen und ich will mit dem nichts zu tun haben.“ Sie werde sich aber nicht für „Beifall von der falschen Seite“ entschuldigen. Das sei „doch absurd“.


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Eine eindeutige Abfuhr von Wagenknecht gibt es auch für die gesamte AfD. Sie wolle nicht, dass diese Partei stärker wird. Es sei darum wichtig, den Menschen, die nun AfD wählen, „ein seriöses Angebot“ zu machen. Das seien Leute, die sich von den anderen Parteien „im Stich gelassen“ fühlen.

„Selbstverständlich“ keine gemeinsame Sache mit der AfD

Ebenso klar äußert sich Wagenknecht auch in der Bundespressekonferenz, als sie am Montag (23. Oktober) den Verein BSW („Bündnis Sahra Wagenknecht“) vorstellt. Eine gemeinsame Sache mit der AfD werde es „selbstverständlich“ nicht geben. Ihre neue Partei wolle alle Menschen abholen, die aktuell „aus Wut und Verzweiflung“ AfD wählen, aber nicht rechts eingestellt sind.

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