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Trump würde Länder bei neuem Putin-Angriff in Stich lassen – „Würde Russland sogar ermutigen“

US-Präsidentschaftskandidat Trump plaudert aus, dass er einige Länder bei einem erneuten Putin-Krieg nicht beschützen würde.

© IMAGO / ITAR-TASS; IMAGO / USA TODAY Network

Videografik: Der lange Weg ins Weiße Haus

Der Weg ins Weiße Haus ist lang und steinig. Zunächst bestimmen Demokraten und Republikaner in Vorwahlen ihre Kandidaten - entweder bei sogenannten Caucuses oder Primaries. Die meisten Vorwahlen finden am Super-Dienstag statt. Darauf folgen die Nominierungsparteitage. Die eigentliche Präsidentenwahl findet im November statt.

Donald Trump bahnt sich wieder seinen Weg zum republikanischen Spitzenkandidaten. Und das, obwohl er immer wieder skandalöse Aussagen von sich lässt. Auch diesmal nahm er wieder kein Blatt vor dem Mund.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat South Carolina plaudert Trump aus, dass er einige Länder bei einem erneuten Putin-Krieg nicht beschützen würde. Ganz im Gegenteil.

++ Dazu interessant: „Gott hat Trump gemacht“: Ex-Präsident sieht sich als Auserwählter Gottes ++

Trump „würde Russland ermutigen“

Seit fast zwei Jahren läuft der russische Angriff auf die Ukraine durch Wladimir Putin. Ein weiterer Krieg durch ihn lässt sich auch in den kommenden Jahren nicht ausschließen, wie Experten warnen. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump würde Nato-Partnern in dem Fall sogar keinen Schutz gewähren, wenn die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen.

Der „Präsident eines großen Landes“ habe ihn einmal gefragt, ob die USA dieses Land auch dann noch vor Russland beschützen würden, wenn es die Verteidigungsausgaben nicht zahle, sagte Trump. Er habe ihm klargemacht: „Nein, ich würde Euch nicht beschützen.“

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Dann setzt er sogar noch einen drauf. Er würde Russland „sogar dazu ermutigen, zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen“. Unklar ist dabei aber, ob es jemals so ein Gespräch zwischen Trump und einem Staatschef gegeben hat. Denn der Ex-Präsident sagte auch: „Nehmen wir an, das ist passiert.“

Vorhaben „gefährdet nationale Sicherheit“

Das Weiße Haus von US-Präsident Joe Biden reagierte umgehend. „Angriffe eines mörderischen Regimes auf unsere engsten Alliierten zu ermutigen, ist ungeheuerlich und vollkommen verrückt“, erklärte ein Biden-Sprecher. „Es gefährdet die nationale Sicherheit Amerikas, die globale Stabilität und unsere Wirtschaft im Inland.“


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Alleine im aktuellen Fall der Ukraine wäre es fatal, wenn Trump als (erneuter) US-Präsident die Hilfe streicht. Erst bei seinem Besuch in Washington machte Bundeskanzler Scholz klar: Damit die Ukraine in der Lage sein wird, das eigene Land zu verteidigen, „ist die Unterstützung aus den Vereinigten Staaten unverzichtbar“. (mit dpa)