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Russland: Juden-Hasser stürmen Flughafen – Pilot macht dramatische Ansage

Russland: Ein antisemitischer Mob in Dagestan stürmt wegen der Ankunft einer israelischen Maschine den Flughafen.

Russland: Ein antisemitischer Mob in Dagestan stürmt wegen der Ankunft einer israelischen Maschine den Flughafen.
© IMAGO/ITAR-TASS

Scholz in Israel: Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei seinem Besuch in Israel betont, dass Antisemitismus "in Deutschland keinen Platz" habe. "Jüdisches Leben in Deutschland ist ein Geschenk", sagte der Kanzler nach einem Gespräch mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in Tel Aviv.

Dramatische Szenen am Flughafen: Ein antisemitischer Mob macht in der russischen Republik Dagestan Jagd auf Juden.

In der mehrheitlich muslimischen Stadt Machatschkala in Russland brach am Sonntag (29. Oktober) wegen der Nachricht von der Ankunft eines Flugzeugs aus Israel Chaos aus. Eine aufgebrachte Menschenmenge nahm den örtlichen Flughafen ins Visier. Männer durchbrachen Zäune, stürmten auf das Dach des Flughafens und auf das Rollfeld. Der Flughafen musste als Konsequenz vorübergehend seine Tore schließen.

Dass sich der Hass auf Juden mehrt, zeigen Beiträge in den Sozialen Netzwerken und im Online-Dienst Telegram.

Russland: Juden-Hasser stürmen Flughafen

Videos aus den sozialen Medien zeigten die dramatischen Szenen, als eine Gruppe Menschen das Flughafengelände stürmte und sich schließlich Zugang zum Rollfeld verschaffte. „Allahu akbar“ (Gott ist groß) hallte es mehrmals aus der Menge, während einige Männer palästinensische Fahnen schwenkten. Die Gruppe soll mutmaßlich gezielt nach israelischen Staatsbürgern gesucht haben, nachdem ein Flug aus Tel Aviv gelandet war.

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Weiter wurde in einem Video festgehalten, dass Passagiere bereits begonnen hatten, das Flugzeug zu verlassen, als ein Flughafenmitarbeiter sie aufforderte, schnell wieder an Bord zu gehen. Der Pilot machte eine dramatische Ansage: „Bleiben sie am Bord. Machen Sie die Türen nicht auf. Es ist wütender Mob draußen.“ Weiter mahnte er: „Wir könnten auch was abbekommen.“

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Strafverfahren wurden eingeleitet

Die Lage in Machatschkala, der Hauptstadt Dagestans, soll mehreren russischen Medienberichten zufolge durch Sicherheitskräfte entschärft werden.


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Die örtlichen Behörden haben bereits Strafverfahren eingeleitet, bei denen den Beteiligten Haftstrafen von bis zu fünfzehn Jahren drohen. Interessanterweise wollten viele der Passagiere, wie das regierungskritische russische Nachrichtenportal Medusa berichtete, lediglich in Machatschkala umsteigen, um ihren Flug nach Moskau fortzusetzen.