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„Letzte Generation“ knickt ein – Autofahrer-Verband zufrieden: „Sektenhaft“

„Letzte Generation“ ändert Strategie: Die Aktivisten wollen sich nicht mehr auf die Straße kleben. Ein Automobilclub ist zufrieden.

© IMAGO / Andreas Stroh, Fotomontage

Letzte Generation: Was ihre Ziele sind und wer dahinter steckt

Das Festkleben auf Straßen, beschädigte Luxusläden oder ein beschmiertes Brandenburger Tor. Von den Aktionen der "Letzten Generation" hat sicher jeder schon einmal gehört. Doch wer sind die Leute dahinter und was sind ihre Ziele?

Die Klimakleber geben auf: Die „Letzte Generation“ hat angekündigt, dass es keine Straßenblockaden mehr wie bisher geben wird. In der Mehrheit der Bevölkerung kam diese Art des Klimaprotestes schlecht an. Zuletzt stellten die Landwirte mit ihren Traktoren die Klimaaktivisten noch in den Schatten.

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Haben die Autofahrer nun also gewonnen? Der Automobilclub von Deutschland (AvD) zeigt sich jedenfalls zufrieden über die Ankündigung der „Letzten Generation“.

„Letzte Generation“ will keine Straßen mehr blockieren

Auf Anfrage unserer Redaktion begrüßt der AvD die Entscheidung: „Offenbar hat die Gruppe erkannt, dass ihren Positionen mehr gedient ist, von der Öffentlichkeit mit Argumenten wahrgenommen zu werden, statt mit bewussten Übertretungen von Rechtnormen und bisweilen mit der bewussten Gefährdung von Menschenleben.“

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Dennoch ist der Automobilclub mit rund 1,4 Millionen Mitgliedern skeptisch, ob man nun mit der „Letzten Generation“ in einen Dialog treten kann. Das Auftreten der Aktivisten wirke auf den Verband „sektenhaft und totalitär“. Man zweifelt an, ob diese Gruppe künftig die Rechtsordnung akzeptieren will.

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Automobilclub zweifelt an Dialogfähigkeit der Aktivisten

Der Automobilclub sieht in dem Strategiewechsel der „Letzten Generation“ daher auch kein grundsätzliches Einlenken.


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Man habe „bislang nicht erkennen können, dass die Gruppe in ihrer grundsätzlichen Radikalität offen für einen Dialog mit uns wäre“, heißt es in dem Statement.