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Karl Lauterbach verliert die Beherrschung, als sich ein SPD-Genosse an ihm rächt

Karl Lauterbach: Vom Corona-Mahner zum Gesundheitsminister

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist er einer der bekanntesten Politiker Deutschlands. Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Seit sich das Coronavirus immer breiter in Deutschland ausgebreitet hat, war Lauterbach Dauergast in den Talkshows von ARD und ZDF. Wir stellen dir den SPD-Politiker vor.

Freund, Feind, Parteifreund.

Für die ARD-Doku „Konfrontation“ begleitete Journalist Markus Feldenkirchen über mehrere Monate den Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Dabei traf er auch auf einen alten Widersacher des Politikers.

Als Karl Lauterbach die Aussagen seines SPD-Genossen hört, verliert er kurz die Beherrschung.

Karl Lauterbach verliert die Fassung, als SPD-Genosse über ihn lästert

In der ARD-Doku schaut sich Karl Lauterbach zusammen mit Feldenkirchen die gedrehten Aufnahmen an. Immer, wenn er Einspruch erheben will, kann er auf einen Buzzer drücken. Von dieser Gelegenheit macht der Bundesminister gleich zweimal gebraucht, als ein SPD-Mann aus seiner rheinischen Heimat zu Wort kommt.

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Mehr über Karl Lauterbach:

  • Der 59-Jährige ist seit Dezember 2021 Bundesgesundheitsminister.
  • Der Mediziner ist Professor für Gesundheitsökonomie an der Universität zu Köln.
  • Seit 2005 sitzt der SPD-Politiker im Bundestag.
  • Lauterbach war früher CDU-Mitglied.
  • Früher war eine Fliege sein modisches Markenzeichen.

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Es handelt sich um Jens Singer, der 2005 Lauterbachs Gegenkandidat bei der parteiinternen SPD-Aufstellung für das Direktmandat im Wahlkreis Leverkusen-Köln IV war. Damals verlor er mit 33 zu 65 Delegiertenstimmen die SPD-Abstimmung recht klar, jetzt gab es die Gelegenheit, sich zu rächen. Der Kölner Büttenredner, bekannt als „Schofför der Kanzlerin“, packte über Lauterbach aus.

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Kölner SPD-Mann zieht über Karl Lauterbach her: „Kein Kumpeltyp“

Vom Prinzip her sei es eine „wunderbare Geschichte“, dass Lauterbach als Seiteneinsteiger in den Bundestag bekommen sei. Jedoch habe er als Wissenschaftler das Problem, „dass eine Partei doch anders funktioniert als eine Hochschule“. Die Sozialdemokratie sei immer auch ein Verein und mit der Geselligkeit habe der Professor immer gefremdelt. „Er ist halt kein Kumpeltyp. Wir sagen ja immer: Das Wichtigste an der Ortsvereinsversammlung ist das Bier danach. Und da ist Karl nicht dabei!“, so Singer.

Als Feldenkirchen dann wissen will, ob Lauterbach ein Teamplayer sei, muss der rheinische SPD-Mann nur höhnisch lachen: „Mir fallen viele Sachen ein zum Karl, aber das glaube ich eher nicht, nein.“

Hier reicht es Karl Lauterbach, als er im Studio die Aufnahme sieht. Er drückt auf den Buzzer und kontert: „Naja, wenn man den Kollegen so reden hört, dann kann man sich fragen, wieso hat er denn dann gegen mich verloren?“ Er habe selbstverständlich ein Team gehabt, denn ohne solche Unterstützer werde man nichts. Dann verpasst Lauterbach Singer noch einen Seitenhieb: Dieser habe die Niederlage „offensichtlich noch nicht verschmerzt, Jahre später…“

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Karl Lauterbach knallt empört direkt wieder auf den Buzzer

Danach wird die Aufnahme des Gesprächs zwischen Feldenkirchen und Singer weiter abgespielt. Singer sagt, er vermute, dass die meisten Politiker immer ein Stück weit „Ich-AG“ seien, doch bei Karl Lauterbach sei das „extrem ausgeprägt“. Jetzt donnert Lauterbach wieder auf den Buzzer, offenbar regelrecht empört über diese Aussage. „Unglaublich!“, ärgert sich der Bundesminister über seinen Genossen.

Doch dann fängt er sich schnell wieder: „Naja, es spricht für sich. Machen wir einfach weiter. Das ist es nicht wert, das ist es nicht wert…“

Die Szene kannst du in der Dokumentation hier in der ARD-Mediathek sehen.