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Karl Lauterbach zeigt sein Impfzertifikat: Das hätte er besser nicht getan

Karl Lauterbach: Vom Corona-Mahner zum Gesundheitsminister

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist er einer der bekanntesten Politiker Deutschlands. Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Seit sich das Coronavirus immer breiter in Deutschland ausgebreitet hat, war Lauterbach Dauergast in den Talkshows von ARD und ZDF. Wir stellen dir den SPD-Politiker vor.

Karl Lauterbach (SPD) wird sich in Zukunft sicherlich zwei Mal überlegen, ob er sein Impfzertifikat öffentlich zeigen wird.

Auf der jüngsten Pressekonferenz hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sein Handy in die Kameras gehalten und dabei auch sein digitales Impfzertifikat gezeigt. Hat der Gesundheitsminister etwa über seinen Impfstatus gelogen?

Karl Lauterbach zeigt seinen Impfpass

Immer wieder hat Karl Lauterbach öffentlich betont, dass er bereits vier Mal geimpft sei. Wann der SPD-Politiker seine Auffrischungsimpfung erhalten hat, ist dagegen nicht bekannt.

Am Freitag (12. August) zeigte der Bundesgesundheitsminister seinen digitalen Impfpass inklusive QR-Code in die Kamera. Zu sehen ist sein Zertifikat, das sich per CovPassCheck einfach überprüfen lässt.

Laut einer Überprüfung der „Berliner Zeitung“ (BZ) war die letzte digital vermerkte Impfung vor 271 Tagen, also Mitte November 2021.

Karl Lauterbach: Letzte Impfung laut App wohl im November 2021

Es werden also nur drei Impfungen angezeigt. Ein überraschendes Ergebnis, schließlich hatte Lauterbach selbst erklärt, dass er bereits vier Mal geimpft sei. „Ich bin der Stiko-Empfehlung bei der Impfung für unter 60-Jährige nicht gefolgt, sondern habe eine vierte Impfung genommen. Weil ich sehr viele Kontakte habe, das war für mich der ausschlaggebende Grund“, hieß es vom Gesundheitsminister.

Was war da los?

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Auf Twitter reagierte das Bundesgesundheitsministerium auf die Vorwürfe: „Der Bundesgesundheitsminister ist vier Mal geimpft. Die vierte Impfung ist in seiner Corona-Warn-App aber nicht registriert“, heißt es dort.

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Wie dem auch sei. Die Aktion insgesamt war eher unglücklich. So hatten Experten schon bei der Vorstellung des digitalen Impfzertifikates davor gewarnt, es öffentlich zu zeigen oder gar im Netz zu posten. Zudem hatte Lauterbach selbst die App empfohlen. Warum er sie jetzt selbst nur bedingt nutzt, bleibt wohl sein Geheimnis. (oa)