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Karl Lauterbach kassiert Anzeige wegen angeblichem Quarantäne-Verstoß – DAS droht ihm jetzt

Karl Lauterbach: Vom Corona-Mahner zum Gesundheitsminister

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist er einer der bekanntesten Politiker Deutschlands. Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Seit sich das Coronavirus immer breiter in Deutschland ausgebreitet hat, war Lauterbach Dauergast in den Talkshows von ARD und ZDF. Wir stellen dir den SPD-Politiker vor.

Wirbel um Gesundheitsminister Karl Lauterbach! Kritiker werfen dem 59-Jährigen vor, er habe gegen die Quarantäne-Auflagen verstoßen und sei nach Bekanntmachung seiner Corona-Infektion zu früh an die Arbeit zurückgekehrt.

Gleich zwei Anzeigen kassierte Karl Lauterbach deshalb. Doch was droht dem Gesundheitsminister nun im schlimmsten Fall?

Karl Lauterbach soll gegen Quarantäne verstoßen haben – und kassiert Anzeigen

Trotz vierfacher Impfung hatte sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach mit Corona infiziert. Am Donnerstagabend, den 4. August, schlug ein Test an. Lauterbach begab sich daraufhin in Isolation. Nach Meinung von Marcel Luthe, Chef der GG-Gewerkschaft, hat er diese jedoch zu früh beendet. Am Dienstag, den 9. August 2022, hatte Lauterbach der ARD erklärt: „Ganz fit bin ich noch nicht. Ich bin zwar wieder negativ, auch der PCR-Test liegt weit über 30, sodass ich also nicht mehr als ansteckend gelte.“ Am Mittwoch beendete Lauterbach dann die Isolation und besuchte das Kabinett. In den Isolationsregeln des RKI heißt es jedoch: „Wenn Sie die Isolation bereits vor Ablauf von 10 Tagen beenden möchten, müssen Sie für mindestens 48 Stunden ohne Krankheitszeichen geblieben sein.“

Deshalb hat der frühere Abgeordnete laut der „Berliner Zeitung“ wegen Verletzung der Isolationspflicht Anzeige gegen Karl Lauterbach erstattet. Seine Motivation dafür sei die nötige „Gleichbehandlung von Bürgern und dem Gesundheitsminister“, wie er dem Blatt mitteilte. Seine Gewerkschaft vertrete „dutzende Menschen, denen gleichartige Verstöße vorgeworfen und die dafür bestraft werden sollen“.

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Und Luthe ist nicht der Einzige, der möchte, dass Lauterbach zur Rechenschaft gezogen wird. Auch die Berliner AfD-Politikerin Eva-Marie Doerfler hat Anzeige erstattet. Kritik kommt auch aus den Reihen der CDU/CSU. „Quarantäneregeln gelten auch für Minister – gerade für den Bundesgesundheitsminister. Er hat eine Vorbildfunktion, die besonderes Feingefühl erfordert. Unabhängig davon wird zu diskutieren sein, wie sinnvoll die Quarantäne-Regelungen noch sind“, so Tino Sorge, Jurist und gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion.

Lauterbach verteidigt sich – Isolation nicht zu früh beendet

Lauterbach wiederum verteidigt sich gegen den Vorwurf, seine Corona-Isolation zu früh beendet zu haben. Er habe aber keine Symptome mehr gehabt, keine Hals- oder Kopfschmerzen, sondern sei einfach noch nicht fit gewesen, sagte Lauterbach dem „Spiegel“. Er sei 48 Stunden, bevor er die Isolation beendet habe, negativ getestet gewesen – und zwar gleich dreimal.

„Es wird vollkommen zu Recht gefragt, ob ich gegen Isolationsregeln verstoßen habe. Denn wer das tut, gefährdet seine Mitmenschen“, erklärte er weiter. „An der Isolationsregel müssen wir festhalten“, sagte Lauterbach. Sonst gingen Menschen mit Symptomen ins Büro, und Arbeitgeber könnten entsprechend Druck auf ihre Angestellten ausüben. „Das können wir nicht wollen.“

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Gegen Quarantäne verstoßen? Das droht Karl Lauterbach im schlimmsten Fall

Was Karl Lauterbach nun droht, sollten sich die Vorwürfe bestätigen, verrät ein Blick in den Bußgeld-Katalog Berlins. Laut „Berliner Morgenpost“ wird ein Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung durch vorzeitiges Verlassen der häuslichen Quarantäne mit mindestens 1000 Euro, höchstens 5000 Euro geahndet. Wie hoch die Strafe bei Verstoß tatsächlich ausfällt, entscheidet die jeweils zuständige Behörde. (alp)

Erst kürzlich hatte es Corona-Wirbel um den Gesundheitsminister gegeben. Karl Lauterbach hatte sein Impfzertifikat vorgezeigt und dabei versehentlich DIESE Information preisgegeben >>>