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Bayern-Wahl: CSU zusammen mit Freien Wählern – aber ohne Aiwanger?

Es dürfte nach der Bayern-Wahl wohl eine Fortsetzung der Koalition von CSU und Freie Wähler geben. Doch ohne Hubert Aiwanger?

Söder und Aiwanger
© IMAGO/Sammy Minkoff

Zwei Wochen vor Bayern-Wahl: Kampf um Platz zwei

Am 8. Oktober wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf Rennen um Platz zwei ab.

Es regt sich Widerstand in der CSU gegen Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Wird Aiwanger wieder Vize-Ministerpräsident, wenn es nach der Bayern-Wahl zu einer Neuauflage der Koalition zwischen CSU und Freien Wählern kommt?

Wie CSU-Spitzenpolitiker der „Augsburger Allgemeinen“ bestätigten, sei eine Neuauflage nach der Bayern-Wahl der konservativen Regierung bestehend aus CSU und Freie Wähler ohne Aiwanger als Vize-Ministerpräsident eine logische Konsequenz aus der Flugblattaffäre und seinem Umgang damit.

Aiwanger weder in Wirtschaft noch international vermittelbar

Demnach sei der Vorsitzende der Freien Wähler weder in der Wirtschaft noch international als Vertreter des Freistaats weiter vermittelbar. Andere verweisen auf Äußerungen Aiwangers, wonach er einen Wechsel in den Bundestag nicht ausschloss, sollten die Freien Wähler dort 2025 einziehen. Ein CSU-Sprecher wollte sich auf Nachfrage nicht äußern.

Doch wie bewertet das Aiwangers Partei? Sie hält erwartungsgemäß zu ihm. So lässt der Parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler im bayerischen Landtag, Fabian Mehring, keinen Zweifel daran, dass seine Partei zu Aiwanger steht, wie er die „Augsburger Allgmeine“ wissen lässt: „Es steht außer Frage, dass Regierungsparteien über die personelle Besetzung ihrer Spitzenfunktionen jeweils selbst entscheiden.“

Freie Wähler halten fest zu ihrem Chef

Und weiter: „Daran, dass wir Freien Wähler im Zuge dessen Hubert Aiwanger an die Spitze stellen werden, gibt es keinen Funken Zweifel. Zeitgleich würden wir uns unter keinen Umständen anmaßen, unseren Partnern von der CSU hinsichtlich ihrer Personalauswahl dreinzureden.“

Die CSU liegt in allen Umfragen mit weitem Abstand vorne. Markus Söder (CSU) dürfte also Ministerpräsident bleiben. Dabei rutschte die einstig mit absoluter Mehrheit regierende CSU mit 36 Prozent zuletzt noch unter ihr Ergebnis von 2018.



Für die Freien Wähler erwiesen sich die Skandale um Hubert Aiwanger als positiv. So befanden sie sich zeitweise auf einem Höhenflug von bis zu 17 Prozent – dann ging es aber wieder etwas zurück, auf um die 15 Prozent. Die Grünen lagen zuletzt bei 14 bis 16 Prozent, die AfD meist bei 14 Prozent, die SPD bei 9 Prozent. Die FDP (3 bis 4 Prozent) muss um den Wiedereinzug zittern.