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Erdogan: Türkei-Wahl rückt näher – muss er seinen Palast bald räumen?

Im Mai stehen die Türkei-Wahlen an. Laut Umfragen droht Recep Tayyip Erdogan seine Macht zu verlieren. Muss er bald seinen Palast räumen?

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Erdogan: Das ist der Machthaber der Türkei

Recep Tayyip Erdogan ist langjähriger Machthaber in der Türkei. Wir stellen den türkischen Präsidenten vor.

Im Mai stehen die Präsidentschaftswahlen in der Türkei an. Zwar steht Recep Tayyip Erdogan seit langem an der Spitze, doch dieses Mal könnte sich das ändern. Größter Konkurrent von Machthaber Erdogan ist Oppositionsführer Kemal Kılıcdaroglu.

Ihm werden für die Türkei-Wahlen hohe Chancen zugesprochen. Auch die türkischen Umfragen sprechen für Kilicdaroglu. Wie wahrscheinlich ist es also, dass Erdogan dieses Jahr seinen Präsidentenpalast räumen muss?

Erdogan: Wahlklatsche für Türkei-Präsidenten?

Am 14. Mai wählt die Türkei ihren Präsidenten. Vor allem entscheidet es sich dann, ob der bisherige Präsident Erdogan an der Macht bleibt oder durch den Oppositionsführer Kilicdaroglu abgelöst wird. Schon bei den Bürgermeisterwahlen in Istanbul und Ankara gab es für Erdogans AKP gegen Kilicdaroglus CHP eine herbe Klatsche.

Viele wollen ihn aus dem Amt haben, da unter seiner Macht die Presse- und Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt ist. Aber auch die Wirtschaft leidet unter Erdogans Politik. Mit einer Inflationsrate zwischen 50 und 60 Prozent kämpft die Bevölkerung mit hohen Miet- und Lebensmittelpreisen. Nach den schweren Erdbeben in der Türkei wurde Erdogan zudem vorgeworfen, dass er zu spät und zu wenig gehandelt habe, wie der YouTube-Kanal „MrWissen2go“ berichtet.

Erdogan: Sein Kontrahent will alles ändern

Kilicdaroglu ist seit 2010 der Oppositionsführer der Republikanischen Volkspartei, die „Cumhuriyet Halk Partisi“ (CHP). Neben seiner Partei setzen fünf weitere auf ihn als Spitzenkandidaten. In Umfragen liegt er bereits vor Erdogan.


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Sollte Kemal Kilicdaroglu an die Macht kommen, will er für die Türkei mehr Gerechtigkeit, Demokratie und eine stärkere Wirtschaft. Dafür steht bereits ein Zwölf-Punkte-Plan. Auch strebt er für die Türkei an, Mitglied in der EU zu werden. Ob ihm ein neuer Türkei-Kurs gelingt, zeigt sich nach den Wahlen am 14. Mai.