Corona: Altmaier macht Hoffnung auf Sommerurlaub in Deutschland ++ EU verlängert Vertrag mit AstraZeneca nicht

Karl Lauterbach: Das ist der Corona-Mahner

Karl Lauterbach: Das ist der Corona-Mahner

Seit der Corona-Pandemie ist Karl Lauterbach Dauergast in den Talkshows von ARD und ZDF. Wir stellen den SPD-Politiker vor.

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Die Corona-Inzidenz sinkt, Kanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Spahn zeigen sich optimistisch.

In wenigen Tagen schon wird ein Drittel der Menschen in Deutschland eine Erstimpfung gegen Corona erhalten haben. Um das Impftempo weiter zu beschleunigen, wird AstraZeneca nun für alle freigegeben. Doch es gibt Widerspruch und Empörung über die Entscheidung von Jens Spahn.

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Aktuelle Corona-Zahlen aus Deutschland (Stand 9. Mai)

  • 7-Tage-Inzidenz: 118,6
  • Neue Corona-Fälle: 12.656
  • Neue Covid-19-Todesfälle: 127
  • Todesfälle insgesamt: 84.775
  • Corona-Patienten auf Intensivstationen: 4.597
  • Quote der Erstimpfungen: 32,3% (am 8. Mai)

>> Quellen: RKI, Intensivregister.de

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News-Blog: Die Corona-Lage in Deutschland

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Sonntag, 9. Mai

22 Uhr: Altmaier hält Sommerurlaub in Deutschland für möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geht davon aus, dass Hotels und Pensionen in Deutschland im Sommer wieder Gäste empfangen können.

Er gehe auch davon aus, „dass wir in den nächsten Tagen und Wochen in vielen Landkreisen Öffnungen sehen werden – auch bei der Außengastronomie“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD bei „Bericht aus Berlin“.

Bund Länder sollen sich gemeinsam darauf verständigen, „dass wir Schritt für Schritt Öffnungen machen – und zwar so, dass im Sommer auch Urlaub in Deutschland möglich ist“, betonte der Minister. „Wenn sich alle Mühe geben und vorsichtig sind bei den nächsten Öffnungen, werden wir erleben, dass Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen öffnen und die Menschen hier in Deutschland Urlaub machen können.“

14.06 Uhr: EU verlängert Vertrag mit AstraZeneca nicht

Die EU wird Impfstoff-Lieferverträge mit Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängern, wie Binnenmarktkommissar Thierry Breton bekannt gegeben hat. Die EU-Kommission befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem Unternehmen wegen Lieferverzögerungen.

11.10 Uhr: Hälfte der Bundesländer mit Inzidenzwert unter 100

- Die Hälfte der Bundesländer liegt in der Corona-Pandemie mittlerweile unter der politisch maßgeblichen Inzidenzschwelle von 100. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagmorgen hervor. Demnach sah es in Schleswig-Holstein mit 50,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche besonders gut aus. Auch in Hamburg (76,1), Niedersachsen (83,4), Mecklenburg-Vorpommern (88,2) und Brandenburg (89,1) sind die Werte deutlich unter der 100er Marke. Etwas knapper ist es in Rheinland-Pfalz (96,7), Bremen (99,2) und Berlin (99,6). Schlusslichter sind Sachsen (172,8) und Thüringen (180,0).

07.51 Uhr: Bericht: Mehr häusliche Gewalt in der Corona-Krise

Die Zahl der Opfer von häuslicher Gewalt durch den Partner oder Ex-Partner ist in Deutschland während der Corona-Krise deutlich gestiegen. Wie eine Umfrage der „Welt am Sonntag“ („Wams“) bei Innenministerien und Landeskriminalämtern in den 16 Bundesländern ergab, sind im vergangenen Jahr 158 477 Opfer polizeilich registriert worden. Das entspricht einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Zwei Drittel der erfassten Opfer sind Frauen. Die Dunkelziffer dürfte groß sein, weil viele Opfer sich nicht trauen, Anzeige zu erstatten.

07.00 Uhr: Corona-Inzidenz in Deutschland sinkt weiter

n Deutschland sind innerhalb eines Tages 12.656 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 127 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Erreger gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen war um mehr als 3000 Fälle niedriger als am Vortag. Allerdings liegt an Wochenenden die Zahl in der Regel niedriger als im Wochendurchschnitt, weil an den Wochenenden weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden. Am vergangenen Sonntag waren 16.290 Neuinfektionen gemeldet worden - gut 3600 Fälle mehr als an diesem Sonntag.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank weiter auf nunmehr 118,6, nachdem am Vortag ein Wert von 121,5 und am vergangenen Sonntag ein Wert von 146,5 gemeldet worden war.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.520.329. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 84.775. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf mehr als 3,15 Millionen.

Samstag, 8. Mai

18.15 Uhr: Jens Spahn äußert sich zu Corona-Maßnahmen

Die Corona-Maßnahmen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn langfristig aufgehoben werden, auch wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen ungeimpft bleibt. Wenn alle ein Angebot zur Impfung bekommen hätten, sehe er „Zug um Zug die Maßnahmen immer weiter fallen und zurückgehen, bis wir wieder in einem Alltag sind, so wie er vorher war“, so der CDU-Politiker. Wenn jemand sage, für ihn gebe es dieses Virus nicht oder er sehe das anders mit den Risiken, „der kann ja nicht erwarten, dass wir alle dann Maske tragen, um ihn zu schützen“.
Spahn sprach von einer Übergangsphase. Bestimmte Dinge, wie etwa eine Maskenpflicht in engen Räumen oder der U-Bahn, könnten „durchaus noch für den nächsten Winter eine Maßnahme sein“, das würde er weder ausschließen noch jetzt schon ankündigen. „Aber die allermeisten Dinge, die wirklich nerven, die werden wir dann hinter uns lassen können und auch müssen.“ Wenn 10 oder 20 Prozent sagten, sie ließen sich nicht impfen, könne man 80 oder 90 Prozent, die das täten, nicht sagen, „jetzt müsst ihr aber weiterhin auf die aufpassen“.
Es gebe viel Grund zur Zuversicht, sagte Spahn mit Blick auf die Impfungen. Gleichzeitig gehe es weiter um Umsicht und Vorsicht. Die Corona-Zahlen und die Belastung der Intensivstationen seien noch zu hoch.

17.00 Uhr: Urlaub im Sommer? Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich optimistisch

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich optimistisch gezeigt, dass – wie 2020 – auch im Sommer 2021 Urlaub für Ungeimpfte möglich sein wird. Mit einem Blick auf die Inzidenzen in einigen europäischen Ländern, sei sie zuversichtlich, dass man sich leisten könne, was bereits im vergangenen Sommer möglich war. „Von wann an das der Fall ist, das kann ich noch nicht sagen, den Tag benennen“, so die Kanzlerin.

Sie sagte auch: „In Deutschland scheinen wir auch die dritte Welle gebrochen zu haben.“ Dort wo Inzidenzen sinken würden, seien Schrittweise Öffnungen möglich. So hoffentlich auch in ganz Europa. „Selbstverständlich“ gelte die Möglichkeit eines Sommerurlaubs auf für Ungeimpfte. „Runter mit den Inzidenzen, das bedeutet Freiheit für alle Menschen dann. Und dann haben wir noch die zwei Helfer Impfen und Testen dazu. Damit sollten wir besser dastehen.“ Im Bezug auf die digitale Impfbescheinigung seien noch einige inhaltliche Fragen zu klären.

12.00 Uhr: EU kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Biontech-Impfdosen

Der angekündigte EU-Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist unter Dach und Fach. Dies teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstag auf Twitter mit.

07.48 Uhr: Urlaub im Sommer? Spahn optimistisch - auch ohne Impfung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich mit Blick auf einen Sommerurlaub in Europa optimistisch. „Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein. Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können“, sagte Spahn der „Rheinischen Post“ (Samstag). Er selbst plane seinen Urlaub in Deutschland. „In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi.“

07.00 Uhr: Über 15.000 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter

Das Robert-Koch-Institut meldet 15.685 Neuinfektionen mit Corona. Vor einer Woche meldete das RKI 18.935 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 121,5 von 125,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

238 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 84.648. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,5 Millionen Fällen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

7. Mai

18.15 Uhr: WHO erteilt China-Impfstoff das Go! Kommt er auch nach Deutschland?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Freitag dem Corona-Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt. „Damit ist er das sechste Vakzin, das von der WHO auf Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität geprüft wurde“, sagte der Generaldirektor der UN-Gesundheitsbehörde, Tedros Adhanom Ghebreyesus, auf einer Pressekonferenz. Mit Sinopharm erhält die erste chinesische Pharmafirma eine Zulassung der WHO für einen Corona-Impfstoff.

Das Impfstoffexpertenkomitee der WHO empfahl das Vakzin für Menschen ab 18 Jahren. Der Impfstoff wird bereits in 42 Ländern auf der ganzen Welt eingesetzt. Es seien zwei Dosen für den vollen Impfschutz nötig. Die Wirksamkeit gibt SAGE mit 79 Prozent an.

Eine Notfallzulassung durch die WHO ebnet den Weg für Länder auf der ganzen Welt, einen Impfstoff schnell einzusetzen und zu importieren. Das ist insbesondere für Staaten wichtig, die keine eigene, international standardisierte Zulassungsbehörde haben. Für die EU, die USA und andere Länder mit Regulierungsbehörden hat die Notfallzulassung der WHO keine Bedeutung. Sie prüfen Wirkstoffe selbst und entscheiden über eine Zulassung. Aber Länder, die keine Kapazitäten für eigene wissenschaftlichen Prüfungen haben, nutzen die WHO-Qualitätsprüfung als Grundlage für ihre eigene Zulassung. Eine Entscheidung über das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac wird in den nächsten Tagen erwartet. Auch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) leitete in dieser Woche eine Prüfung des Corona-Impfstoffs von Sinovac ein.

China hat nach offiziellen Angaben bereits mehr als 200 Millionen Dosen Impfstoffe im eigenen Land verabreicht, darunter von Sinopharm, Sinovac und andere heimischen Herstellern. Mehr als 100 Millionen Dosen seien ins Ausland geliefert worden. Genannt werden rund 80 Länder und drei internationale Organisationen. Peking machte keine Angaben darüber, ob der Impfstoff gratis oder zu reduzierten Preisen abgegeben wurde.

Wie die meisten Hersteller nennt auch Sinopharm selbst keine Preise. Die werden je nach Mengenabnahme und Empfänger individuell ausgehandelt. Das Gesundheitsportal der renommierten Genfer Universität Graduate Institute nennt in einer Tabelle mit Schätzungen, die auf abgeschlossenen Verträgen basieren, zwischen 18,55 und fast 35,72 Dollar pro Dosis des Impfstoffs von Sinopharm. Damit wäre er teurer als der von Biontech/Pfizer, der in der Tabelle mit 6,75 und 23,50 Dollar (19,50 Euro) angegeben ist.

15.00 Uhr: Erleichterungen für Geimpfte und Genesene ab Sonntag

Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von der Krankheit genesen sind, haben ab Sonntag wieder mehr Freiheiten. Der Bundesrat stimmte am Freitag der entsprechenden Verordnung zu, damit kann sie in Kraft treten. Für die Geimpften und Genesenen entfallen nunmehr Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, sie werden zudem Menschen mit negativem Testergebnis gleichgestellt.

Geimpfte und Genesene brauchen ab Sonntag keinen negativen Test mehr, wenn sie zum Beispiel einkaufen oder zum Friseur gehen oder einen botanischen Garten besuchen. Wer geimpft oder genesen ist, kann sich im privaten Rahmen ohne Einschränkungen treffen. Ausgangsbeschränkungen gelten nicht mehr für geimpfte und genesene Personen. Für sie kann eine Quarantäne auch nur noch in Ausnahmefällen angeordnet werden.

Die Erleichterungen gelten für die Betroffenen 14 Tage nach Erhalt der vollständigen Impfung. Bei drei der vier zugelassenen Vakzine sind dafür zwei Impfungen notwendig. Wer eine Coronavirus-Infektion hinter sich hat, braucht entsprechend einen Genesenennachweis. Die vorherige Infektion muss durch einen PCR-Test nachgewiesen werden, der mindestens 28 Tage sowie höchstens sechs Monate zurückliegt.

14.00 Uhr: Johnson & Johnson nur für Ü60?

Der Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson wird womöglich nur für Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) wolle diese Altersempfehlung am Montag geben, berichtete das Magazin „Spiegel“ am Freitag. Jüngere sollen den Impfstoff demnach aber nach Aufklärung durch einen Arzt weiter nutzen dürfen.

Das Robert Koch-Institut bestätigte dem Magazin, dass am Montag eine Stellungnahme der Stiko erwartet werde. Wie diese aussehen werde, wollte ein Sprecher indes nicht kommentieren.

Ähnlich wie bei Astrazeneca wurden auch beim Impfstoff von Johnson&Johnson in einzelnen Fällen Blutgerinnsel nach einer Impfung beobachtet.

6.40 Uhr: Jens Spahn sorgt mit AstraZeneca-Freigabe für Widerspruch

Am Donnerstag verkündete Gesundheitsminister Jens Spahn, dass der Impfstoff von Astrazeneca für alle, unabhängig vom Alter, freigegeben wird. Impfwillige können dann mit ihrem Hausarzt entscheiden, ob der Impfstoff für sie in Frage kommt. Die Priorisierung mit einer festen Vorrangliste wird für diesen Impfstoff aufgehoben.

Ein Detail dieser Bund-Länder-Entscheidung sorgt jedoch für Empörung im Netz: Die Impfwilligen können zusammen mit den Ärzten selbst festlegen, wann die zweite Impfung erfolgt! „Die Zweitimpfung haben jetzt viele lieber früher, auch mit Blick auf den Sommer – das geht mit Astrazeneca auch innerhalb der Zulassung“, hatte Spahn im WDR gesagt. Astrazeneca-Geimpfte könnten dann schneller von den Lockerungen für vollständig Geimpfte profitieren.

So könnten sie sich bereits nach vier Wochen ein zweites Mal impfen lassen, obwohl die Ständige Impfkommission einen Abstand von 12 Wochen zwischen erster und zweiter Dosis empfiehlt, weil die Wirksamkeit sonst eingeschränkt ist. Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liege laut einem Bericht der europäischen Zulassungsbehörde EMA bei 50,4 Prozent. Bei zwölf und mehr Wochen steige sie auf 72,1 Prozent bis 82,4 Prozent an.

+++ Corona: DAS denken die Deutschen wirklich über die Lockerungen für Genesene und Geimpfte +++

Diese Lockerung bei den Abständen zwischen erster und zweiter Spritze sorgt im Netz für Verwunderung, Widerspruch und Wut. WDR-Moderator Henrik Hübschen fragt über Twitter: „Hab ich das richtig verstanden? Wir verkürzen Impfabstand auf 4 Wochen, um Leuten mit der Aussicht auf Sommerurlaub AstraZeneca schmackhaft zu machen? Ein Impfstoff, der dann schlechter schützt, weil eigentlich 12 Wochen zwischen 1. und 2. Impfung liegen sollen. Genau mein Humor.“

„Danke für nichts", empört sich ein weiterer Twitter-Nutzer. Ob es bei dieser Entscheidung nur darum gehe, dass „ein paar Privilegierte Lust auf Sommerurlaub haben“, fragt er. „Wie schön es wäre wenn wir einen Gesundheitsminister hätten, dem der Schutz von Menschenleben wichtiger wäre als sein Wahlkampf“, postet ein anderer.

+++ Corona in Deutschland: Bundeskabinett beschließt Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene +++

Ein weiterer Kritiker schreibt frustriert auf Twitter: „Herr Spahn glaubt also, ich könne den Besuch im Biergarten nicht abwarten? Wofür hält er mich? Ich will nicht den schnellsten Impfschutz, sondern den bestmöglichen. Wenn der nach 12 Wochen erreicht wird, warte ich so lange. Die Kommunikation rund um AstraZeneca ist zum Verzweifeln.“

Kritik kommt auch von SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Er weist auch darauf hin, dass durch vorzeitige zweite Impfungen die Erstimpfungen verlangsamt werden: „Epidemiologisch wäre ein anderes Vorgehen sinnvoller gewesen. Durch frühe AstraZeneca Zweitimpfung fehlen nötige Erstimpfungen und der endgültige AstraZeneca-Impfschutz sinkt ab, was für Mutationen im Herbst kein Vorteil ist.“

Lauterbach würde es daher „auf keinen Fall empfehlen“, die zweite Impfung nach vier Wochen vorzunehmen, denn erst nach 12 Wochen wirke das Vakzin optimal.