Corona: Endlich wieder Zuschauer in der Bundesliga! FC Bayern empfängt erste Fans

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Die Corona-Inzdenz in Deutschland fällt bundesweit weiter und liegt inzwischen unter 80.

Das RKI gibt jedoch keine Entwarnung für die Situation in Deutschland, auch Kanzlerin Merkel gibt sich noch vorsichtig. Die Impfpriorisierung soll bundesweit am 7. Juni aufgehoben werden. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert, dass bis dahin Risikopatienten geimpft werden sein sollen.

Derweil könnten nach den Corona-Wellen ein böses Grippe-Erwachen folgen!

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Die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland (Stand Mittwoch, 19. Mai)

  • In den letzten 24 Stunden gemeldete Neuinfektionen: 11.040 (vor einer Woche: 14.900)
  • 7-Tage-Inzidenz: 72,8 (Vortag: 79,5)
  • Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden: 284
  • Corona-Tote insgesamt: 86.665

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News-Blog: Corona in Deutschland

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Donnerstag, 20. Mai

6.02 Uhr: FC Bayern empfängt erstmals seit März 2020 wieder Zuschauer

Der FC Bayern München bestreitet sein abschließendes Bundesliga-Spiel am Samstag gegen den FC Augsburg vor 250 Zuschauern. "Es wird unser erstes Heimspiel vor Zuschauern seit dem 8. März 2020", sagt Präsident Herbert Hainer: "Wir sind glücklich über die kurzfristige Möglichkeit, diese Saison wenigstens in einem kleinen Rahmen auf eine Art abschließen zu können, die Hoffnung für die nächste Saison macht."

100 der 250 Karten gehen an Personen aus dem Gesundheitswesen, "die während Corona so hart für unsere Gesellschaft arbeiten", heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Mittwoch, 19. Mai

20.45 Uhr: Experte befürchtet riesige Grippe-Welle, die jetzt auf uns zurollt

Masken, Abstand halten und keine Großveranstaltungen: Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben auch dazu geführt, dass in diesem Winter die Grippesaison stark eingedämmt wurde. Das Robert-Koch-Institut meldet lediglich rund 550 registrierte Influenza-Fälle in der laufenden Saison, davon starben 16 Patienten.

Doch das könnte sich rächen! Andy Pekosz, Professor für Mikrobiologie an der „Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health“ rechnet mit einem bösen Grippe-Erwachen in der kommenden Saison. Auch in den USA gab es nämlich diesen Effekt, deswegen prophezeit der US-Professor eine große Grippe-Welle im nächsten Winter. Die „Anfälligkeit der Bevölkerung für Grippe“ könne zunehmen, so seine These. Die Folge: Eine besonders schwere Saison.

Der Grund für diese These: Es fehlt nun an breiter Immunität! Normalerweile entwickeln Grippe-Erkrankte eine Immunität gegen eine erneute Ansteckung, dieser Schutz fällt nun weg, weil es kaum neue Infektionen gab. „In diesem Jahr wurde nicht wie üblich ein bedeutender Teil der Bevölkerung mit Grippe infiziert und wurde so immun“, prognostiziert Professor Pekosz gegenüber NBC.

Da die Immunsysteme von Kindern und Babys das Virus noch nicht kennen, sind diese Altersgruppen besonders anfällig für Infektionen.

Andererseits gibt es vermutlich auch weniger Virusstämme, die im Umlauf sind. Das könnte sich dann wiederum positiv auswirken, weil der bereits verfügbare Grippe-Impfstoff mehr Wirkung zeigen könnte.

15.30 Uhr: Digitaler Impfpass bringt Hausärzte auf die Palme – „Sind keine Bürgerämter!“

Die niedergelassen Ärzte wehren sich dagegen, dass die Arztpraxen zusätzliche administrative Aufgaben bei der Einführung eines neuen digitalen Corona-Impfpasses „CovPass“ übernehmen sollen. Man sei nur bereit, diese Aufgabe für die Stammpatienten zu übernehmen, nicht für alle sonstigen geimpften Bürger.

„Die Arztpraxen sind keine Bürgerämter“, erklärte Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland. Bei dem digitalen Impfpass auf nationaler und europäischer Ebene handle es sich letztlich um ein Reisedokument, nicht um eine medizinische Akte.

Sowieso verlangt Gassen eine einfache technische Lösung samt Anbindung an die schon existierende Praxissoftware. „Das muss mit ein oder zwei Klicks zu erledigen sein.“

15.20 Uhr: Frauenärzte ärgern sich über Ständige Impfkommission – „Nicht Aufgabe der niedergelassenen Ärzte“

Die Hürden für Corona-Impfungen für Schwangere bleiben nach Einschätzung eines Frauenärzte-Verbandes auch nach einer Anpassung der Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) hoch. „Da die Haftung im Falle eines Zwischenfalls immer noch ungeklärt ist, werden Schwangere nur in Einzelfällen geimpft“, teilte der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, auf dpa-Anfrage mit.

Die Stiko hatte vor rund einer Woche ihre 5. aktualisierte Impfempfehlung vorgelegt. Darin heißt es zunächst unverändert: „Die Stiko empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht.“ Verwiesen wird auf eine begrenzte Datenlage. Vorerkrankten Schwangeren, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 hätten, könne die Impfung „nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung“ angeboten werden.

Neu hinzugefügt hat die Stiko in dem Text, dass auch Schwangere „mit einem erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände“ ein Impfangebot erhalten könnten - also wenn sie ein erhöhtes Risiko haben, dem Virus ausgesetzt zu sein. Es geht um den Einsatz von mRNA-Impfstoffen ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Albring betonte, es könne „nicht Aufgabe der niedergelassenen Ärzte sein, bei all ihren Schwangeren, die fast alle sehr gern und dringend geimpft werden möchten, jetzt dieses Risiko zu beurteilen“. Von der Stiko gebe es keine Vorgaben, „was unter einem solchen erhöhten Expositionsrisiko zu verstehen ist“.

„Eine generelle Empfehlung der Stiko oder auch der einzelnen Bundesländer, so wie es inzwischen in Sachsen geschehen ist, wäre großartig“, so Albring, der niedergelassener Frauenarzt in Hannover ist. Zum aktuellen Vorgehen erklärte er: „Da es keine allgemein gültigen Vorgaben gibt, müssen Frauenärztinnen und Frauenärzte individuell verfahren.“ Die Notwendigkeit der Impfung werde mit Patientinnen besprochen, die zum Beispiel unter Diabetes, Bluthochdruck oder massivem Übergewicht leiden, dann werde gemeinsam entschieden.

13.23 Uhr: EU will Corona-Geimpfte wieder einreisen lassen

- Angesichts großer Impf-Fortschritte in Ländern wie den USA oder Israel will die Europäische Union die Einschränkungen bei der Einreise aus Drittstaaten deutlich lockern. Touristen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, können bald wieder einfacher in den Staatenblock einreisen. Für sie sollen die zu Beginn der Pandemie verhängten Einschränkungen für nicht zwingend notwendige Einreisen nach einer Einigung der EU-Botschafter wegfallen, wie die Deutsche Presse-Agentur von mehreren EU-Diplomaten erfuhr.

Dies solle dann gelten, wenn die EU-Staaten einen Impfnachweis auch für das Reisen innerhalb des Staatenblocks akzeptierten. Die Entscheidung vom Mittwoch muss noch formell von den EU-Staaten bestätigt werden. Parallel dazu arbeitet die EU daran, das Reisen innerhalb Europas mithilfe eines Impfzertifikats einfacher zu machen. Die Verhandlungen zwischen EU-Staaten und Europaparlament am Dienstagabend brachten jedoch kein Ergebnis und gehen am Donnerstag in die nächste Runde.

11.13 Uhr: Indische Mutation weniger ansteckend als befürchtet?

Einem britischen Experten zufolge könnte die indische Mutation weniger ansteckend sein als zunächst befürchtet. Neil Ferguson, Epidemiologe am Imperial College in London, sagte der BBC, sie sei noch immer ansteckender als andere Varianten. Jüngsten Daten zufolge habe die Ansteckung aber etwas abgenommen. Die Impfstoffe würden auch gegen die indische Mutation wirksam sein.

06.36 Uhr: Lauterbauch fordert Corona-Impfangebot für Risikopatienten

Vor dem bundesweiten Ende der Priorisierungen für Impfungen mit dem Coronavirus am 7. Juni fordert der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach einen Fokus auf Risiko- Patienten. „Jetzt kommt es darauf an, die vielen noch nicht Geimpften Risikoträger zu erreichen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Die Priorisierungen sollten bis zu diesem Zeitpunkt unbedingt eingehalten werden.

Ab dem 7. Juni sollen bei Corona-Impfungen die Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf wegfallen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag angekündigt hatte.

06.16 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 72,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden in den vergangenen sieben Tagen bundesweit 72,8 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner nachgewiesen. Am Dienstag hatte der Inzidenzwert noch bei 79,5 gelegen.

Wie das RKI weiter mitteilte, wurden innerhalb eines Tages 11.040 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Dienstag hatte das RKI nur 4209 Neuinfektionen gemeldet, aber zugleich auf eine mögliche Verzerrung der Zahlen wegen des Feiertags am vergangenen Donnerstag und des Brückentags am Freitag hingewiesen. Vor einer Woche waren rund 14.900 Neuinfektionen registriert worden.

Am Mittwoch wurden im Tagesvergleich zudem 284 neue Todesfälle nach Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Damit liegt die Zahl der Corona-Toten in Deutschland mittlerweile bei mindestens 86.665.

Dienstag, 18. Mai

22.50 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel besorgt über indische Mutante

Bei einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag zeigte sich Kanzlerin Angela Merkel laut Angaben von Teilnehmern vorsichtig zuversichtlich. Man sei auf einem guten und hoffnungsfrohen Weg, habe aber „noch nicht das rettende Ufer erreicht“, so die Bundeskanzlerin.

Insbesondere die indische Mutante scheint die Regierungschefin zu besorgen. Je aggressiver aber eine neue Virus-Variante sei, desto mehr Menschen müssten geimpft sein, um eine Herdenimmunität zu bekommen. Die Virus-Mutation in Indien sei ein „Unruheherd“.

17.20 Uhr: Lauterbach warnt vor indischer Variante mindestens 50% ansteckender

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach beschäftigt sich in diesen Tagen weiter mit den neuesten Studien zur indischen Mutante (siehe Update am 17. Mai, 17 Uhr). Langsam werden die Einschätzungen zur indischen Variante B1.617.2 klarer, schreibt der Politiker auf Twitter. „Die Ansteckungsrate im Vergleich zu B117 scheint mindestens 50% höher zu liegen“, meldet Lauterbach. B117 ist die ansteckendere britische Variante, die mittlerweile dominierend ist und den Corona-Wildtyp verdrängte.

Deshalb ist für Lauterbach klar, dass es eine sehr hohe Impfquote von über 85 Prozent im Herbst braucht. Ansonsten werde sich die indische Variante auch hierzulande durchsetzen.

15.45 Uhr: Corona: Schul-Hammer! DIESE Lockerung plant Jens Spahn plötzlich

Überraschender Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn: Der CDU-Politiker will die FFP2-Maskenpflicht in Schulen für Kinder zwischen 6 bis 16 Jahren streichen!

Demnach plant Spahn eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Die „Bild“ zitiert den Minister mit folgender Aussage: „Masken müssen sitzen, damit sie schützen. Da es für Kinder und Jugendliche kaum passende FFP2-Masken gibt, streichen wir für sie im Bundesgesetz die entsprechende Pflicht.“ Stattdessen sollen die Schüler medizinische Gesichtsmasken, also sogenannte OP-Masken, tragen dürfen.

Die „Deutsche Apotheken Zeitung“ berichtet aber noch über andere Hintergründe der möglichen Anpassung. Demnach ist der Verkauf von Kinder-FFP2-Masken eigentlich gar nicht erlaubt, weil es sich dabei um persönliche Schutzausrüstung für den Arbeitsplatz handelt, nicht um Medizinprodukte. Arbeitsschutzprodukte darf es jedoch nicht für Kinder geben. Die Fachzeitung schreibt: „Unter den Eltern sorgt das für Irritationen, die Apotheken bringen die widersinnigen Regelungen in Erklärungsnot.“

13:34 Uhr: Immer mehr Bundesländer lockern weiter

Nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen und dem Neustart an Schulen und Kitas hat Hamburgs rot-grüner Senat weitere Lockerungen bei den Corona-Auflagen auf den Weg gebracht. Unter anderem dürfen am Wochenende unter strengen Auflagen die Außengastronomie und der Einzelhandel wieder öffnen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher am Dienstag im Anschluss an eine Senatssitzung sagte.

Auch in Bayern sollen angesichts sinkender Corona-Zahlen bald wieder größere Veranstaltungen stattfinden dürfen. Bei Kulturveranstlatungen im Freien bis zu 250 Zuschauer - mit Tests, Maske und festem Sitzplatz. Gleiches gilt für Sportveranstaltungen. Ab 1. September sollen zudem auch Messen wieder möglich sein, wie die "Süddeutsche" berichtet. Nach den Pfingstferien soll es zudem in Regionen mit stabiler Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 wieder Präsenzunterricht geben. Auch Freibädern und Fitnessstudios stellte Ministerpräsident Markus Söder eine Öffnung in Aussicht.

11.43 Uhr: Bund und Länder planen neuen Corona-Impfgipfel

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 27. Mai über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen beraten. Dabei soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vom Dienstag unter anderem um das Impfen von Schülern und Studenten, den geplanten digitalen Impfnachweis sowie die Impflogistik im Sommer gehen. Eine offizielle Einladung zu den Beratungen gab es demnach noch nicht. Zuerst hatte der Sender RTL/n-tv über den Termin berichtet. Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten sich zuletzt am 26. April zu einem Impfgipfel getroffen.

9.00 Uhr: Olaf Scholz (SPD) gesteht: DAS war ein großer Fehler – "Macht mich traurig"

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat Fehler im Umgang mit der Corona-Pandemie eingeräumt. So hätte es im vergangenen Jahr bei den europäischen Impfstoffbestellungen „anders laufen müssen“, sagte Scholz am Montagabend im „Polittalk“ des Senders RBB. „Aus meiner Sicht war das ein Fehler“. Er kritisierte auch die Schließung der Schulen im ersten Lockdown 2020.

„Das war eine Entscheidung, die ich sehr schwierig gefunden habe“, sagte Scholz mit Blick auf die Belastungen für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern. Problematisch sei auch der Umgang mit älteren und pflegebedürftigen Menschen in Heimen gewesen. Rückblickend müsse er sagen, dass „die Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen mich nachhaltig traurig macht“.

8.55 Uhr: Inzidenz sinkt erneut! 4200 neue Fälle in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4209 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen von Dienstagmorgen hervor, die den Stand der RKI-Fallzahlenseite von 08.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6125 Ansteckungen gelegen, in dem Datensatz fehlten allerdings die Fallzahlen aus Brandenburg. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 79,5 an (Vortag: 83,1; Vorwoche: 115,4).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 221 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 283 Tote gewesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montagabend bei 0,77 (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 77 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Montag, 17. Mai

17.45 Uhr: Bund und Länder einig – ab 7. Juni keine Impf-Priorisierung mehr

Nun ist es offiziell! Jens Spahn erklärte am Montagnachmittag, dass sich Bund und Länder darauf geeinigt haben, dass es bundesweit ab dem 7. Juni keine Impfpriorisierung mehr geben wird.

Auch Betriebs- und Privatärzte sollen ab 7. Juni routinemäßig in die Impfungkampagne mit eingebunden werden.

+++ Impfpriorisierung: Mega-Wut im Netz wegen Freigabe – „Spahn hat echt nichts verstanden“ +++

17 Uhr: Karl Lauterbach prophezeit, was im Herbst auf uns zu kommt

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) hat sich mit den neuesten Studien und Modellierungen zur Corona-Krise befasst, insbesondere mit Untersuchungen über den möglichen Einfluss die indische Mutation B.1.617.2.

Die positive Nachricht sei: Alle Impfstoffe zeigen eine gute Wirkung gegen die indische Variante. Dagegen sei die südafrikanische Variante dreifach unempfindlicher gegen Impstoffe. Jedoch sei „die schlechte Nachricht“ die hohe Reproduktionsrate der indischen Virus-Mutante.

Lauterbach hofft darauf, dass sich die Daten über die indische Variante B1.617.2 nicht bestätigen, ansonsten „würde sie sich wahrscheinlich weltweit durchsetzen“. Spätestens im Herbst dann auch wir ein Problem.

Deswegen warnt Lauterbach über Twitter: „Will man 5-stellige Todeszahlen im Herbst verhindern, gilt: Die Impfquote bei über 50-Jährigen muss auf über 85 Prozent gehoben werden.“ Der Bundestagsabgeordnete sieht also weiterhin die Gefahr von Tausenden neuen Todesopfern, wenn die Impfquoten in den Risikogruppen nicht extrem hoch sind.

Außerdem geht er davon aus, dass bei „größeren Veranstaltungen und in Innenräumen“ weiterhin sehr viel getestet werden muss. Ein völlig unbeschwerter Konzert- oder Stadionbesuch scheint somit auch im Herbst noch nicht drin zu sein.

16.50 Uhr: Spahn will Impfpriorisierung ab 7. Juni deutschlandweit aufheben

Gesundheitsminister Jens Spahn will bundesweit ab dem 7. Juni die Impfpriorisierung aufheben. Dann können sich alle Impfwilligen ab 16 Jahren bei den Ärzten melden, ohne eine Reihenfolge. Allerdings bedeutet das dann noch nicht, dass es keine Wartezeiten mehr geben wird, sofern noch nicht ausreichend viel Impfstoff zur Verfügung steht.

Einige Bundesländer waren bereits vorgeprescht.

10.45 Uhr: Ärzteverband warnt vor DIESEM Schritt

Die Chefin des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, hat vor der Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen gewarnt. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, „sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren“, sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk. Wer besonders drängele komme dadurch möglicherweise früher zum Zug, als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Schon jetzt fühlten sich viele niedergelassene Ärzte „wie die letzte Mauer“ bei der Impfstoffvergabe. In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen.

Die Impfpriorisierung habe nicht nur die Menschen vorgezogen, die ein Risiko hatten schwer zu erkranken - sondern habe auch Menschen mit einem geringeren Risiko eine Vorstellung davon gegeben, wann sie drankommen, sagte Johna. „Wenn ich jetzt gleichzeitig allen Menschen die Vorstellung gebe, sie könnten drankommen, gleichzeitig aber das Gut so knapp ist, dass das gar nicht möglich ist, führt das doch zu Frustration.“ Mit Blick auf möglicherweise verkürzte Impfabstände, um etwa früher in den Urlaub zu kommen, warnte Johna ein zweites Mal: „Das ist einfach medizinisch nicht sinnvoll und so dürfen wir mit dem knappen Gut nicht umgehen.“

10.30 Uhr: Umfrage zu Impfungen zeigt deutliches Bild

Seit dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland vor fast fünf Monaten ist die Impfbereitschaft deutlich gestiegen. Fast drei Viertel der Deutschen über 18 Jahre wollen sich nach einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nun gegen das Coronavirus immunisieren lassen. 36 Prozent der Befragten haben sich schon mindestens einmal impfen lassen. Weitere 38 Prozent haben vor, das noch zu tun. Zusammen sind das 74 Prozent.

Kurz vor Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden. 19 Prozent lehnten die Immunisierung damals ab, jetzt sind es nur noch 15 Prozent. Der Anteil der Unentschlossenen ist seit Ende Dezember von 16 auf 11 Prozent gesunken.

Die Bundesregierung wirbt dafür, dass sich möglichst viele Menschen in Deutschland immunisieren lassen. Damit soll eine sogenannte Herdenimmunität erreicht werden, die auch diejenigen vor Ansteckung schützt, die nicht geimpft sind. Nach unterschiedlichen Einschätzungen von Forschern ist dafür eine Impfquote zwischen 60 und 80 Prozent notwendig.

10.00 Uhr: GB lockert – trotz indischer Mutation

Trotz Warnungen vor einer Ausbreitung einer sehr ansteckenden Variante des Coronavirus genießen die Menschen in weiten Teilen Großbritanniens wieder deutlich größere Freiheiten. Im größten Landesteil England dürfen sich seit Montag bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalte in geschlossenen Räumen treffen und müssen dabei auch keinen Abstand mehr halten. Im Freien sind sogar Treffen mit bis zu 30 Personen erlaubt. Umarmungen und Küsse zwischen Freunden und Verwandten sind wieder gestattet.

Museen, Zoos, Kinos, Theater und Sportstätten können ebenso öffnen wie Hotels und die Innengastronomie. Pubs und Restaurants dürfen aber nur am Tisch bedienen. Zudem ist Urlaub im Ausland wieder erlaubt. Allerdings ist eine Wiedereinreise nach Großbritannien ohne Quarantäne nur aus wenigen Ländern möglich, aus der EU steht nur Portugal auf dieser „grünen Liste“. Wer aus Deutschland ankommt, muss sich weiterhin zehn Tage selbst isolieren und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen.

Premierminister Boris Johnson rief die Bevölkerung zu einer „hohen Dosis Vorsicht“ auf. Jeder müsse seinen Teil dazu beitragen, dass der Erfolg des jüngsten Lockdowns sowie des Impfprogramms nicht gefährdet werde, sagte der Regierungschef. Wissenschaftler warnten allerdings, die Lockerungen erfolgten in einem „gefährlichen Moment“, da sich die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante in einigen Gegenden rasch ausbreite.

6.45 Uhr: Inzidenz fällt – doch RKI warnt DAVOR

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5412 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6922 Ansteckungen gelegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Allerdings warnt das RKI davor, den Wert zu positiv zu bewerten: Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im Lagebericht des RKI vom Sonntag. „Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“

6.30 Uhr. Ganz Schleswig-Holsten wieder für Tourismus offen!

in paar Tage in der Holsteinischen Schweiz, Strandurlaub an der Ostsee oder ein Wellnesswochenende mit Blick auf das Watt? Schleswig-Holstein steht Touristen aus ganz Deutschland ab Montag wieder offen - nicht wie bisher nur in den vier Modellregionen. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben ein Stück normalisiert. Gefordert sind allerdings neben Hygieneauflagen wie dem Tragen von Schutzmasken in bestimmten Situationen vor allem negative Coronatests vor der Anreise und dann alle drei Tage.

Die Öffnung ist nach Überzeugung der Landesregierung möglich, weil in Schleswig-Holstein die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) stabil unter 100 lag und zuletzt unter 50 gefallen ist.

Lokale dürfen ihre Innenbereiche wieder öffnen. Auch hier müssen Gäste einen negativen Coronatest vorlegen oder nachweisen, dass sie vollständig geimpft sind. Das heißt, die zweite Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen. Getestet sein müssen auch die Mitarbeiter der Lokale, die Kontakt mit den Gästen haben. Große Runden sind aber noch nicht möglich. Innen sind fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch erlaubt, draußen dürfen es zehn Gäste sein.

6.20 Uhr: Lockerungen in zwei EU-Ländern ab heute

Großbritannien und Portugal lockern am Montag ihre Corona-Restriktionen. In den meisten Teilen Großbritanniens dürfen sich die Menschen in geschlossenen Räumen wieder in Gruppen von bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalten treffen. Restaurants und Pubs dürfen ihre Innenräume wieder öffnen, Museen, Kinos und Sportstätten ihren Betrieb aufnehmen. Die Lockerungen treten in Kraft, obwohl im Vereinigten Königreich Sorgen wegen der Ausbreitung der besonders ansteckenden Coronavirus-Variante aus Indien bestehen.

Portugal wiederum lockert seine Einreisebestimmungen für Reisende aus den meisten EU-Staaten. Menschen aus EU-Ländern, in denen die Corona-Infektionsrate bei unter 500 Fällen pro 100.000 Einwohnern im Zeitraum von 14 Tagen liegt, dürfen auch zu „nicht notwendigen“ Zwecken wieder einreisen. Für Einreisende gilt allerdings eine strikte Testpflicht.

DER WESTEN mit dpa