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Corona: Regierung hält an Maskenpflicht fest – SO machen es unsere Nachbarländer

Corona: Regierung hält an Maskenpflicht fest – SO machen es unsere Nachbarländer

© picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde

Mehr als zwei Jahre Corona-Pause: Kinder auf den Philippinen wieder im Klassenzimmer

In kaum einem anderen Land der Erde mussten die Kinder wegen der Corona-Pandemie so lange zuhause unterrichtet werden wie auf den Philippinen - jetzt können Millionen Schülerinnen und Schüler erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder zurück in die Klassenzimmer.

Auch wenn es über die Monate stiller wurde, ist Corona noch nicht ganz vom Tisch. Um sich für den Herbst zu rüsten, brachte das das Kabinett schärfere Corona-Schutzauflagen auf den Weg. Dazu gehört etwa eine FFP2-Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen.

Andere europäische Länder beschäftigt Corona ebenso, nur haben die deutlich andere Lösungen als wir. Hängt Deutschland zu sehr an altmodischen Maßnahmen?

Corona: Deutschlands Maßnahmen im Überblick

Zum Schutz vor einer Corona-Herbstwelle kommt jetzt eine neue, strenge Maskenpflicht auf uns zu. So sollen Geschäfte ab Oktober wieder die Maskenpflicht verhängen dürfen. Auch in Fernzügen und Flugzeugen sollen FFP2-Masken vorgeschrieben sein. Die geplanten Neuerungen basieren auf einem Entwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP).

Doch wieso muss man auf Flügen in Deutschland noch Maske trage? „Ein negativer PCR-Test befreit nicht vom Tragen einer Maske“, stellte die Lufthansa auf Twitter für die eigenen Flüge klar. In Europa empfehlen die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und die Luftsicherheitsagentur EASA dagegen schon länger eine Maskenpflicht in Flughäfen und Flugzeugen nicht mehr.

So gibt es in Frankreich seit mehreren Monaten schon keine Maskenpflicht mehr in Verkehrsmitteln. Auch in Belgien und Polen braucht man in Bus, Bahn und Flugzeug keine Corona-Maske mehr. In Österreich gibt es eine Maskenflicht nur im Wiener ÖPNV.

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Corona: So machen es unsere Nachbarn

Im Nachhbarland Dänemark ist das alles kein Thema mehr – weder Regierung noch Bürger scheinen große Sorge vor dem Herbst. Hier wurde die Maskenpflicht schon lange abgeschrieben. Stattdessen wird auf andere Maßnahmen gesetzt.

Nach Angaben der Welt nutzt die dänische Regierung Tests und die Überwachung des Abwassers als Maßnahmen gegen das Virus. Weiter soll allen dänischen Bürgerinnen und Bürgern ab 50 eine erneute Booster-Impfung ab Oktober angeboten werden. Maßnahmen wie Abstandsregeln oder Einreisebeschränkungen können auch hier je nach Infektionsgeschehen nicht ausgeschlossen werden. Trotzdem baut die Regierung in erster Linie aber auf das gegenseitige Vertrauen zwischen Bürgern und Behörden. (ari)