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Corona: Omikron-Ableger BA.2 alarmiert Forscher – Tierversuche enden besorgniserregend

Karl Lauterbach: Vom Corona-Mahner zum Gesundheitsminister

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist er einer der bekanntesten Politiker Deutschlands. Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Seit sich das Coronavirus immer breiter in Deutschland ausgebreitet hat, war Lauterbach Dauergast in den Talkshows von ARD und ZDF. Wir stellen dir den SPD-Politiker vor.

Laut des aktuellen ARD-Deutschlandstrends halten 67 Prozent der Befragungten Lockerungen der Corona-Beschränkungen bis Ende März für angemessen. Dagegen sehen 27 Prozent die Öffnungen kritisch.

Besonders Anhänger der FDP (72 Prozent) und AfD (83 Prozent) sind für Lockerungen. Nun machen die regierenden Liberalen im Bundestag Druck: Wird der 20. März doch weitaus mehr ein „Freedom Day“ als bislang angenommen?

Derweil gibt es weiter gute Meldungen, was die Omikron-Welle angeht: Der Trend bestätigt sich, dass die Neuinfektionen weiter abnehmen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt beständig.

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Corona in Deutschland (18. Februar 2022)

  • 7-Tage-Inzidenz: 1371,7
  • Neue Corona-Fälle: 220.048
  • Corona-Todesfälle insgesamt: 120.992
  • Anteil der Menschen mit mindestens einer Impfung: 76,2 Prozent
  • Anteil der Menschen mit Booster-Impfung: 55,9 Prozent

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Corona-Newsblog: Höhepunkt der Omikron-Welle offenbar überschritten

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12.40 Uhr: Omikron-Ableger BA.2 alarmiert Forscher – Tierversuche endeten besorgniserregend

Die Omikron-Variante ist harmloser als Delta. Diese Erkenntnis hat sich mittlerweile klar erwiesen. Doch was kommt als nächste Variante! Eine neue Preprint-Studie alarmiert nun Forscher und Mediziner weltweit. Es geht um einen neuen Omikron-Subtyp BA.2.

„Unsere Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Risiko von BA.2 für die globale Gesundheit potenziell höher ist als das von BA.1“, schreibt das Forschungsteam um Akatsuki Saito von der japanische Universität in Myazaki.

Nach dieser Studie soll BA.2 rund 1,4-mal ansteckender sein als BA.1 und sich in der Nasenschleimhaut schneller und leichter an Zellen andocken können. Das besorgniserregendste Ergebnis ergab sich in Tierversuchen!

Demnach führte BA.2 bei Hamstern zu schweren Krankheitsverläufen. Während die Nagetiere bei BA.1 keine Sauerstoff-Sättigungsprobleme hatten, kriegen sie diese im Labortest bei einer Infektion mit BA.2. Hamster wohlgemerkt. Das muss nicht bedeuten, dass es bei Menschen auch so ist, aber es verdeutlich die potenzielle Gefahr. Zumal bei BA.1 die Beobachtungen der Forscher bei Hamstermodellen nahezu deckungsgleich waren zu den späteren Krankheitsverläufen beim Menschen.

Aufgrund dieser Ergebnisse schlagen die japanischen Forscher für BA.2 nun einen eigenen Buchstaben des griechischen Alphabets vor.

In Deutschland nimmt der Anteil der Erkrankten mit dem Subtyp BA.2 schnell zu. Nach Ansicht des RKI ist BA.2 aber noch nicht vorherrschend hierzulande. In einer jüngsten Stichprobe lag der Anteil bei 14,9 Prozent.

. Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung befürchtet, dass es aufgrund des neuen Subtyps zu einer Verlängerung der Omikron-Infektionswelle kommen könnte. Intensivmediziner Christian Karagiannidis, Mitglied im Expertenrat, twitterte: „Wir müssen BA.2 sehr gut im Auge behalten. Es scheint biologische Unterschiede zu BA.1 zu geben.“

7.50 Uhr: FDP rebelliert in der Regierung! Bleibt nur noch DIESE Maßnahme ab 20. März bestehen?

Wird der 20. März wirklich zu einem „Freedom Day“ in Deutschland? Die regierende FDP macht Druck und will, dass nach dem 19. März, wenn das Infektionsschutzgesetz des Bundes ausläuft, tatsächlich eine Veränderung bei den Bürgern spürbar wird.

FDP-Vizechef Johannes Vogel erklärte nun gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass seine Partei keine großzügige Verlängerung der Maßnahmen und Regeln mittragen will: „Die tiefgreifenden Einschränkungen müssen mit dem beginnenden Frühling enden, wie in unseren europäischen Nachbarländern auch“. Offenbar ist die FDP im Bundestag nur noch bereit, der Verlängerung einer Maskenpflicht zuzustimmen.

Die FDP-Fraktion im Bundestag werde sich den Wunschkatalog der Bundesländer nicht zu eigen machen, fügte Vogel hinzu. Diese fordern „Basisschutzmaßnahmen“ wie Masken- und Testvorgaben sowie Pflichten zum Nachweis von Impf-, Genesenen- und Teststatus. Jedoch wurden auf dem Corona-Gipfel mit Kanzler Olaf Scholz keine Details konkret festgelegt.

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Wolfgang Kubicki, ebenfalls Vizevorsitzender der FDP, geht noch weiter: „Das, was die Ministerpräsidenten vorgelegt haben, ist die Verschleierung der Fortsetzung der meisten Corona-Maßnahmen über den 19. März hinaus“, sagte der Liberale am Donnerstag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Kubicki könne lediglich noch „Basismaßnahmen zum Schutz der vulnerablen Gruppen in entsprechenden Einrichtungen akzeptieren“, also in Senioren- oder Pflegeheimen. Für weitergehende Maßnahmen finde er „keine Rechtfertigung mehr.“

Der designierte FDP-Generalsekretär, Bijan Djir-Sarai ging im TV-Sender Phoenix nicht so weit wie sein Parteifreund. Es werde auch nach dem 20. März noch Bereiche geben, in denen man über bundeseinheitliche Maßnahmen nachdenken müsse, etwa hinsichtlich der Maskenpflicht im Fernverkehr der Bahn, so Djir-Sarai. Dennoch meinte auch er, dass Deutschland bei der Normalisierung des öffentlichen Lebens hinterherhinke.

7.10 Uhr: Impfpflicht-Antrag fehlen noch 151 Stimmen im Bundestag

Die Bundestagsabgeordneten, die für eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren eintreten, gewinnen prominente Unterstützung. Eine Mehrheit im Parlament zeichnet sich vor den ersten Beratungen aber noch nicht ab, wie die „Rheinische Post“ berichtet.

Mittlerweile hätten den Antrag 218 Abgeordnete aus SPD, Grünen, FDP und Linkspartei unterschrieben, darunter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler Robert Habeck, Außenministerin Annalena Baerbock (beide Grüne) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

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Um die Impfpflicht durchzusetzen, müssten mindestens 369 Abgeordnete dafür stimmen. Unter den 218 Unterzeichnern sind 153 von der SPD, 60 von den Grünen, 3 von der FDP und 2 von der Linken.

Die Vize-Chefin der SPD-Fraktion, Dagmar Schmidt, zeigte sich gegenüber der „Rheinischen Post“ zuversichtlich: „Bis heute haben sich 218 Abgeordnete unserem Antrag für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht angeschlossen und stündlich kommen weitere hinzu.“ Damit habe der Antrag eine breite Rückendeckung und bilde die Grundlage für die im März geplante erste Lesung im Bundestag.

Die Abstimmung über eine mögliche allgemeine Impfpflicht soll auf Grundlage fraktionsübergreifender Anträge erfolgen – wobei die Union einen Antrag als Fraktion vorgelegt hat, der die Bundesregierung auffordert, ein Impfregister einzurichten und eine gesetzliche Impfpflicht sozusagen auf Vorrat vorzubereiten.

Zudem gibt es drei weitere Vorschläge zu einer Impfpflicht ab 50, gegen eine allgemeine Impfpflicht und von der AfD gegen eine allgemeine Impfpflicht in Verbindung mit der Aufhebung der Impfpflicht in der Gesundheits- und Pflegebranche