Christine Lambrecht bestätigt Gerücht – Kabinettsumbildung wird schon geplant

Kanzler Olaf Scholzz und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.
Kanzler Olaf Scholzz und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.
Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache, picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Die umstrittene Verteidigungsministerin Christine Lambrecht plauderte nun in einem Interview mit „T-online.de“ einen geheimen Plan aus. Über den gab es in der Hauptstadt zuvor schon einige Gerüchte.

Jetzt hat Christine Lambrecht genau diese Spekulationen bestätigt. Damit stellt sich noch mehr die Frage: Wie lange wird sie noch Verteidigungsministerin bleiben?

Christine Lambrecht bestätigt Hauptstadt-Gerücht – Kabinettsumbildung ist in Planung

Überraschend räumte Lambrecht im Gespräch mit dem Nachrichtenportal ein, dass die SPD einen größeren Plan mit ihrer Ministerkollegin Nancy Faeser verfolgt. Dieser könnte zu einer Rotation im Kabinett von Olaf Scholz führen.

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Mehr über Christine Lambrecht:

  • 1965 in Mannheim geboren und dort aufgewachsen.
  • Nach Jura-Studium Anwältin und Dozentin für Handels- und Gesellschaftsrecht.
  • Sie war bis 2019 mit dem SPD-Abgeordneten Hans-Joachim Hacker verheiratet. Das Paar hat einen gemeinsamen erwachsenen Sohn.
  • Von 2019 bis 2021 war sie Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, von Mai bis Dezember 2021 ebenfalls Familienministerin.
  • Seit Dezember 2021 ist sie Verteidigungsministerin.

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„Ich setze darauf“: Soll Nancy Faeser den Platz frei machen für Christine Lambrecht?

Die Redaktion von „T-online.de“ konfrontiert Lambrecht im Interview mit den Gerüchten, dass Innenministerin Faeser im Jahr 2023 SPD-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Hessen werden und Lambrecht dann bei einem Wahlsieg ins Innenministerium nachrücken könnte. Daraufhin sagt Lambrecht: „Ich setze darauf, dass Nancy Faeser nicht nur Spitzenkandidatin wird, sondern auch die erste Ministerpräsidentin in Hessen.“

„Kein Geheimnis“, dass Lambrecht Innenministerin werden wollte

Ist das die Bestätigung, dass sie tatsächlich darauf hofft, dass Faeser den Platz frei macht? Schon vorher im Interview sprach sie offen darüber, dass es „kein Geheimnis“ sei, dass sie sich „immer für Rechts- und Innenpolitik interessiert habe“. Am Verteidigungsministerium habe sie nun aber überzeugt, dass sie viel bewegen könne.

Dennoch scheint Lambrecht weiter mit ihrem neuen Ministerium zu fremdeln und tadelt die Kultur im Haus sogar im Interview mit dem Portal, weil immer wieder interne Kritik an die Medien durchgesteckt werde.

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Christine Lambrecht: Öffentliche Schelte für Mitarbeiter im Verteidigungsministerium im Interview

„Es gibt leider bei einigen wenigen eine gewisse Unkultur, mit Gerüchten, Klatsch und Flurfunk die Medien zu füttern. Das ist eine ungute Entwicklung, gerade für ein Ministerium, das für Sicherheitspolitik zuständig ist“, so Lambrecht bei t-online.de. Diese öffentliche Schelte wird vermutlich nicht zu einem besseren Klima im Haus führen.

Aber vielleicht kann Lambrecht nach der Landtagswahl in Hessen 2023 sowieso in einem anderen Ministerium das Weite suchen.