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Bürgergeld: DAS soll gegen Lebensmittel-Inflation helfen – „Nicht mehr nachvollziehbar“

Die hohen Lebensmittelpreise machen vielen Menschen wie Bürgergeld-Beziehern schwer zu schaffen. Kann ihnen eine Einmalzahlung helfen?

Kann eine Einmalzahlung gegen die hohen Lebensmittelpreise für zum Beispiel Bürgergeld-Bezieher helfen?
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Das ist das Bürgergeld und so viel steht jedem zu

Das Bürgergeld ersetzt in Januar 2023 das bisherige "Hartz IV"-System in Deutschland. Wir verraten dir alles, was du über das Bürgergeld wissen musst.

2023 stiegen die Lebensmittelpreise nahezu auf ein Rekordhoch. Das macht Bürgergeld-Beziehern, Geringverdienern und Armutsrentnern schwer zu schaffen.

Um dem entgegenzuwirken, macht die Chefin der Verbraucherzentrale einen Vorschlag: Eine Einmalzahlung für Verbraucher mit niedrigem Einkommen.

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Bürgergeld: Lebensmittelpreise „nicht mehr nachvollziehbar“

Die Preise für Lebensmittel stiegen um über 12 Prozent im vergangenen Jahr. Jetzt fordert die Vorständin der Bundesverbraucherzentrale, Ramona Pop, dafür mehr Transparenz und Regulierung. „Es ist nicht mehr nachvollziehbar, warum die Lebensmittelpreise weiter steigen, aber die Energiepreise zum Beispiel wieder sinken“, sagte Pop den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Bei der Preisentwicklung braucht es mehr Transparenz.“ Die Verbraucherschützerin sprach sich für einen Preisgipfel und eine Einmalzahlung aus, um Menschen mit wenig Geld finanziell zu entlasten.

Pop schlug vor, an einem Preisgipfel sollte alle wichtigen Akteure teilnehmen: Bundesregierung, Landwirte und Hersteller. Die Landwirte und Logistiker beteuerten, dass, die höheren Preise bei ihnen am Ende nicht ankämen. Die Bundesregierung müsse „genau hinschauen“, dass die Hersteller und der Handel ihre Marktmacht nicht ausnutzen, mahnte die Verbraucherschützerin.

Bald Einmalzahlung gegen hohe Preise?

Lebensmittel seien die „Preistreiber der Inflation“, betonte Pop. Besonders schwierig sei das für Menschen mit geringem Einkommen. Die Expertin schlägt deshalb eine Einmalzahlung vor. „Verbraucherinnen und Verbraucher mit niedrigem Einkommen sollten von der Bundesregierung mit einer Einmalzahlung finanziell entlastet werden“, forderte Pop im Gespräch mit den Funke-Zeitungen.


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Eine Einmalzahlung könnte sich dabei vor allem für Bürgergeld-Bezieher, Geringverdiener oder Armutsrentner lohnen. Laut Statistischen Bundesamt lag die Inflationsrate in Deutschland 2023 bei 5,9 Prozent. Bei Nahrungsmitteln lag die Teuerungsrate 2023 im Durchschnitt mit 12,4 Prozent etwa doppelt so hoch. Das Bundeszentrum für Ernährung erwartet weitere Preissteigerungen in dem Bereich.
(Mit epd.)