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Offizieller US-Bericht sagt: Biden ist geistig verwirrt – „Erhebliche Einschränkungen“

Ein verheerendes Zeugnis für Joe Biden: In einem offiziellen Bericht eines Sonderermittlers wird er als tattriger Opa dargestellt.

Wie geistig fit ist US-Präsident Joe Biden?
© Evan Vucci/AP

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Zuletzt machte Joe Biden in einer Rede den 1996 verstorbenen Franzosen Francois Mitterand zum deutschen Kanzler. Die Aussetzer des US-Präsidenten häufen sich. Und nun könnte ihm ein Bericht von Sonderermittler Robert Hur im Wahlkampf gegen Donald Trump schweren Schaden zufügen.

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In der Untersuchung ging es darum, dass der 81-Jährige vertrauliche Dokumente aus seiner Zeit als Vizepräsident zu Hause aufbewahrte. Er wird dafür aber nicht weiter juristisch belangt. An sich eine gute Nachricht für Biden, doch die Begründung ist eine Katastrophe für den US-Präsidenten.

Biden ein „älterer Mann mit einem schlechten Gedächtnis“

In einer Wutrede während einer Pressekonferenz nahm sich Biden deswegen Sonderermittler Hur vor: „Ich weiß, was zum Teufel ich tue. Ich bin Präsident und ich habe dieses Land wieder auf die Beine gebracht.“ Er sei ein älterer Mann, so Biden aufgebracht vor den Medienvertretern, doch sein Gedächtnis sei völlig in Ordnung. Bidens Versuch, die Öffentlichkeit von seiner Eignung für das höchste Amt im Staat zu überzeugen, endet in einem turbulenten Schlagabtausch mit Journalisten.

Hintergrund der aufsehenerregenden Pressekonferenz ist der brisante Abschlussbericht des Sonderermittlers Hur zur Dokumenten-Affäre. So wurden unter anderem geheime Berichte zu Afghanistan in seinem Haus in Wilmington gefunden – in einem ramponierten Papp-Karton, umgeben von einer Leiter und Blumentöpfen.

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Der mehr als 300 Seiten starke Bericht ist Schützenhilfe für Donald Trump im Wahlkampf. Biden wird als verwirrter Greis dargestellt. Wörtlich als „wohlmeinender älterer Mann mit einem schlechten Gedächtnis“.

Biden in seinem geistigen Zustand nicht schuldfähig?

Man könne ihm keine böse Absicht bei der Aufbewahrung der Geheimakten daheim unterstellen. Es wäre wohl schwierig, Geschworene vor Gericht davon zu überzeugen, dass sie Biden nach seiner Amtszeit – „einen dann ehemaligen Präsidenten weit über 80“ – einer Straftat für schuldig befinden sollten, die „einen geistigen Zustand der Vorsätzlichkeit“ erfordere.

Ein Sonderermittler des Justizministeriums kommt nach 173 Befragungen von 147 Zeugen zu dem hochoffiziellen Schluss, dass es um die mentale Fitness des US-Präsidenten schlecht bestellt ist. 

Biden selbst stand den Ermittlern an zwei Tagen im vergangenen Oktober Rede und Antwort. Ausgewertet wurden auch lange Mitschnitte von Unterhaltungen Bidens mit seinem Ghostwriter für ein 2017 erschienenes Buch. Das Material hinterließ bei den Ermittlern ein desaströses Bild. 

„Wie zur Hölle kann er es wagen?“, schimpft Biden

In dem Bericht von Sonderermittler Hur heißt es, Bidens Gedächtnis habe „erhebliche Einschränkungen“ offenbart und sei teils „verschwommen“ gewesen. Die Gespräche seien „oft quälend langsam“ verlaufen. Biden habe Mühe gehabt, sich an Ereignisse zu erinnern und mitunter sogar, eigene Notizen zu lesen und wiederzugeben. „Er wusste nicht mehr, wann er Vizepräsident war, vergaß am ersten Tag des Gesprächs, wann seine Amtszeit endete und vergaß am zweiten Tag des Gesprächs, wann seine Amtszeit begann.“


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Der Präsident habe sich auch nicht mehr erinnern können, wann sein Sohn Beau gestorben sei. Dieses private Details brachte Biden bei seinem Auftritt vor der Presse besonders in Rage: „Wie zur Hölle kann er es wagen, das aufzubringen“, schimpfte er über den Sonderermittler.

Springt jetzt Michelle Obama ein?

Schon länger gibt es Gerüchte über den Geisteszustand von Biden. Teilweise wurde ihm sogar schon Demenz unterstellt. Dass sein Kontrahent Trump auch immer häufiger auf der Bühne verwirrt, manchmal ebenfalls leicht dement wirkt, dürfte ihm allerdings kaum etwas helfen. Die Diskussion darüber, ob er noch fit genug für das Amt ist, dürfte in den USA neu entbrennen.

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In den US-Medien wird nach diesem Bericht nun noch mehr darüber spekuliert, dass Michelle Obama als Präsidentschaftskandidatin einspringen könnte, so etwa bei Fox News.

mit dpa