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Aiwanger will in den Bundestag – seine Begründung ist ziemlich absurd

Hubert Aiwanger hat große Pläne: Mit seinen Freien Wählern will er in den Bundestag. Eine neue rechte Partei brauche es nicht, findet er.

Aiwanger will nach Berlin in den Bundestag.
© IMAGO / Schöning, IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Aiwanger beim Gillamoos-Frühschoppen: Von der Flugblattaffäre keine Spur

Von der Flugblattaffäre keine Spur: Hubert Aiwanger der Freien Wähler ist beim politischen Gillamoos im niederbayerischen Abensberg aufgetreten. Bei seiner Rede verlor er über die Affäre kein Wort. Im Anschluss gab es langen Applaus.

Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger will in den Bundestag. Der Chef der Freien Wähler hat für die nächste Bundestagswahl große Pläne. In einem Interview mit dem TV-Sender „Welt“ sprach er darüber.

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Dabei nannte der Wirtschaftsminister des Freistaats eine ziemlich skurrile Bedeutung, warum es ihn und seine Partei ins preußische Berlin zieht.

Viel in Bewegung: Flirt mit Palmer, neue Partei rechts der CDU

Der 52-Jährige sieht seine Partei als liberale-wertkonservative Kraft irgendwo zwischen CDU/CSU und AfD. Auch der bekannte Tübinger OB Boris Palmer (früher Grüne) flirtet mit den Freien Wählern und hat sich zumindest in der Kommunalpolitik für die kommenden Kommunalwahlen dieser Partei angeschlossen.

Aiwanger erkennt eine politische Marktlücke, die er füllen will. Jedoch gibt es aktuell auch Spekulationen über eine Parteineugründung, die genau in diesem Spektrum auf Wählerjagd gehen will. Die „Welt“ enthüllte aktuell Verhandlungen von CDU- und AfD-Abgeordneten im Bundestag über eine neue Partei. Diese könnte sich rechts der Union positionieren, sich aber vom Rechtsextremismus abgrenzen. Auch unsere Redaktion berichtete bereits im November über Spekulationen in diesem politischen Spektrum (mehr hier: Bildet sich gerade im Geheimen eine neue rechte Partei?).

Aiwanger meint: Schlimmer wird es mit den Freien Wähler auch nicht

Im Interview mit dem TV-Sender „Welt“ am Mittwochmorgen (13. Oktober) erklärte Aiwanger dazu, dass seine Partei schon seit Jahrzehnten „pragmatische Kommunalpolitik“ mache und in Bayern schon seit fünf Jahren an der Landesregierung beteiligt ist. Daher brauche es nicht noch eine Partei: „Es waren erstmal die Piraten, dann die AfD, dann die Wagenknecht, dann wieder die nächste Truppe – alle paar Monate bald ein neuer Versuchsballon, um die Menschen wieder auf den Reiz des Neuen hinzulenken.“

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Die Freien Wähler seien dagegen eine bewährte und vernünftige Kraft, so Aiwanger. Dann fügte er noch eine außergewöhnliche Begründung hinzu, wieso seine Partei in der Hauptstadt was zu sagen haben sollte.


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Aiwanger: „Wir Freien Wähler würden dem nächsten Bundestag gut tun. Mehr Mist als die, die jetzt drin sitzen, würden wir auch nicht machen.“ Ironie, gar Selbstironie des Niederbayern? Anscheinend nicht, denn bei diesem Statement verzog Aiwanger keine Miene und schaute bierernst in die Kamera.