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AfD angeblich beliebteste Partei bei Schwulen – Umfrage manipuliert?

Wählen immer mehr schwule Männer rechtsradikal? Die AfD ist laut einer Umfrage die beliebteste Partei. Doch Zweifel sind angebracht.

AfD angeblich beliebteste Partei bei Schwulen.

Verfassungsschutz: Sächsische AfD ist "gesichert rechtsextrem"

Der sächsische Verfassungsschutz hat die AfD im Freistaat als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die juristische Prüfung hat demnach unter anderem ergeben, dass die AfD gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstößt und sich antisemitischer Positionen bedient.

Die Regenbogen-Fahne steht eigentlich sinnbildlich für eine weltoffene und gesellschaftlich liberale Einstellung. Doch eine neue Umfrage scheint dem zu widersprechen. Sie zeigt, dass viele Schwule in Wahrheit rechtsradikal wählen. Die AfD scheint in der homosexuellen Community sehr beliebt zu sein.

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Das Ergebnis der Umfrage sorgt nicht nur unter Schwulen für Diskussionen. Auch das AfD-Milieu nutzt sie, um zu belegen, dass man keineswegs homofeindlich eingestellt sei. Doch kann man den Zahlen trauen? Zweifel sind angebracht.

AfD angeblich auf Platz eins unter Schwulen

Das Datingportal „Romeo“ für schwule Männer, früher bekannt als „Gayromeo“, und das Magazin „Männer“ haben auf der Plattform rund 10.000 Menschen befragt, wie ihre politische Einstellung vor der Europawahl ist.

Das Ergebnis ist laut dem Auftraggeber „Männer“ ein „Umfragehammer“ und belege einen „Rechtsruck in der schwulen Szene“. Die AfD ist demnach die beliebteste Partei unter den Befragten! Insgesamt 22,3 Prozent würden die AfD wählen, das ist ein Wert über dem Schnitt aktueller bundesweiter Umfragen, bei denen die AfD auf unter 20 Prozent abgerutscht ist. Die CDU/CSU kommt auf 20,6 Prozent, knapp vor den Grünen mit 20,5 Prozent.

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Insofern bestätigt sich zwar, dass die Grünen unter homosexuellen Männern eine stärkere Wählerbasis haben – aber eben sogar hinter der AfD! Die anderen Parteien schneiden eher schwach ab: SPD 13,9 Prozent, BSW 7 Prozent und Die Linke 6 Prozent. Die FDP, die ebenfalls für ein liberales Gesellschaftsmodell eintritt, kommt nur auf 4,8 Prozent.

In anderer Online-Umfrage kommen die Grünen auf 40 Prozent

Allerdings ist dabei wichtig zu betonen, dass die Befragung nicht repräsentativ ist! Wie unter anderem das Szene-Portal „queer.de“ schreibt, könnte die Umfrage gezielt von der AfD-Anhängerschaft „manipuliert worden sein“.

Wie fragwürdig die Aussagekraft von Online-Umfragen ist, zeigt eine andere Abstimmung auf dem Portal „queer.de“ von Mitte Januar. Dort gaben 1.411 Personen ihre Stimme ab und die AfD landete bei lediglich bei 11,9 Prozent, während die Grünen auf 40,3 Prozent kamen. Ein völlig anderes Bild! Auch diese Umfrage ist nicht repräsentativ gewesen.


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Zudem ist zu hinterfragen ist, ob sich Schwule wirklich vom AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, angesprochen fühlen. Dieser referierte in einem TikTok-Video, was junge Männer tun können, um eine Freundin zu finden. Ein heißer Tipp von Krah: „Schau keine Pornos!“

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