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Waldbrände in Kalifornien: Diese deutsche Bestseller-Autorin entkommt dem Flammeninferno nur knapp

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Ein Feuerwehrmann geht ab einem brennenden Haus vorbei. Die schweren Waldbrände in Kalifornien haben zu stellenweise katastrophaler Zerstörung geführt. Foto: dpa
  • Waldbrände halten die Hilfskräfte in Kalifornien weiter in Atem.
  • Das Feuer bedroht ländliche Gebiete und Promi-Viertel am Rand von Los Angeles.
  • Trockenheit, Wärme und heftige Winde verschärfen die Lage.

Malibu. 

In Paradise in Kalifornien werden die schlimmsten Befürchtungen wahr – vielen Menschen ist die Flucht aus dem Feuerinferno nicht geglückt. Auch 800 Kilometer südlich von Paradise, in dem von Flammen heimgesuchten Küstenort Malibu, gab esTote. Auch viele Promis haben in dem Hügelland ihre Villen. Dort wohnt auch die deutsche Bestseller-Autorin Cornelia Funke, die gebürtig aus Dorsten kommt. Sie entkam nur knapp den Bränden in Kalifornien.

Ihre Mutter Helmi Funke saß am Freitagabend in Dorsten fassungslos vor dem Fernseher und verfolgte die kalifornischen Nachrichten über das Horror-Szenario. Sie konnte nicht schlafen, ging erst gar nicht ins Bett – bis um 4 Uhr nachts eine Email von ihrer Tochter ankam.

Cornelia Funke ist vor dem Brand in Kalifornien geflohen: „Das Haus und alles sei verloren“

„Das Haus und alles sei verloren“, soll sie ihrer Mutter geschrieben haben. Das berichten die Ruhrnachrichten. Die Schriftstellerin (Tintenblut, Tintenherz) wohnte an der Küste a

uf dem ehemaligen Gelände einer Avocado-Farm. Mit ihr wohnten dort zwei Esel, zwei Hunde, Enten, Hühner und andere Tiere.

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„Alles musste sehr schnell gehen. Sie konnte gerade noch ein paar Sachen und ihre beiden Welpen ins Auto packen“, berichtete Helmi Funke der Zeitung.

Ihre Mutter konnte die Schriftstellerin beruhigen: Sie sei versichert

Gemeinsam mit einem Nachbarn flüchtete die 59-Jährige zu ihrem Sohn Ben, der in Venice wohnt und vom Feuer verschont wurde. Ihre Mutter konnte sie auch etwas beruhigen: Sie solle sich keine Sorgen machen. Sie sei schließlich versichert – und sprach schon von einen Neuanfang.

Zehntausende Menschen sind in Kalifornien auf der Flucht vor den Flammen

In dem Horrorszenario im Norden und im Süden des „Goldenen Staates“ sind zehntausende Menschen auf der Flucht vor Flammen. Bei abflauenden Winden ist es den Löschteams gelungen, die massiven Brände wenigstens ansatzweise einzuzingeln. Mehr als 4000 Feuerwehrleute waren allein in Raum um Paradise im Einsatz. Dort konnten sie die Flammen in der Nacht zum Sonntag zu 20 Prozent eindämmen.

Doch die Gefahr ist bei Weitem nicht gebannt. Mehr als 6450 Wohnhäuser sind den Flammen seit Donnerstag zum Opfer gefallen, rund 15 000 Gebäude sind weiterhin bedroht. Damit zählt die Feuerkatastrophe in Paradise zu den schlimmsten Flächenbränden in der Geschichte des Westküstenstaates. (js mit dpa)