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Schweizer findet keine Arbeit – Arbeitsamt schickt ihn nach Deutschland

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Foto: imago images / MC Photo

Christian Schaub aus Basel ist 53 Jahre alt und seit vier Jahren arbeitslos. Eine schwierige Voraussetzung, um einen neuen Job zu finden. Genau deshalb hat das Arbeitsamt in der Schweiz dem gelernten Speditionskaufmann angeboten über den Tellerrand zu schauen und auch in Deutschland Arbeit zu suchen.

Doch das passt dem 53-Jährigen, der in Basel, also an der unmittelbaren Grenze zu Deutschland, wohnt, überhaupt nicht. Wie die schweizerische Zeitung Blick berichtet, schimpft er über die Maßnahme: „Es ist grotesk, Basel wird von Grenzgängern überflutet. Schweizer Arbeitslose wie mich schickt man dafür zum Arbeiten nach Deutschland. Dieses System ist doch krank.“

Schweizer Speditionskaufmann findet keinen Job – Arbeitsamt schlägt ihm vor nach Deutschland zu gehen

Er sehe keinen Grund, warum er nach Deutschland gehen solle, erzählt er der Zeitung. Sein Vorschlag: Schweizer Arbeitgeber in der Stadt im Dreiländereck sollten erst Schweizer und Ausländern, die in der Schweiz wohnen, Arbeit anbieten und dann erst Grenzgängern. Mit seinem Alter habe er es eh schwerer, einen passenden Job zu finden.

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Mit 3,3 Prozent sei in Basel-Stadt die Arbeitslosigkeit so hoch wie in keinem anderen Deutsch-Schweizer Kanton. Da das Lohnniveau in Deutschland geringer sei als in Basel, würden billigere Grenzgänger älteren Schweizern vorgezogen.

Job-Maßnahme sei eine Informationsveranstaltung, kein Zwang

Als Blick das Arbeitsamt (AWA) auf die Maßnahme mit dem Titel „Wohnen in der Schweiz – Arbeiten als GrenzgängerIn in Deutschland“ anspricht, heißt es dort: Es sei eine Informationsveranstaltung, keinerlei Zwang, nur eine weitere Möglichkeit zur Wiedereingliederung – vor allem für Personen, die älter als 50 Jahre alt sind. (js)