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Zara: Von wegen kostenlos! Beliebte Mode-Kette verlangt jetzt dafür Geld

Inflation: Was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Die Inflation steigt auf Rekordwerte. Doch was ist Inflation und was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Nicht nur, dass sowieso alles teurer wird, jetzt verlangt die Modekette Zara noch zusätzliche Gebühren beim Online-Einkauf.

Für einen Service, der bisher kostenlos war, müssen die Kunden von Zara nun knapp zwei Euro bezahlen. Ob das bald auch andere Mode-Labels erwägen?

Zara bittet Kunden für DIESEN Service zur Kasse – dabei war er bisher gratis

Wer sich seine Kleidung online und nicht mehr im Geschäft kauft, der hat auch öfter das Problem, dass manche Kleidungsstücke nicht passen. Dann geht das Paket wieder per Post oder Lieferdienst zurück an das Versandhaus. Bei größeren Marken ist dieser Service meist kostenfrei.

Doch genau das ändert sich jetzt bei Zara. Ab sofort musst du 1,95 Euro für deine Retoure bezahlen. Grund dafür sind gestiegene Kosten für Transport und Verpackung, so ein Sprecher des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (BEVH). Die würden nun „an die Kunden weiter(ge)geben“.

Zara berechnet 2 Euro pro Retoure – ist das erst der Anfang?

„Wir erwarten ein Ende der kostenlosen Retoure, die bisher gang und gäbe ist und die von Kunden auch erwartet wird“, vermutet der Sprecher. Vor Zara hatte bereits Uniqlo, der größte japanische Bekleidungshändler, sogar 2,95 Euro je Rücksendung berechnet. „Bleiben die Rückversandkosten weiter so hoch, werden Zara und Uniqlo die Ersten, aber nicht die Letzten sein, die Kosten an ihre Kunden weitergeben.“

Laut „Chip“ würden sich Firmen wie Amazon, Zalando oder Otto diesem Trend bisher nicht anschließen. „Wir werden unsere Kundinnen in einer Zeit, in der sie durch die Teuerung von Energie und diverser Waren zusätzlich belastet sind, ganz bestimmt nicht über kostenpflichtige Retouren extra zur Kasse bitten“, teilt ein Sprecher der Otto-Group mit.

Zara: Kostenpflichtige Retouren – DAS spricht dafür

Der Retouren-Experte des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI, Marco Atzberger, findet allerdings, das wäre „der richtige Weg“. Und auch Björn Adecker, der die Forschungsgruppe Retourenmanagement an der Universität Bamberg leitet, hofft, dass mit der Berechnung jetzt „ein Anfang gemacht“ werde.

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Denn laut EHI liegt die Rücksendequote in Deutschland bei bis zu 75 Prozent. Mindestens jedes zweite Mode-Paket gehe an den Absender zurück. Damit sei Deutschland „Retouren-Europameister“, wie „Chip“ es ausdrückt.

Ob die Einführung kostenpflichtiger Retoure daran etwas ändern könnte? Eventuell werden sich die Kunden von Zara nun zweimal überlegen, ob sie das Shirt wirklich in zwei Größen zur Auswahl bestellen wollen. Denn klar ist: Eins geht dann auf jeden Fall wieder zurück. (mbo)