Twitter-Konkurrenz von Donald Trump gestartet – so bizarr ist „Truth Social“

Hass im Netz: Das kannst du tun

Hass im Netz: Das kannst du tun

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Was macht man, wenn man bei Twitter nicht mehr mittwittern kann? Richtig, ein eigenes soziales Netzwerk gründen – zumindest, wenn man Donald Trump heißt.

Twitter verbannte den ehemaligen US-Präsidenten Anfang Januar 2021 von der Plattform. Donald Trump wollte das nicht auf sich sitzen lassen und plante, ein eigenes Netzwerk zu gründen. Gesagt, getan. Mittlerweile gibt es die Plattform „Truth Social“ – und da läuft dann doch so einiges anders als bei Twitter.

Twitter: Trump startet Konkurrenz – DAS fällt sofort auf

Wenn du die „Truth Social“-App benutzen willst, musst du gleich zwei Voraussetzungen erfüllen: Du musst ein iPhone haben, denn für Android gibt es die App nicht. Und du musst dich aus den USA mit einer amerikanischen Nummer anmelden. Das berichtet das „Zapp Medienmagazin“.

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Das ist Twitter:

  • Twitter wurde im März 2006 gegründet
  • Die registrierten Nutzer können über Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen miteinander kommunizieren. Diese werden „Tweets“ genannt
  • Der reguläre Name war zunächst „twttr“
  • Twitter-Gründer war Jack Dorsey. Er machte den ersten Tweet und schrieb: „just setting up my twttr.
  • Seit 2010 gibt es Twitter auch via App für Android und iOS. Drei Jahre später ist Twitter auch an die Börse gegangen
  • Elon Musk will Twitter für umgerechnet 41 Millionen Euro kaufen. Der Deal soll noch 2022 über den Tisch gehen

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Das hat die App nämlich genauer unter die Lupe genommen und dabei so einiges entdeckt. „Truth Social“ ist ähnlich aufgebaut wie Twitter. Mit dem Unterschied, dass Posts dort „Truth“ heißen und Reposts „ReTruth“.

Das Prinzip vom Twitter-Konkurrenten: So läuft es bei „Truth Social“

Wer sich dort anmeldet, werde als erstes das Profil von Donald Trump angezeigt. Der hat dort über 2,4 Millionen Follower. Was auf den ersten Blick viel klingt, reicht allerdings nicht an die Hochzeiten bei Twitter ran. Dort hatte Donald Trump bis zum Moment, in dem er gesperrt wurde, sage und schreibe 88,9 Millionen Follower, wie die „Tagesschau“ schreibt. Die Twitter-Reise ging für Donald Trump nach dem 8. Januar 2021 zuende.

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Der damalige Twitter-Chef Jack Dorsey kickte Trump aus dem Twitter-Unisversum. Grund dafür waren die Ereignisse rund um das Kapitol in Washington. Trump-Anhänger stürmten damals das Kapitol – mit tödlichen Folgen. Nachdem Trump Sympathie für die Angreifer bekundete, war Schluss auf Twitter. Doch das wollte Trump nicht auf sich sitzen lassen. Er gründete sein eigenes soziales Netzwerk. Im November durften erstmals geladene Gäste das Netzwerk nutzen, seit 2022 können nun auch andere dort mitmischen.

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DAS ist beim Twitter-Konkurrenten erlaubt

Was dem Team vom „Zapp Medienmagazin“ direkt auffällt: Dinge wie Trolling oder „not safe for work“-Inhalte sind erlaubt. Bedeutet also, sowohl Trolle, die absichtlich Diskussionen anheizen, als auch Inhalte, die lieber im Privaten statt auf der Arbeit angeschaut werden sollten, dürfen dort stattfinden. Und noch eine Sache stößt den Testern auf. Als Vorschläge für Seiten, denen sie folgen können, kämen vor allem Seiten aus dem rechtskonservativen Spektrum.

Donald Trump jedenfalls scheint es dort zu gefallen. Nachdem Elon Musk Twitter kaufen will, meldete sich der ehemalige US-Präsident direkt zu Wort. Musk sei ein „guter Mann“, der Twitter „Verbesserungen“ bringen könne – zurückkehren wolle er aber trotzdem nicht. „Ich gehe nicht zu Twitter, ich bleibe bei Truth“, machte Trump deutlich. (abr mit dpa)