Sparkasse: Konto überzogen? Mit diesen Zinsen musst du rechnen

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Wer mehr Geld benötigt, als er auf dem Girokonto hat, kann bei der Sparkasse einen Dispokredit aufnehmen. Doch ist dieser ausgeschöpft, werden hohe Überziehungszinsen fällig.

Die entsprechenden Zinssätze lagen früher teils bei satten 15 Prozent oder mehr – unter anderem, um Kontoinhaber dazu zu bewegen, in Zukunft etwas verantwortungsvoller mit ihrem Geld um zu gehen. Wie die Sparkasse das Thema regelt, erfährst du hier.

Sparkasse: Konto überzogen? Diese Zinsen fallen nun an

Die Sparkasse hat die zweistelligen Überziehungszinssätze bei überzogenen Konten weitgehend abgeschafft.

Im bundesweiten Durchschnitt berechneten die Sparkassen im Jahr 2020 rund 9,95 Prozent Überziehungszinsen.

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Das ist die Sparkasse:

  • Sparkassen-Finanzgruppe organisiert durch den Dachverband DSGV e.V. (Deutscher Sparkassen- und Giroverband): Verbund von Sparkassen, öffentlichen Versicherungen und sonstigen Finanzdienstleistern
  • 371 Sparkassen über ganz Deutschland verteilt
  • Mehr als 300.000 Mitarbeiter
  • 8.971 Zweigstellen und 371 Institute (2019)

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Einzelne Ausnahmen gibt es natürlich auch, wie beispielsweise Bremen mit 11,17 Prozent oder bis zu 12,31 Prozent in Teilen Schleswig-Holsteins. Daher schadet ein genauer Blick ins Kleingedruckte für Sparkassen-Kunden nie.

So berechnest du deine Überziehungszinsen

Kennt man den Zinssatz, lassen sich die Überziehungszinsen mit der folgenden Formel ausrechnen:
(Summe der Überziehung x Zinssatz x Anzahl der Tage) / (Tage im Jahr x 100).

Als Beispiel nehmen wir an, du überziehst dein Konto für zwei Wochen mit insgesamt 1.800 Euro, bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 9,95 Prozent.
Bedeutet: (1.800 x 9,95 x 14) / (365 x 100) = 250.740 / 36.500 = 6,87.

Für eine zweiwöchige Überziehung müsstest du also 6,87 Euro Überziehungszinsen zahlen.

Kontosperrung möglich? Genau hinsehen lohnt sich

Bei der Leistungsbeschreibung vieler Banken sollten Kunden in diesem Fall genau hinschauen. Viele Geldinstitute sprechen dabei von einer „geduldeten Kontoüberziehung“ – und das ist nicht ganz unwichtig. Denn keine Bank ist dazu verpflichten, Kontoüberziehungen einfach so zu akzeptieren.

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Im schlimmsten Fall können die Banken bei ausbleibenden Ausgleichszahlungen das Konto sogar sperren, wie „ComputerBild“ berichtet. (at)