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Rewe versucht etwas Neues und kassiert Kritik – „Braucht die Kunden wohl nicht mehr“

Rewe: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Rewe Group mit Sitz in Köln ist eine der größten Handelskonzerne Deutschlands. Zu ihr zählen nicht nur die Supermarktkette Rewe. Dazu gehört auch Penny, Toom, Billa in Österreich, DER Touristik Deutschland und Lekkerland.

Auch Rewe will nachhaltiger werden. Deshalb will der Supermarkt mit einem altbekannten Service Schluss machen.

Doch Schnäppchen-Jägern finden das alles andere als gut. Sie werfen Rewe sogar Diskriminierung vor.

Rewe geht mutigen Schritt – Kunden reagieren ungehalten

Ab Mitte 2023 soll es so weit sein: Dann werden Rewe-Kunden keine Werbeprospekte des Supermarkt-Giganten mehr im Briefkasten vorfinden. Jährlich will der Konzern damit 70.000 CO2 einsparen. Doch für sie ist der leerere Briefkasten kein Grund zur Freude: Stattdessen hagelt es wegen der nachhaltigen Entscheidung heftig Kritik.

Zu lesen ist sie unter der Ankündigung von Rewe auf Facebook. Darin werfen die Nutzer dem Konzern sogar Altersdiskriminierung vor:

  • „Ältere Menschen ohne Internet werden damit ausgeschlossen. Ich schaue mir die Angebote immer lieber im Papier-Prospekt an“
  • „Rewe braucht die älteren Kunden wohl nicht mehr, weil man mit den Jungen genug verdient“
  • „Immer mehr Menschen werden durch so eine Aktion in ihrer Selbstständigkeit beschnitten“

Ein Kunde empfand das Durchblättern des Rewe-Prospekts am Sonntagmorgen sogar als liebgewonnene Tradition, die nun aussterben wird. Und nicht nur die Tradition – auch der Job der Prospektverteiler wird mit dem Prospekt-Aus eingestampft.

Rewe: Konzern meldet sich auf Kritik zu Wort

Ein anderer sagt für Rewe eine dunkle Zukunft voraus und ist sich sicher, dass der Konzern „Kunden verlieren und dann doch wieder Prospekte drucken“ werde. Doch wird es so weit kommen?

Das lässt sich jetzt noch nicht sagen. Aber die Kritik der Kunden lässt Rewe nicht auf sich sitzen. Der Konzern verteidigt seine Entscheidung. Statt per Papier-Prospekt sollen die Kunden ab nächstem Jahr zum einen auf digitalen Wegen erreicht werden. Zum anderen soll es aber weiterhin möglich sein, sich über die „Wochenangebote, beispielsweise in Tageszeitungen, im Radio, oder im Fernsehen zu informieren“.

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Aber nicht allen stößt die Entscheidung der Supermarkt-Kette übel auf: Eine Nutzerin freut sich demnach darauf, dass die „sinnlose Papierflut“ endlich ein Ende hat. Ein anderer hofft, dass sich immer mehr Supermärkte an Rewe ein Beispiel nehmen und auf papiergebundene Werbung verzichten werden.

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