Veröffentlicht inVermischtes

Rewe, Aldi und Co: Wieder Hamsterkäufe! DIESE Produkte werden plötzlich knapp

Supermark vs. Discounter: Das ist der Unterschied

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Supermarkt und Discounter? Hier erfährst du es!

Es sind schwere Zeiten! Und als wären die Hiobsbotschaften der letzten Monate nicht genug, folgt nun der nächste Glockenschlag. Bei Rewe, Aldi und Co. scheint sich wieder eine Tendenz zu Hamsterkäufen abzuzeichnen.

Betroffen sind vor allem zwei Produkte. Dahinter steckt eine Knappheit von Kohlensäure, die sich auf das Kaufverhalten der Kunden von Rewe, Aldi und Co. auswirkt.

Rewe, Aldi und Co: Kunden könnten Bier und Mineralwasser hamstern – doch das wäre ein Fehler!

Ein Mangel an Kohlensäure macht deutschen Brauereien und Mineralwasserherstellern zu schaffen. „An einzelnen Stellen wurde die Produktion schon zurückgefahren“, sagte der Sprecher der Genossenschaft Deutscher Brunnen, Tobias Bielenstein, der Deutschen Presse-Agentur. Kohlensäure entsteht bei der Reaktion aus Wasser und Kohlendioxid. Weil die energieintensive Herstellung von Düngemitteln, bei der Kohlendioxid als Nebenprodukt entsteht, eingeschränkt wurde, hat das auch Folgen für die Verfügbarkeit von Kohlensäure.

Leere Getränke-Regale bei Netto.
Bei Rewe, Aldi, Netto und Co. zeichnet sich wieder eine Tendenz zum Hamstern ab. (Archivfoto) Foto: IMAGO / Martin Wagner

Das hat auch Auswirkungen auf die Produktion von Getränken. „Wenn das so weitergeht in den nächsten Wochen, dann spitzt sich die Lage zu“, warnte Bielenstein. Er verweist auf drohende Produktionsrückgänge. Ob einzelne Hersteller die Produktion einstellen müssten, lasse sich nicht vorhersagen. „Aber wir sind extrem besorgt, und einige der Mineralbrunnen sind sehr verunsichert“, so Bielenstein ergänzend. „So eine Situation haben wir noch nie gehabt.“

Bierbrauer leiden unter Kohlensäureknappheit

Doch nicht nur kohlensäurehaltiges Wasser und Softdrinks, für die Kohlensäure benötigt wird, sind betroffen. Auch der Deutschen heiß geliebter Gerstensaft bleibt nicht verschont. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, nannte die Entwicklung besorgniserregend. Derzeit seien nach Schätzungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie nur noch 30 bis 40 Prozent der üblichen CO2-Liefermengen verfügbar.

Brauereien seien von dem Problem unterschiedlich stark betroffen, doch für einige Betriebe die Entwicklung dramatische Auswirkungen. Beim Brauen wird Kohlensäure vor allem benötigt, um Tanks, Flaschen und Fässer „vorzuspannen“. Mit dieser Technik wird vermieden, dass Bier beim Abfüllen mit Luft in Kontakt komme, erläutert Eichele. „Uns erreichen tägliche neue Hilferufe aus der Branche.“

Hamsterkäufe bei Rewe, Aldi und Co. sollten dringend vermieden werden

Auch der bayerische Brauerbund hat sich geäußert und vor Hamsterkäufen gewarnt. Diese hätten nämlich wiederum eine Knappheit von Leergut zur Folge. „Zum einen wird es im Winter genug Bier zumindest der Hauptsorten geben, zum anderen ist Hamstern für unsere Branche kontraproduktiv, weil uns dann das Leergut ausgeht“, so Bayerns Brauer-Präsident Georg Schneider gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.


Mehr zu Rewe, Aldi und Co:


Erste Folgen seien bereits zu spüren. Händler böten aktuell lediglich etwa 30 Prozent der Kohlensäure an, die normalerweise zur Verfügung stehe. Mehrere Branchen konkurrierten aktuell um das knappe Gut, beispielsweise Brauer mit Fleischbetrieben, die die Substanz etwa bei verpackter Wurst benötigten, so Schneider.