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Postbank-Probleme lassen Kunden verzweifeln – Experten schlagen Alarm

Die Postbank-Kunden kochen vor Wut. Der Konzern kann sich die Situation nicht mehr schönreden.

u00a9 Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Postbank-Kunden sind offenbar alles andere als zufrieden mit ihrem Geldinstitut – und das machen sie mehr als deutlich.

Postbank und DSL, beides Töchter der Deutschen Bank, kassierten seit Jahresbeginn derart viele Beschwerden von Kunden, dass man nicht länger über die Probleme hinwegsehen konnte.

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Hunderte Beschwerden bei der Postbank

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit Jahresbeginn zählten Postbank und DSL satte 1.700 Kundenbeschwerden. Das mag zwar zunächst nach wenig klingen – aber zum Vergleich: Von Januar 2023 bis September 2023 gab es alleine dreimal so viele Beschwerden wie im gesamten Vorjahr 2022!

Die Postbank gab alles, versprach am 24. August gegenüber „Bild“: „Zur Verbesserung der Situation arbeiten wir mit Hochdruck am weiteren Ausbau unserer Kapazitäten sowie ergänzender systemtechnischer Maßnahmen, die über die kommenden Wochen kontinuierlich greifen werden.“ Offenbar jedoch wenig erfolglos.

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Jetzt muss auch Christian Sewing, Chef der Deutschen Bank, schließlich eingestehen: „Wir sind hier unserer Verantwortung nicht gerecht geworden.“ Man könne nichts schönreden – man habe die Kunden enttäuscht.

Kunden beklagen Probleme

Die Probleme, allesamt technischer Natur, treiben die Kunden zur Weißglut. Wie die „HNA“ berichtet, arbeitet man schon sein dem Frühjahr daran, die Postbank-IT in die Deutsche Bank zu integrieren. 12 Millionen Postbank-Kunden und 7 Millionen Deutsche-Bank-Kunden sollen auf der selben Plattform zusammengeführt werden.

Das führt zu Problemen – wie Ramona Pop von der Verbraucherzentrale erklärt: „Verbraucher berichteten etwa, dass sie widersprüchliche Aussagen von Beschäftigten im Kundendienst bekämen. Diese würden erklären, nicht zuständig zu sein oder nichts machen zu können.“ Sie kritisiert, dass die Deutsche Bank ihr Personal für das Projekt nicht ausreichend geschult habe.


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Die Postbank hält dagegen. „Ein Großteil der Bearbeitungen sind wieder in den Normalbetrieb zurückgekehrt“, sagte sie der „Bild“. „Dazu gehören vor allem die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos innerhalb von durchschnittlich vier Tagen oder die Freigabe gesperrter Konten innerhalb von durchschnittlich zwei Tagen. Auch bei der Auszahlung von Baufinanzierungen in der DSL-Bank machen wir sehr gute Fortschritte. Ziel ist, bis Ende Oktober wieder den Normalbetrieb zu erreichen.“