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Netto: Schild am Pfandautomaten bringt Kunden zum Kochen – „Ich krieg‘ Ausschlag“

Ein Schild am Pfandautomaten in einem Netto in NRW sorgt für einen Sturm der Entrüstung. Doch was hat es mit dem Schild auf sich?

© IMAGO/Funke Foto Services

Netto: Das ist die Geschichte des Discounters

Netto ist eine beliebte Discounter-Kette in Deutschland. Das Unternehmen gehört zum Lebensmittel-Konzern Edeka. Wir stellen euch in diesem Video die Geschichte des Discounters vor.

Es ist ein alltägliches Szenario. Der Gang zum Supermarkt, um Einkäufe zu erledigen, gehört für viele zum Routineprogramm. Doch was, wenn dieser Besuch nicht nur die Einkaufsliste abarbeitet, sondern auch einen sprachlichen Sturm der Entrüstung auslöst? Genau das geschah in einem Bochumer Netto-Markt.

+++ Netto führt Neuerung ein – sie soll ein lästiges Problem lösen +++

Ein harmloses Schild am Pfandautomaten, das eigentlich Kunden freundlich begrüßen sollte, entwickelte sich zu einem sprachlichen Horrorszenario. Ein Rechtschreib-Fiasko sondergleichen, das selbst hartgesottene Grammatik-Enthusiasten ins kalte Grausen versetzt.

Netto: Schild am Pfandautomaten bringt Kunden zum Kochen

Der Aufschrei der Aufgeregten begann mit einem User auf X (ehemals Twitter) namens HansDampf, der das verhängnisvolle Schild mit der Bildunterschrift „Gesehen bei #Netto. Netto gehört zur #EDEKA-Gruppe. Vielen Dank für das zugesendete Foto“ teilte. Und das Bild offenbarte eine wahre Tortur für Sprachliebhaber.

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„Leergut Automat ist leider Auser Betrib wier Arbeiten an ne Lösung. solange kan Leergut Nicht angenommen werden an Automaten und Leergut kann an dem Kassen Leider Nicht Angenommen werden. wier bitte sie um Verständnis. Ihr Netto Team“, so der ergreifende Text, der mit Rechtschreibfehlern und sprachlichen Hürden geradezu übersät war.

Netto: „Ich krieg‘ Ausschlag“

Die Reaktionen? Ein bunter Strauß von Entrüstung bis zu humorvoller Satire. „Oh mein Gott! Ich krieg‘ Ausschlag beim Lesen.“, so ein User-Kommentar. Ein anderer scherzte: „Der Lehrling sollte Mal regelmäßig zur Berufsschule gehen . . .“. Ein weiterer User fügte eine humorvolle Dimension hinzu: „Es wird halt in den Schulen mehr Wert auf das Gendern gelegt.“

Wieder ein anderer Kommentar zeigt eine politische Sichtweise: „Dreizehn Fehler, Punkt-und Kommasetzung nicht mitgezählt. Glatte Fünf. Aber bei der Überfremdung interessiert es eh keinen.“ Die Gemüter kochten hoch, der Beitrag wurde mit Diskussionen und Meinungsaustausch regelrecht geflutet. Doch was hat dieser linguistische Aufschrei zu bedeuten, abseits der Sprachklippen?


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Der Fall wirft nicht nur ein Schlaglicht auf die Rechtschreibkompetenz, sondern berührt auch kulturelle, gesellschaftliche und politische Aspekte. Mit einer Prise Humor, einer Prise Empörung und einer Prise Gesellschaftskritik zeigt der Fall, wie Sprache ein Spiegel der Gesellschaft ist und wie wichtig die Fähigkeit zur klaren Kommunikation ist. Doch ob diese Diskussionen und Emotionen tatsächlich Konsequenzen für Netto haben werden, bleibt vorerst noch abzuwarten.