München: Luxus-Eklat! Menschen wütend – weil hier immer wieder DAS passiert

München: Die Maximilianstraße ist für ihre Luxusboutiquen bekannt. (Symbolbild)
München: Die Maximilianstraße ist für ihre Luxusboutiquen bekannt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Joko

München. „Wer ko, der ko“, wie man so schön in München sagt. Auf deutsch: Wer was zu zeigen hat, darf das auch gerne machen. Diesen Leitspruch nehmen sich auch einige Fahrer PS-starker Autos zum Vorbild und posen mit ihren Fahrzeugen ganz ungeniert auf der Maximilianstraße in München.

Sie drehen den Motor hoch, drücken auf die Hupe und hinterlassen einigen Rauch auf Münchens Flaniermeile. Sehr zum Leidwesen vieler Anwohner, wie das Online-Portal „tz“ berichtet.

München: Anwohner wütend über Luxuskarossen und getunte Autos

Lautstarke Beschleunigungsvorgänge von getunten Fahrzeugen oder Luxuskarossen, die über die Straßen Münchens rasen, regen die Anwohner der Innenstadt regelmäßig auf.

Bis zu 100 Dezibel bringen die Karossen zustande.

Laut Kreisverwaltungsrat handele es sich bei ihnen um sogenannte Profilierungsfahrer. Sie fahren die meist getunten und leistungsstarke Autos oder dicke Luxuskarossen – etwa Ferrari, Porsche oder Maserati – aus nur einem Grund: Sie wollen damit Aufmerksamkeit erhaschen.

------------------

Mehr News:

------------------

Unnötiges Herumfahren ist illegal

Manche Luxuskarossen bringen diese aufdringlichen Geräuscheffekte von Haus aus mit. Die getunten Karren werden oft nachträglich mit Soundgeneratoren im Auspuff bestückt.

Illegal ist das nicht, sofern gewisse Richtlinien eingehalten werden. Nicht erlaubt ist hingegen das unnötige Herumfahren in der Innenstadt. Lärm und Belastung können mit Bußgeldern von zehn oder 20 Euro geahndet werden. Ein Betrag, der einen Ferrari-Fahrer kaum abschrecken dürfte.

„Autoposer“-Phänomen nicht nur in München

Dieses zum Teil markerschütternd laute Hobby sei bundesweit ein „seit geraumer Zeit zu beobachtendes Phänomen“, sagte der Kreisverwaltungsrat der „tz“. Die Polizei Hamburg habe bereits ein eigenes Sondereinsatzkommando eingerichtet.

Auch andere Großstädte in Deutschland, wie etwa Berlin, Köln oder Frankfurt beklagen immer mehr Lärmbelästigung durch die polternden Autoposer. (vh)

 
 

EURE FAVORITEN