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Lidl-Prospekt mit Hitler-Bezug – das steckt dahinter

Im Netz kursiert ein Lidl-Prospekt mit fragwürdigen Angeboten in Bezug auf Adolf Hitler und dessen Amtszeit. Doch was genau steckt dahinter?

Lidl
© IMAGO/mix1

Supermark vs. Discounter: Das ist der Unterschied

Mit Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co.gibt es in Deutschland viele verschieden Lebensmittelmärkte. Bei den einen handelt es sich um Supermärkte, bei den anderen um Discounter. Doch wo ist der Unterschied?

Wer die besten Angebote der Supermärkte in seiner Umgebung nicht verpassen möchte, der sollte die wöchentlichen Prospekte regelmäßig durchstöbern.

Für Lidl-Kunden in Polen dürfte das allerdings für große Verwunderung gesorgt haben. Dort wurde nämlich eine „Deutsche Woche“ angekündigt – inklusive dem einen oder anderen Hitler-Hinweis. Was hat es damit auf sich?


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Lidl sorgt mit angeblichem Prospekt für reichlich Verwirrung

Im Netz machte ein Schnappschuss des Prospekts die Runde. Darauf war neben Brezeln und Bier auch ein Pyjama für Kinder abgebildet. Das Besorgniserregende daran: Der zweiteilige Schlafanzug war nicht nur schwarz-weiß gestreift und sah einer Sträflingskleidung zum Verwechseln ähnlich – er kostete auch noch exakt 19,39 Złoty.

Darüber hinaus waren auch noch Bücher und Gemälde des einstigen Diktators im Angebot. Alles nur ein schlechter Scherz oder die pure Realität in den polnischen Lidl-Filialen? Die dpa brachte Licht ins Dunkel: Wie sie am Freitag (7. Juni) in einer Meldung mitteilte, handelt es sich bei dem entsprechenden Lidl-Prospekt um eine Fälschung.

Lidl bezieht klare Stellung zum polnischen Prospekt

Bei einer Bilderrückwärtssuche im Rahmen der Überprüfung hätten sich keinerlei Treffer ergeben. Auf Nachfrage bestätigte Lidl ebenfalls, dass es sich um eine Fälschung handelt und man sich von dieser Werbung klar distanzieren wolle. Verantwortlich für den Prospekt sei die polnische Unterhaltungsseite mit dem Namen „JBZD“.


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Der Hintergrund der gefälschten Prospekt-Version: „Offenbar sollte damit Kritik an der nationalkonservativen und populistischen Partei PiS geübt werden, die in Polen von 2015 bis 2023 regierte.“ Die Collage könne dadurch auch zeitlich eingeordnet werden und müsse vor dem Regierungswechsel am 23. Dezember 2023 erstellt worden sein.