Lidl-Mitarbeiter nach fatalem Zwischenfall am Ende – „Die psychischen Folgen sind schlimmer als die körperlichen“

Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters

Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters

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Unfassbar, was Lidl-Mitarbeiter durchleben mussten! Vor dem Landgericht Heilbronn läuft aktuell der Prozess gegen einen 66-jährigen Mann aus Ulm, der insgesamt drei Paketbomben verschickt haben soll.

Zwei der Bomben konnten rechtzeitig abgefangen werden, doch drei Lidl-Mitarbeiter in Neckarsulm wurden bei der Explosion einer dritten Paketbombe verletzt. Ihre Aussagen vor Gericht sorgen für mächtig Gänsehaut...

Lidl-Mitarbeiter mit entsetzlichen Schilderungen

Einer der beiden Zeugen, dessen Aussage besonders berührt, wie der „SWR“ berichtet, ist ein 34-jähriger Mitarbeiter von Lidl, der das verhängnisvolle Paket in der Poststelle geöffnet hat. Er habe das Paket kaum öffnen müssen, da sei es schon explodiert, berichtet er dem Gericht.

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Das ist Lidl:

  • Die ersten Lidl-Filialen wurden in den 70ern in Ludwigshafen eröffnet
  • 1999 führt Lidl als erster Discounter Scannerkassen ein
  • Lidl hat in fast allen Ländern Europas Filialen
  • sogar in den USA gibt es rund 100 Filialen
  • weltweit über 190.000 Mitarbeiter, in Deutschland über 70.000 (Stand 2020)

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Bei der Explosion hat der 34-Jährige mehrere Verletzungen davongetragen. Vier Tage lang soll er wegen einer Prellung des Augapfels nichts gesehen haben. Dazu kommen Verbrennungen, Schnittwunden und ein Tinnitus.

Lidl-Mirarbeiter: „Die psychischen Folgen sind schlimmer als die körperlichen“

Doch neben den körperlichen Verletzungen ist der junge Mann vor allem von einem gezeichnet – den psychischen Folgen der Explosion. Vor Gericht berichtet er: „Für mich sind die psychischen Folgen schlimmer als die körperlichen.“ Noch immer befinde er sich nach dem traumatischen Erlebnis in psychischer Behandlung.

Mittlerweile hat sich der 34-Jährige innerhalb von Lidl versetzen lassen und hat nichts mehr mit Briefen und Paketen zu tun. Denn trotz einer Schulung, die alle Mitarbeiter der Poststelle absolvieren mussten, ließ sich das Paket nicht als gefährlichen Gegenstand identifizieren. Er dachte, es wäre eine Kundenreklamation, sagt er vor Gericht aus. Noch immer Träume er von Paketbomben in seiner Hand, verrät er.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem 66-jährigen Angeklagten aus Ulm vor, drei Paketbomben an ADM Wild, Babynahrungshersteller Hipp und Discounter Lidl mit Sprengstoff befüllt und verschickt zu haben. Der Angeklagte bestreitet laut des „SWR“ die Taten und beruft sich auf seine Unschuld. Der Prozess soll die Wahrheit nun ans Licht bringen. (cm)