Kreuzfahrt: Kunden-Ansturm! Doch große Reedereien haben jetzt dieses böse Problem

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

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Zwei Jahre lang ging gar nichts mehr – jetzt gibt es bei der Kreuzfahrt einen regelrechten Boom. Die Reedereien scheinen sich zu erholen.

Doch die Kreuzfahrt-Anbieter können sich noch nicht ausruhen. Ein großes Problem steht noch im Raum.

Kreuzfahrt-Branche geht wieder steil

Die Maskenpflicht und Abstandsregeln fallen auch auf den Kreuzfahrtschiffen. Zeit, wieder in See zu stachen – so denken vermutlich gerade viele Urlauber. Schließlich schießt die Anzahl der Buchungen gerade in die Höhe, wie das „Handelsblatt“ berichtet.

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Die Deutschen lieben Kreuzfahrt-Urlaub:

  • Am beliebtesten sind Kreuzfahrten mit weitem Abstand bei US-Amerikanern, gefolgt von Chinesen – dann folgen die Deutschen
  • Über 30 Prozent der weltweiten Kreuzfahrtschiffe werden in der Karibik eingesetzt, damit ist sie vor dem Mittelmeer das beliebteste Fahrtgebiet
  • Die beliebtesten Fahrtgebiete unter den deutschen Kreuzfahrern sind Nordeuropa und das westliche Mittelmeer
  • Der Begriff hat seinen Ursprung in dem niederländischen Wort „kruiser“ aus dem 17. Jahrhundert, der ein kreuzendes (im Sinne von hin und her fahrend) Schiff bezeichnete
  • Dank des Kreuzfahrt-Booms der vergangenen Jahre ist Deutschland heute ein Werftenstandort von weltweitem Rang
  • In der öffentlichen Wahrnehmung werden aber immer auch die hohen Belastungen für Mensch und Umwelt durch Kreuzfahrtschiffe betrachtet

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Nach dem absoluten Stillstand während der Pandemie sieht die Zukunft der Kreuzfahrtbranche rosig aus. „Wir hatten soeben den buchungsstärksten Tag des zurückliegenden Jahrzehnts“, erklärte am 18. Mai etwa die Luxus-Reederei Cunard. Konkurrenten Royal Carribean, zu denen Tui gehört, und Carival, Mutterkonzern von Aida, melden ähnliches.

Teilweise liegen die Zahlen sogar über dem Niveau von vor der Pandemie. Die Reiselust ist also groß. Doch eine Tatsache dämpft den Enthusiasmus der Reedereien.

Kreuzfahrt-Riesen stecken tief in den Schulden

Die letzten zwei Jahren haben riesige Wunden bei den Reedereien hinterlassen – vor allem in den Kassenbüchern. So gut wie jede große Reederei hat nach der Pandemie große Geldsorgen.

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Die Norwegian Cruise Line ist zum Beispiel 13,6 Milliarden Dollar im Minus. Bei den beiden Marktführern Carnival und Royal Caribbean sind es jeweils 34,9 und 22,9 Milliarden Dollar.

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Das bedeutet, dass es vorerst wohl keine neuen Schiffe geben wird, schließlich ist kein Geld da. Deshalb sind die Flotten auch in den letzten zwei Jahren geschrumpft. Trotz finanzieller Flaute sind die Reedereien aber optimistisch: „Die Zukunft ist rosig“, meint der Chef von MSC Cruises im Handelsblatt. (ts)