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Halloween-Krawalle in Hamburg, Berlin und Co.: „Allahu Akbar“-Böller ++ Wasserwerfer und Schüsse auf Jugendlichen

Schwerstarbeit für die Polizei in der Halloween-Nacht. In Berlin, Hamburg und vielen anderen Städten kam es zu Ausschreitungen. Hier alle Infos.

u00a9 Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt

Hamburg: Krawall an Halloween

An Halloween haben in Hamburg-Harburg rund 200 Jugendliche die Polizei mit Böllern angegriffen, begleitet von „Allahu Akbar“-Rufen.

Üble Ausschreitungen in der Nacht haben die Feierlichkeiten zu Halloween in Deutschland überschattet. Besonders heftig ging es dabei in Hamburg zu. Im Stadtteil Harburg stand die Polizei hunderten Randalierern gegenüber. Und musste am Ende Wasserwerfer einsetzen, um den Spuk zu beenden.

Genau wie in Hamburg gingen insbesondere junge Menschen auch in Berlin und NRW mit Böllern auf Einsatzkräfte los. Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot. Alle Infos zur Halloween-Krawalle in Deutschland gibt es hier im Newsblog.

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Halloween-Krawalle in Hamburg, Berlin und Co.

14.01 Uhr: Gewerkschaft der Polizei spricht von Spaßrandale

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Sven Hüber, sieht wenig Chancen, spontane Krawalle zu Halloween zu verhindern. Es gebe eine Klientel, „die völlig unpolitisch einfach Spaßrandale sucht“, sage Hüber am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv. Es brauche aber „sehr konsequentes Handeln“, damit sich die Randale nicht ausweite. 

13.26 Uhr: Verletzte Polizisten in Kiel

Eskalation auch weiter nördlich. Im schleswig-holsteinischen Kiel erlitten vier Polizeibeamte durch Böller ein Knalltrauma, ein Polizist trug bei einem Einsatz gegen eine etwa hundertköpfige Gruppe Prellungen davon. Bei der Festnahme einer besonders aggressiven Störers kam es zu gewalttätigen Solidarisierungsaktionen, woraufhin die Beamten Pfefferspray einsetzten. Es wurden mehrere Strafverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. 

12.38 Uhr: Bilder zeigen Ausmaß des Ausnahmezustands in Hamburg

Das Ausmaß der Gewalt war bundesweit in Hamburg wohl am größten. Unser Partnerportal „Moin.de“ hat den Wahnsinn in Bildern dokumentiert.

11.53 Uhr: Hoher Schaden Brand auf Schulgelände in Hessen

Die Halloween-Nacht hatte auch Konsequenzen in Hessen. Der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) zufolge sollen Unbekannte Böller durch die zerbrochene Scheibe eines Gebäudes auf einem Schulgelände in Maintal geworfen haben. In dem als Jugendclub genutzten Gebäude brach ein Feuer aus. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 100.000 Euro. Auch in Bielefeld kam es zu einem verheerenden Brand auf einem Schulgelände. Mehr dazu hier >>>

10.42 Uhr: Massenschlägerei bei Halloween-Party in Freiburg

Auch in Freiburg lagen die Nerven in der Halloween-Nacht blank. Bei einer Party in der Sporthalle der Grundschule im Stadtteil Wehr-Öflingen kam es nach Angaben der Polizei zu einer Massenschlägerei. Es eskalierte nach bisherigem Erkenntnisstand der Polizei, als ein unbekannter Mann einen Autofahrer (24) vor der Grundschule zum Anhalten zwingen wollte. Plötzlich flogen die Fäuste. Rund 30 Personen sollen bei der Schlägerei mitgemischt haben. Nach Angaben der Polizei erlitten sechs der Beteiligten teilweise schwere Verletzungen.

10.04 Uhr: Auto in Mannheim geht in Flammen auf

Die Polizei Mannheim sprach von einem überwiegend friedlichen Halloween-Fest, auch wenn es zu einigen Zwischenfällen kam. So öffneten unbekannte Chaoten etwa in der Richard-Wagner-Straße die unverschlossene Tür eines Opels und warfen Böller hinein. Das Auto ging dadurch in Flammen auf. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 5.000 Euro. 

9.15 Uhr: Ausschreitungen und Tötungsdelikt in NRW

Auch in Nordrhein-Westfalen hatte die Polizei alle Hände voll zu tun. In Essen konnte die Feuerwehr Brände nur unter Polizeischutz löschen, in Marl musste ein Busbahnhof wegen eines wütenden Mobs gesperrt werden. Oberhausen starb ein Mann nach einer Messer-Attacke auf offener Straße und in Köln schoss die Polizei auf einen Jugendlichen, der nun auf Intensivstation liegt. Mehr dazu hier >>>

8.15 Uhr: Böllerwürfe auf Polizisten in Berlin

„Da hat jemand Halloween nicht verstanden“, meldet die Polizei Berlin am frühen Halloween-Abend erstmals, nachdem Böller auf Passanten und Einsatzkräfte der Polizei geflogen waren. Die Polizei war nach den Erfahrungen der letzten Jahre und insbesondere nach der eskalierten Silvesternacht mit rund 1000 Einsatzkräften in der Stadt unterwegs – und musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Dabei kam es nach eigenen Angaben immer wieder zu Angriffen auf Beamte. Auch die Feuerwehr musste wegen zahlreicher brennender Mülltonnen ausrücken. Es kam zu größeren Einsätzen, unter anderem in der berühmten High-Deck-Siedlung in der Nähe des S-Bahnhofs Sonnenallee. Mehr zu den Hotspots der Halloween-Krawalle hier bei den Kollegen von „Berlin Live“.

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08.09 Uhr: Wasserwerfer gegen Halloween-Randalierer in Hamburg

Eingeschlagenen Fensterscheiben, brennende Mülltonnen und Böller-Würfe auf Polizisten. In Hamburg ging es in der Halloween-Nacht mehr als düster zu. Vor allem im Stadtteil Harburg hatte die Polizei alle Hände voll zu tun, als sich ein Mob von bis zu 350 Randalieren zusammenrottete. Mülleimer brannten, es flogen Raketen und Böller auf die Polizisten. Unser Partnerportal „Moin.de“ berichtet von „Allahu Akbar“-Rufen aus der Menge, die Tagesschau von antisemitischen Vorfällen.


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Schließlich rückten Wasserwerfer an. Die Beamten forderten die Meute auf, das Gebiet zu verlassen. Als das nicht passierte, kamen die Wasserwerfer zum Einsatz, um die Menschen aus den Straßen zu treiben.

Die Polizei Hamburg setzte in der Halloween-Nacht Wasserwerfer ein. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt

Die Lage sei nicht außer Kontrolle, sagte ein Polizei-Sprecher am Abend. Es habe Festnahmen oder Ingewahrsamnahmen gegeben. Auch in anderen Stadtteilen ist es nach Angaben der Polizei zu Zwischenfällen gekommen. So hätten mutmaßlich Jugendliche im Stadtteil Lurup Mülltonnen angezündet und Schaufenster-Scheiben zerstört. Stundenlang kreiste ein Hubschrauber über der Stadt. Zum späten Abend hin habe sich die Lage aber wieder beruhigt. (mit AFP)