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Regale bei Edeka bleiben leer: Jetzt eskaliert der Preisstreit komplett

Seit Monaten müssen Edeka-Kunden um eine ganz bestimmte Müsli-Sorte bangen. Hat der Streit jetzt ein Ende?

Edeka
u00a9 imago/STPP

Edeka betreibt ferngesteuerte Filialen - so funktioniert's

Der Lebensmittel-Riese Edeka testet in Deutschland einige vollautomatische Filialen. Die Roboter-Supermärkte mit dem Namen E 24/7 gibt es an mehreren Standorten.

Wer hat es bemerkt? Edeka-Kunden blickten in den vergangenen Monaten vor dem Müsliregal teilweise in gähnende Leere. Grund dafür war ein heftiger Preisstreit zwischen der Supermarktkette und einem Hersteller.

+++ Edeka-Kunden rasten aus – schuld sind SIE: „Einfach nur asozial“ +++

Edeka liegt schon seit Monaten im Clinch mit dem Cornflakes-Hersteller Kellogg – seit mehr als vier Monaten liefert er keine Cornflakes und Pringles-Chips mehr an den Supermarkt. Und das nicht zum ersten Mal: Erst im vergangenen Jahr geriet Rewe mit Kellogg in Streit, woraufhin der Supermarkt die beliebten Cornflakes aus dem Sortiment warf. Droht das nun auch den Edeka-Kunden?

Edeka: Preisstreit hat Höhepunkt erreicht

Nach Angaben von Edeka wollte Kellog die Preise um bis zu 45 Prozent erhöhen – viel zu viel, wie der Supermarkt befand. Dennoch ging er zumindest teilweise auf die Forderungen ein und wartete auf eine neue Lieferung. Doch die kam nie. Jetzt ist der Supermarktkette endgültig der Geduldsfaden gerissen. Nun stehen Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe im Raum.


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Edeka teilte mit, dass sie nun Schadenersatzansprüche gegenüber dem Unternehmen gestellt hätten. „Wir wehren uns weiter gegen das Geschäftsgebaren einiger internationaler Markenartikelhersteller und kämpfen für faire Preise im Supermarktregal“, so der Edeka-Chef Markus Mosa zu diesem Thema. Und die Forderungen haben es in sich: Laut „Lebensmittel Zeitung“ belaufen sie sich zunächst auf rund zehn Millionen Euro. Sollte sich jetzt nichts ändern und Kellog an seinem Lieferboykott festhalten, werde die Summe bis Mitte 2024 auf 34 Millionen Euro steigen, droht die Supermarktkette.

Eskalation in neuer Form

Selten kommt es vor, dass ein Streit zwischen Hersteller und Handel so eskaliert. Preisstreitigkeiten gibt es zwar häufig, aber nur selten enden sie mit einer Schadensersatzforderung. Edeka begründet die Forderung damit, dass es sich um eine Entschädigung für einen Lieferstopp handelt. Schließlich gehören die Frühstücksflocken von Kellogg zu den beliebtesten Produkten im Müsliregal und der Ausfall mag bei einigen Kunden für Verärgerung gesorgt haben.


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Wie der Cerealienhersteller auf die hohen Forderungen von Edeka reagieren wird, bleibt abzuwarten. Viele Kunden hoffen jedoch auf ein glimpfliches Ende, damit ihre Lieblings-Cornflakes bald wieder im Supermarktregal stehen.