Deutsche Post: Absender nutzt steinalte Briefmarke – Empfänger wird böse überrascht

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Irgendeine Briefmarke rauskramen, aufkleben und los geht's? Ganz so einfach ist das nicht, wie ein Mann kürzlich im Umgang mit der Deutschen Post lernen musste.

Denn die Deutsche Post bat den Empfänger eines normalen Briefes, der mit einer Briefmarke frankiert war, nochmal zur Kasse – und fast hätte es auch Konsequenzen für den Absender gegeben.

Deutsche Post-Kunde regt sich gewaltig auf – das ist der Grund

Der Empfänger eines Briefes der Deutschen Post beschwerte sich am Freitag auf der Facebook-Seite des Unternehmens und war stinkwütend.

Denn ein normaler Brief, den er empfangen hatte, kostete ihn 1,70 Euro. Denn er sollte ein sogenanntes zahlen, weil der Brief vom Absender nicht ausrechend frankiert worden war.

„Deutsche Post euer Ernst? Musste jetzt 15km zur Filiale und zurück fahren, um nochmal 1,70 Euro nachzuzahlen. Selbst die dortige Mitarbeiterin konnte mir das nicht erklären“, schreibt der Mann zu einem Foto des entsprechenden Briefes.

Er hat deshalb eine deutliche Forderung an den Dienstleister: „Ich bitte um Erklärung.“ Die bekommt er dann auch prompt von einer Mitarbeiterin der Deutschen Post – und dabei wird klar, dass hier vor allem dem Absender ein Fauxpaus unterlaufen ist.

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„Es war auf dem Foto nicht so leicht zu erkennen, aber die verwendete Marke ist kein gültiges Postwertzeichen. Es handelt sich um eine Marke der Deutschen Bundespost, offenbar von 1994 (soweit erkennbar). Diese Marken haben allenfalls noch einen Sammlerwert, können aber nicht zur Frankierung verwendet werden“, so die klare Antwort auf Facebook.

Deutsche Post reagiert sofort – und spricht von „Schadenersatz“

Der Betrag von 1,70 Euro setze sich dabei aus dem einen Euro Porto plus 70 Cent Nachentgelt zusammen, „da der Brief ohne gültige Frankierung versandt wurde“, erklärte die Mitarbeiterin weiter.

Somit lag der Fehler eigentlich beim Kunden der Deutschen Post, der den Brief mit der Marke abgeschickt hatte – und bei dem das Unternehmen kulant reagiert, wie es weiter in dem Facebook-Kommentar heißt: „Hierbei wurde davon ausgegangen, dass es die Verwendung der ungültigen Marke ein Versehen war. Bei Vorsatz wäre ein deutlich höherer, pauschalierter Schadenersatz fällig geworden.“ Huch, da hat der ursprüngliche Absender also nochmal Glück gehabt!

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Eine grundsätzliche Anmerkung lässt die Mitarbeiterin der Deutschen Post auch noch da: Briefmarken von 2000/2001 sind gültig – „mit Doppelnominal (Auszeichnung in Pfennig und Cent) und Briefmarken, die seit 2002 heraus gegeben werden, mit dem Aufdruck 'Deutschland'“. So steht auf der betreffenden Briefmarke „Deutsche Bundespost“ – diese wurde am 2. Januar 1995 aufgelöst.

Auf Ebay Kleinanzeigen wollte eine Frau, wie viele andere nur ein Schnäppchen machen. Doch bei der Reaktion des Verkäufers entscheidet sie sich fix anders. Was war passiert?(kv)

>>>> Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels schrieben wir, dass der Absender die nicht ausreichende Briefmarke verwendet hatte. Das ist falsch, es handelt sich bei dem Verfasser auf Facebook um den Empfänger des Briefes. <<<<