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Armin Laschet: Es wäre sein Albtraum! Wie Söder durch die Hintertür Kanzler werden könnte

CDU: Das ist die Karriere des Armin Laschet

CDU-Parteichef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kandidierte bei der Bundestagswahl 2021 als Kanzler für die Union.

Könnte Markus Söder dem Kanzlerkandidat von CDU/CSU, Armin Laschet, tatsächlich noch das Kanzleramt streitig machen? Nach einem richtig realistischen Szenario klingt das nicht.

Doch Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo hat sich diesen Gedanken einmal vorgenommen und zeigt: Ganz unwahrscheinlich ist es nicht. Schlimmer noch: Armin Laschet könnte nicht einmal im Bundestag sitzen!

Und so könnte Markus Söder Merkel Nachfolger werden:

Armin Laschet: Könnte er den Bundestag und das Kanzleramt noch verpassen?
Armin Laschet: Könnte er den Bundestag und das Kanzleramt noch verpassen?
Foto: imago/Future Image

Armin Laschet: Kein Direktmandat für CDU-Chef

Dazu muss man im Vorfeld wissen: Armin Laschet steht zwar auf Platz 1 der Landesliste in NRW, hat aber kein eigenes Direktmandat. Direktmandate nennt man die Sitze, die Politiker über die Erststimme erhalten – sie werden „direkt“ gewählt. Erst, wenn die Zahl der Direktmandate nicht ausreicht, um einer Partei die Anzahl der Sitze im Bundestag zu garantieren, die sie über die Zweistimmen erreichen müsste, kommt die Landesliste zum Tragen.

Wenn also die CDU nicht genügend Stimmen über die Zweistimme bekommt, damit die Landesliste zum Tragen kommt, bekommt Armin Laschet keinen Sitz im Deutschen Bundestag. Jetzt würde sein Weg in den Bundestag entweder über die Kanzlerschaft oder aber über einen Sitzverzicht eines anderen CDU-Mitglieds führen.

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In seiner Spiegel-Kolumne skizziert Sascha Lobo nun Folgendes: Das Wahlergebnis der Union ist historisch schlecht. Laschet zieht nicht mit in den Bundestag ein. Fraglich, ob nach dem Debakel jemand bereit ist, auf seinen Sitz zu verzichten.

Aber: Um Bundeskanzler zu werden, muss man nicht in den Bundestag gewählt worden sein. Einzige Voraussetzung: Die Mehrheit des Bundestags einigt sich auf eine Person – sie muss lediglich volljährig sein und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Armin Laschet: Wird am Ende doch noch Markus Söder Kanzler?
Armin Laschet: Wird am Ende doch noch Markus Söder Kanzler?
Foto: imago/Sven Simon

Weiter geht es in seinem Gedankenspiel so: Die SPD gewinnt mit 23 Prozent (nach aktuellen Umfrage ein realistischer Wert >>>) die Wahl. Die Grünen kommen auf 16 Prozent, die FDP erreicht 14, die Linken sechs, die AfD bekommt 11 Prozent, spielen aber für Sascha Lobos Überlegungen keine Rolle. (aktuelle Umfrageergebnisse gibt es HIER >>>)

Armin Laschet: CDU verzichtet nicht auf Regierungsbeteiligung

Rechnerisch sind zwei Koalitionen möglich: SPD-FDP-Grüne oder CDU-FDP-Grüne.

Aufgrund programmatisch zu großer Unterschiede will die FDP keine Koalition mit der SPD und den Grünen eingehen. Stattdessen kommt es zu einer Koalition aus CDU-Grünen und FDP. Aber die Grünen haben eine Bedingung: Laschet darf nicht Bundeskanzler werden. Er ist wegen seiner Klimapolitik in NRW für die Partei nicht akzeptabel.

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Das ist Armin Laschet

  • geboren 18. Februar 1961 in Aachen
  • Mutter Marcella Laschet, Vater Heinrich Laschet
  • studierte Rechts- und Staatswissenschaften in München und Bonn
  • war als freier Journalist unter anderem für das Bayerische Fernsehen tätig
  • von 1999 bis 2015 hatte er einen Lehrauftrag and er Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen)
  • seit 2017 ist der Ministerpräsident von NRW
  • 2021 wurde er CDU-Vorsitzender.

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Da die Union auf eine Regierungsbeteiligung nicht verzichten möchte, sägt sie Armin Laschet kurzehand ab. So Sascha Lobos Gedankenspiel. Ein Albtraum für den ambitionierten Ministerpräsidenten aus NRW! Stattdessen kommt der Mann zum Zuge, auf den sich alle irgendwie einigen können: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Und Armin Laschet? In diesem Szenario wäre er nicht nur als Bundeskanzler gescheitert, er wäre nicht einmal mehr im Bundestag. Und ob er sich dann in NRW an der Spitze halten kann? Fraglich.

Doch bis zur Wahl sind es noch ein paar Wochen. Und ob dann dieses Szenario eintritt, ist doch recht unwahrscheinlich. (evo)