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Aldi, Rewe und Co.: Blick in die Regale lässt alle verzweifeln – „Der Kunde hat kein Verständnis“

Wann hört das mit den leeren Regalen bei Aldi, Rewe und Co. endlich auf? Diese Aussagen machen Kunden wenig Hoffnung.

u00a9 IMAGO/Rust (Montage: DER WESTEN)

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Leere Regale bei Aldi, Rewe und Co. – das haben wir in den vergangenen Monaten häufiger erlebt. Stets mit unterschiedlichen Begründungen: Inflation, Lieferengpässe – nun aber sind es Streiks!

Keine Arbeit in den Zentrallagern? Keine Artikel bei Aldi, Rewe & Co! Die Supermärkte selber pochen zwar darauf, dass die Versorgung gesichert sei – kein Wunder, man will ja keine Kunden abschrecken. Doch wie dramatisch ist die Situation wirklich?

Aldi, Rewe und Co: Leere Regale überall

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat sich mit einzelnen Händlern ausgetauscht, die „auskunftsfreudiger“ seien als die großen Zentralen von Aldi, Rewe & Co. Ihr Fazit: Die Auswirkungen des Streiks seien gravierend, es gebe große Probleme bei der Warenversorgung. Fehlende Fahrer müssen durch Zusatzkosten mit Speditionen ersetzt werden. Warenengpässe ähneln der Corona-Zeit, einige Regale stehen schon nach drei Tagen komplett leer. „Wir werden noch eine Weile mit den Lücken leben müssen“, so der Händler aus dem Dortmunder Raum.

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Ein anderer NRW-Händler leidet darunter, dass bei ihm die Lager-Kommissionierer streiken. Die sind dafür zuständig, die bestellten Waren für eine Supermarkt-Filiale zusammenzustellen – also ein immens wichtiger Job. „Du weißt nie, was du morgen bekommst“, klagt der Händler. Die Folge: Leere Regale. Und die Chefs in der Zentrale? „Die reden die Probleme klein.“

Heftiger Streit zwischen Händlern und Verdi

Hintergrund des Streiks sind die Verhandlungen zwischen dem Handelsverband Deutschland (HDE) und der Gewerkschaft Verdi. Letztere fordert mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde für die 3,2 Millionen Beschäftigten im Einzelhandel und eine Laufzeit von einem Jahr. Der HDE bietet aber maximal 1,78 Euro mehr Lohn und eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 750 Euro – bei einer Laufzeit von zwei Jahren.


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Seit Mai verliefen gut 60 regionale Verhandlungstermine erfolglos. Einen weiteren Streik zum Jahresende will man unbedingt verhindern. „Zu Weihnachten kommt die Familie zusammen und will sich etwas gönnen, zum Beispiel einen guten Braten. Der Kunde hat kein Verständnis dafür, wenn der nicht verfügbar ist“, sagt Handelsexperte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule Düsseldorf. (mit dpa)