„Tagesschau“-Sprecher hört auf: Merkwürdige Verabschiedung in letzter Sendung

Tatort: Das sind die bekanntesten Ermittler-Teams

Tatort: Das sind die bekanntesten Ermittler-Teams

Die Krimiserie „Tatort“ begeistert schon seit Jahrzehnten die deutschen TV-Zuschauer. Sonntags um 20.15 Uhr lösen unterschiedliche Kommissaren-Teams Mordfälle in der ARD. Aktuell ermitteln 22 Ermittler-Teams in 20 deutschen Städten, sowie in Wien und Zürich. Wir stellen euch die bekanntesten aktuellen Besetzungen vor.

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Während überall von der letzten Sendung von Claus Kleber im ZDF-„heute journal“ die Rede war, ging fast unter, dass auch ein bekanntes Gesicht der ARD-„Tagesschau“ am 30. Dezember den letzten Auftritt hatte.

Dabei war der „Tagesschau“-Sprecher Claus-Erich Boetzkes seit fast 25 Jahren im Dienst für die ARD.

Tagesschau (ARD): Claus-Erich Boetzkes begibt sich in Ruhestand – mit eigenartiger Verabschiedung in letzter Sendung

Am Donnerstag verabschiedete sich Claus-Erich Boetzkes in der Nachmittagssendung der „Tagesschau“ in den Ruhestand.

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Mit persönlichen Worten wandte er sich an die ARD-Zuschauer: „Und jetzt zum Schluss noch etwas in ganz eigener Sache: Dieses war nach fast 25 Jahren meine letzte Tagesschau. Ich gehe jetzt in den Ruhestand. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass sie mich so oft bei sich zu Gast sein ließen. Und bedanke mich bei einem ganz wunderbaren, klugen, menschlich äußerst angenehmen Team, mit dem ich all die Jahre zusammenarbeiten durfte. Und ich gehe deshalb auch mit einem weinenden Auge.“

Außergewöhnliche Verabschiedung von den ARD-Zuschauer in letzter Tagesschau-Sendung

Dann wurde es außergewöhnlich: Boetzkes blickte mit einigen bearbeiteten Fotos, die den Zuschauern präsentiert wurden, in seine mögliche persönliche Zukunft. Er zeigte sich den Zuschauern mit einer „ganz pflegeleichten Frisur“, nämlich einer Glatze. Dann mit wilder Mähne, ähnlich wie die von Ludwig van Beethoven – sowie als weißhaariger Senior mit Vollbart, als „gütiger Opa für meine beiden Enkelinnen“. In „Würde alt werden“ sei später das Ziel.

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Mehr über den ehemaligen Tagesschau-Sprecher Claus-Erich Boetzkes

  • Der 65-Jährige stammt aus Bayern.
  • Er machte zunächst Karriere im Bayerischen Rundfunk und war unter anderem Programmchef beim Radiosender Bayern 3.
  • Dann wechselte Boetzkes zum Fernsehen und präsentierte seit 1997 die „Tagesschau“-Ausgaben am Nachmittag.
  • Daneben promovierte er 2007 an der TU Ilmenau und wurde anschließend 2011 sogar Honorarprofessor an dieser Universität.
  • Boetzkes ist im zweiter Ehe verheiratet und hat drei Kinder.

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ARD-Kollegen würdigen Tagesschau-Sprecher Boetzkes zum Abschied

Mehrere ARD-Kollegen würdigten über Twitter den ehemaligen „Tagesschau“-Sprecher. So unter anderem WDR-Mann Arnd Henze. Er postete ironisch, dass Boetzkes an einer „seltenen Krankheit“ litt: „In Schaltgesprächen musste er sich immer nach genau 1:20 Min auffällig räuspern. Das einzige Heilmittel: dass wir am anderen Ende der Leitung unseren Redeschwall stoppten.“

Auch ARD-Reporter Christian Feld machte scherzhaft darauf aufmerksam, dass Boetzkes auf diese Art seinen Gesprächspartnern anzeigte, dass sie nun zum Ende kommen mussten.

„Niemand blieb so cool und professionell und konnte dann auch wieder über eigene Versprecher lachen wie Claus-Erich Boetzkes“, erinnerte sich Reporter Gabor Halasz. Zuletzt bekam Boetzkes ungewollt Aufmerksamkeit , weil er den neuen Bundeskanzler Olaf Scholz als „Kanzler Kohl“ bezeichnete.

Legendär seine souveräne Reaktion auf den Zusammenbruch einer Leitung, ausgerechnet als es bei dem Beitrag um das Thema Funklöcher ging:

Humorvoll auch die Abschiedsworte von Hauptstadtstudio-Korrespondentin Kristin Joachim: „Niemand hat meinen Vor- und Nachnamen so konsequent auf den falschen Silben betont und war dabei so unglaublich charmant.“ Boetzkes sei ein „Original", das der „Tagesschau“ fehlen werde.

Matthias Deiss, stellvertretender Studioleiter des ARD-Hauptstadtstudios, wünschte Boetzkes über Twitter ebenfalls alles Gute: „Sie werden mir und vielen Zuschauern fehlen!!!“

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